Deutschlands feige Presse versteckt den Fall #Badawi

Aktivisten rufen Badawi-Journalistenpreis ins Leben

Diese Meldung ist der Zeit nur noch ein paar Zeilen wert. Überall in der Welt solidarisieren sich kritische Journalisten und Blogger mit Raif Badawi, der immer noch in Saudi Arabien in Haft sitzt.

Nach „westlichen“ Maßstäben hat sich Badawi keines Vergehens schuldig gemacht – wir leben ja in angeblich noch nicht in postdemokratischen Verhältnissen, nach wie vor wird die Freiheit der Meinung hochgehalten.

Aber Deutschlands Politiker tun sich schwer, wenn es darum geht, den saudi-arabischen „Verbündeten“ ihre Meinung mitzuteilen. Sie vollführen diplomatische Eiertänze, damit Waffenhandel weiterhin die „westlichen Werte“ am Leben erhalten kann – denn es geht wie immer um Geld.

Vor allem der christliche Anteil der „westlichen Werte“ hat ein klares Gebot formuliert. Es lautet:

„Du sollst nicht töten!“

Der Handlungsreisende Seehofer, immerhin bekennender Christ und Mitglied einer Partei mit dem großen C im Namen, vertritt jedoch diesen Aspekt christlich gebotener Nächstenliebe genausowenig, wie die saudischen Herrscher sich selbst an die Gebote ihres Propheten halten – das islamische Steinzeit Recht der barbarischen Scharia gilt nur für kritische Untertanen.

Da wundert es auch nicht, dass sich hierzulande Politiker der C – Parteien für die Verschärfung des Blasphemieparagraphen stark machen – allen voran: Seehofer!

Berichtet wird über solche Fälle, wie den des Bloggers Raif Badawi nur,  wenn es den aktuellen Medienkampagnen dienlich ist, ansonsten werden sie politisch korrekt im medialen Hinterteil der Hurenjournaille versteckt.

Scheinheilige Ampelmännchenkampagnen mit Piktogrammen gleichgeschlechtlicher Paare, wie in München oder Wien, machen hierzulande aufmerksam auf eine behauptete Diskriminierung von Homosexuellen. In Staaten wie Saudi Arabien droht ihnen jedoch die Todesstrafe.

Der Gotteswahn ist immer noch tödlich in vielen Teilen der Welt – für Frauen, für Andersgläubige, für Atheisten, für kritisch denkende Menschen und für Homosexuelle.

Raif Badawi kann sich der moralischen Unterstützung vieler Menschen sicher sein, doch halbherzig geheuchelte Empörung diplomatischer Eiertänzer werden ihm nicht das Leben retten. Es sind seine Eier, die sie zertrampeln!

 


 


Bildquelle:

raif badawi photo
Photo by Amnesty Finland
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