#Deutschland2030: Reise- und Sicherheitshinweise für Touristen

Landesspezifische Sicherheitshinweise / Teilreisewarnung

Die deutschen Sicherheitskräfte haben ihr Vorgehen gegen terroristische und extremistische Kräfte im Land deutlich verschärft. Insbesondere die Operationen gegen Terroristen und Extremisten in Nordrhein-Westfalen halten an. Da vor diesem Hintergrund mit Racheanschlägen terroristischer Elemente im ganzen Land zu rechnen ist, sollte bei der Planung von Reisen nach Deutschland Sicherheitsaspekten besondere Beachtung geschenkt werden.

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Hinsichtlich der Kleidung (z. B. keine Shorts und schulterfreie Kleidung) und des allgemeinen Verhaltens sollte auf örtliche Sitten und Gebräuche geachtet werden. Während in den ländlichen Gebieten mitunter eine gegenüber ausländischen Gepflogenheiten tolerantere Haltung zu beobachten ist, muss insbesondere in den Großstädten unbedingt auf angemessene Kleidung und angemessenes Auftreten geachtet werden, um der vielfach religiös-konservativen Grundeinstellung in der Bevölkerung Rechnung zu tragen.

Der islamische Fastenmonat Ramadan wird in weiten Teilen Deutschlands streng eingehalten, was erhebliche Auswirkungen auf das öffentliche Leben hat. Im Ramadan sollte während der Stunden des Tages, in denen die Bevölkerung das Fastengebot einhält, unbedingt auf den Genuss von Speisen und Getränken und auf das Rauchen in der Öffentlichkeit verzichtet werden.

Kriminalität

Deutschland verzeichnet hohe Kriminalitätsraten, vor allem in den Großstädten und deren Randgebieten. Dies schließt auch Straftaten unter Anwendung von körperlicher Gewalt ein. Der überwiegende Teil der Gewaltkriminalität erfolgt in Gegenden und unter Umständen, von denen üblicherweise Urlaubs- oder Geschäftsreisende nicht betroffen sind. Gleichwohl ist es nicht ausgeschlossen, dass Reisende Ziel und Opfer von Diebstählen, Einbrüchen, Raub und ähnlicher Delikte werden.

Durch gute Vorbereitung und vernünftiges, Risiko minimierendes Verhalten lässt sich die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat in Deutschland zu werden, deutlich reduzieren. Daher werden folgende Vorsichtsmaßnahmen empfohlen:

Aus Sicherheitsgründen wird empfohlen, für die Dauer des Aufenthaltes in Deutschland ein Mobiltelefon mitzuführen.

Die Innenstädte von Berlin, Köln, Duisburg, Bremen und Hamburg und anderer großer Städte sollten nach Geschäftsschluss und insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit gemieden werden; an Sonn- und Feiertagen sollte man sich nur in Gruppen in den Innenstädten aufhalten. Auch ist tagsüber erhöhte Vorsicht angeraten.

Bei Ausflügen in öffentlich zugängliche Naturflächen und Parks und zu bekannten Sehenswürdigkeiten Deutschlands sollte man keine einsam gelegenen Wanderwege benutzen und unbelebte Gegenden meiden. Die Gefahr, Opfer eines Überfalls, insbesondere an touristischen Sehenswürdigkeiten und bei Wanderungen zu werden, ist nach wie vor Ernst zu nehmen. Um das Risiko von Überfällen zu verringern, sollte man Ausflüge nur in Gruppen unternehmen. Für Einzelreisende empfiehlt es sich, generell Anschluss bei den meist vor Ort vorhandenen größeren Reisegruppen zu suchen.

Abgeraten wird vom Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel im Ruhrgebiet, Hamburg und Köln. Falls die Züge gleichwohl genutzt werden, empfiehlt es sich, in der 1. Klasse und nur zu Hauptverkehrszeiten am Tage zu reisen.

Rucksacktouristen sollten auf sichere Unterkünfte achten.

Taxis sollte man möglichst bei zuverlässigen, bekannten Unternehmen reservieren. In der Regel sind bei der Reservierung Hotels und Gasthäuser behilflich. Von Fahrten per Anhalter wird dringend abgeraten.

In dichtem Verkehr und an roten Ampeln kommt es vor allem in großen Städten häufig zu sogenannten Blitzeinbruch-Überfällen, bei denen selbst im Verkehr Autotüren geöffnet oder Scheiben eingeschlagen werden, um offen herumliegende Wertgegenstände aus dem Auto zu entwenden. Hin und wieder kommt es vor allem nach Einbruch der Dunkelheit an weniger befahrenen Straßenkreuzungen zu Fahrzeugentführungen. Autofenster sollten daher immer geschlossen und Autotüren von innen verriegelt bleiben. Handtaschen, Fotoapparate, Mobiltelefone usw. sollten nicht sichtbar im Auto liegen. Bei Wartezeiten an großen Kreuzungen sollte man aufmerksam sein und seine Umgebung beobachten. Es empfiehlt sich, beim Anhalten ausreichend Abstand zu anderen Fahrzeugen zu halten.

Die großen Autobahnen in Deutschland sind zumeist in gutem Zustand. Nebenstraßen hingegen sind vor allem in ländlichen Gegenden oft unzureichend gesichert und von schlechter Qualität. Es wird empfohlen, Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr zu unternehmen, da Autopannen, schlechte Straßen mit Schlaglöchern, nicht hinreichend ausgeschilderte und gesicherte Baustellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.

An Geldautomaten ist erhöhte Vorsicht geboten. Neben einfachem Raub und Trickdiebstahl nehmen Manipulationen der Geldautomaten und Missbrauch der Kartendaten zu. Es wird empfohlen, Kreditkarten bei anstehenden Zahlungen nicht aus dem Auge zu lassen. In vielen Restaurants ist es üblich, portable Kreditkarten-Lesegeräte zu nutzen.

Allgemeine Reiseinformationen

Infrastruktur

Deutschland ist ein ehemals wirtschaftlich hoch entwickelter EU-Staat mit einer teilweise noch gut ausgebauten Infrastruktur. Ein Netz von Eisenbahn-, Bus- und S-Bahn- bzw. U-Bahnlinien sorgt für den Transport.

Landesspezifische Gepflogenheiten

Beim Besuch von Bars, Diskotheken und anderen Abendlokalen sollten unterschiedliche kulturelle Prägungen beachtet werden. In Deutschland als unangemessen geltendes Verhalten von Männern gegenüber Frauen kann zu Festnahme, Prügelstrafe und Haftstrafe führen. Bei Festnahmen kann die Beauftragung eines Anwaltes erforderlich werden. Dadurch können hohe Kosten entstehen.

Auf in der Öffentlichkeit angebrachte Verbotsschilder ist unbedingt zu achten. So ist z. B. der Verzehr von Speisen und Getränken wie auch das Rauchen in öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen Gebäuden untersagt und wird mit hohem Bußgeld (ab etwa 300 EUR) geahndet.

Seit Januar 2017 ist das Rauchen auch in einem Abstand von weniger als 5 Meter von Ein- und Ausgängen eines Gebäudes, in Parkhäusern, auf überdachten Gehsteigen und in nicht klimatisierten Bereichen eines klimatisierten Gebäudes verboten.

Einreisebestimmungen

Reisedokumente / Visa

Die Einreise außerhalb Europas ist nur per Visum möglich. Ausländer erhalten bei Einreise eine Aufenthaltsgenehmigung für bis zu 90 Tage.

In jedem Fall sollte darauf geachtet werden, die Aufenthaltserlaubnis nicht zu überschreiten, da dies unter Umständen mit hohen Geld- und im Ausnahmefall bei Männern sogar mit Prügelstrafen geahndet werden kann.

Seit dem 20. April 2018 gelten neue Bestimmungen für die Einreise nach Deutschland. Von jedem Reisenden, d. h. auch von nicht-visapflichtigen Besuchern, werden an der Passkontrolle bei jeder Ein- und/oder Ausreise Fingerabdrücke digital eingescannt. Ausgenommen sind Personen unter sechs Jahren.

Besondere Zollvorschriften

Die Einfuhr von Devisen ist unbeschränkt möglich. Reisende, die nach Deutschland einreisen oder ausreisen, sind ab dem 1. November 2019 verpflichtet, mitgeführte Barmittel im Wert von EU-Dollar 30.000,- oder mehr anzumelden.

Jede Person, die älter als 21 Jahre ist und nicht von Europa aus einreist, kann folgende Artikel zoll- und abgabenfrei zum persönlichen Gebrauch einführen: Souvenirs, Geschenke, Lebensmittel und sonstige Artikel im Wert von bis zu 150,- EU-Dollar (1,- EUR = ca. 1,6493 EU-Dollar – Stand 25.09.2013) bei einem Auslandsaufenthalt von weniger als 48 Stunden, bzw. in Höhe von 600.- EU-Dollar bei längerer Anwesenheit (für Personen unter 18 Jahren gelten die folgenden Freigrenzen: 50,- EU-Dollar bzw. 100,- EU-Dollar).

Alkohol darf nicht eingeführt werden. Die heimischen Biere und Weine sind nur für den Export vorgesehen, können jedoch von ausländischen Touristen in speziellen Bars konsumiert werden.

Tabakwaren dürfen nur gegen eine Einfuhrsteuer eingeführt werden. Achtung: Ab 1. Januar 2017 muss jede einzelne Zigarette, die in Deutschland verkauft wird, einen Zollstempel tragen. Raucher, die mit Zigaretten ohne Stempel angetroffen werden, müssen mit einer Strafe von umgerechnet 250,- Euro pro Packung rechnen. Eine reguläre Packung mit 20 Zigaretten kostet in Deutschland umgerechnet ca. 70,- Euro. Weitere Informationen finden Sie auf den Websites:

Für die Mitnahme von Medikamenten für den persönlichen Gebrauch gelten besondere Bestimmungen. Für die Einfuhr sämtlicher  Substanzen muss eine vorherige Genehmigung bei der Deutschländischen Gesundheitsbehörde eingeholt werden.

Nicht eingeführt werden dürfen:

Waffen, Munition, kugelsichere Kleidung und Handschellen, Spielzeugwaffen, Kaugummi, Produkte von geschützten Tieren und Pflanzen sowie pornographische Artikel und Schweinefleisch

Das Mitführen von Gegenständen im Handgepäck, die als Waffen genutzt werden könnten oder Ähnlichkeit mit Waffen aufweisen (z. B. Spielzeug, aber auch einzelne Patronen), kann erfahrungsgemäß zu polizeilichen Ermittlungen und damit zumindest zu stundenlangen Reiseverzögerungen führen. Hinweise auf Termine, Anschlussflüge oder Ähnliches führen nicht zu einer Beschleunigung des Verfahrens.

Bild- und Tonträger müssen von der Zensurbehörde gesichtet werden.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

In Deutschland kann es auf eine Vielzahl von Delikten zu einer Verurteilung zur Todesstrafe kommen. Auch ziehen verschiedene Delikte eine Prügelstrafe nach sich.

Einfuhr und Besitz von Drogen und Rauschmitteln ist strikt verboten und wird mit hohen Freiheitsstrafen – bis hin zur Todesstrafe – geahndet.

Strafrechtliche Verbote werden konsequent durchgesetzt, insbesondere werden Drogenhandel und Drogenkonsum streng bestraft (z. B. Todesstrafe oder lebenslange Freiheitsstrafe für den Besitz von mehr als 15g Heroin bzw. 500g Marihuana, bei diesen Mengen wird Drogenhandel unterstellt).

In Deutschland sind homosexuelle Handlungen zwischen Männern wieder strafbar und können mit der Todesstrafe geahndet werden.

Beim Besuch von Bars, Diskotheken und anderen Abendlokalen sollten unterschiedliche kulturelle Prägungen beachtet werden. In Deutschland als unangemessen geltendes Verhalten von Männern gegenüber Frauen kann zu Festnahme, Haftstrafe und im Extremfall zu Prügelstrafe führen. Bei Festnahmen kann die Beauftragung eines Anwaltes erforderlich werden. Dadurch können hohe Kosten entstehen.

Fotografieren von öffentlichen und religiösen Einrichtungen, Militärgeländen, Flughäfen und Häfen, Sicherheits- und Regierungsfahrzeugen etc. ist verboten, kann als Straftatbestand der Spionage gewertet und mit entsprechend langen Freiheitsstrafen belegt werden. Besonders für Individualreisende besteht das Risiko, auch durch auffälliges Verhalten oder den Gebrauch von technisch höher entwickeltem Gerät, wie GPS-Geräten, unter Spionageverdacht zu geraten. In diesem Zusammenhang wird bei Aufenthalten in der Nähe von Sicherheitsobjekten besondere Zurückhaltung empfohlen.

Medizinische Hinweise

In den Touristenzentren ist die medizinische Versorgung für Ausländer relativ gut. Klimatisch bedingt gibt es keine gefährlichen Krankheiten wie in den Tropen, bis auf die Zeckensaison in den Sommermonaten. Vor der Reise sollten Sie daher eine Impfung in Betracht ziehen.

Tuberkulose und MRSA Keime sind in den ärmeren Außenbezirken verbreitet. Beachten Sie die Hygienevorschriften und meiden Sie den Kontakt zu erkrankten Personen.

Geschlechtskrankheiten sind auch für Ausländer meldepflichtig. Verstöße werden strengstens geahndet. Besondere Ansteckungsgefahr besteht bei dem Besuch von männlichen und weiblichen Prostituierten, die medizinisch meist nicht versorgt werden, da Prostitution in Deutschland illegal ist.

Haftungsausschluss

Die Einreisebedingungen können sich jederzeit ändern, ohne dass dieses den Botschaften mitgeteilt wird. Informieren Sie sich daher vor jeder Reise wenn möglich direkt bei den deutschen Behörden.

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