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David Berger auf der Konferenz der AfD im Bundestag / Foto: VFM

Heute auf Philosophia Perennis zu lesen:

Hiermit trete ich mit sofortiger Wirkung von meinem Amt als Kurator der Desiderius-Erasmus-Stiftung zurück. Seit etwa 14 Tagen versucht die Präsidentin der Stiftung, Dr. Erika Steinbach, in ungebührlicher Weise Druck auf meine journalistische Tätigkeit auszuüben.

Und zwar erstaunlicherweise sobald ich problematische Tendenzen am extrem rechten Rande der AfD (Björn Höcke, Wolfgang Gedeon, Doris von Sayn-Wittgenstein usw.) und bei der vom Verfassungsschutz überwachten „Identitären Bewegung“ und den „Neurechten“ von „Schnellroda“ sowie die gefährliche Hetze und Hassreden im Zusammenhang mit dem Mord an Regierungspräsident Lübcke auf meinem Blog kritisiere.

Sollte Frau Steinbach hier die Gesamtstimmung in der AfD wiedergeben, wäre das eine große Enttäuschung für mich, da ich bislang immer angenommen hatte, dass die AfD in ihrer großen Mehrheit vielmehr eine liberal-konservative als eine neurechte Partei ist. Eine Partei, die immer wieder mehr Unabhängigkeit und Freiheit für die Presse fordert.

Unter diesen Umständen kann ich die Mitgliedschaft im Kuratorium der Stiftung nicht länger weder mit meinem Gewissen als liberal-konservativer Demokrat, noch mit meiner Tätigkeit als Journalist und Publizist, der für Presse- und Meinungsfreiheit kämpft, vereinbaren.

Die Mitarbeit im Kuratorium der Stiftung war, insbesondere aufgrund der Zusammenarbeit mit den dort engagierten Persönlichkeiten, eine Zeit an die ich gerne zurück denken werde. Ich wünsche der Desiderius-Erasmus-Stiftung alles erdenklich Gute auf dem Weg in die Zukunft.

Berlin, am 29. Juni 2019, Dr. David Berger

Auf Twitter heißt es, Berger sei „gegangen worden“:

Die angegriffene Erika Steinbach war über den Schritt offenbar nicht informiert worden und veröffentlichte inzwischen eine Stellungnahme, die sie über Facebook an Berger sendete:

 

Gestern hatte die Junge Freiheit gefordert, die AfD solle „Rote Linien“ ziehen und von einem „gärigen Haufen“ in der Partei geschrieben, von dem man sich unbedingt trennen solle. Genannt werden in diesem Zusammenhang Sayn-Wittgenstein, Gedeon u.a.

Berger hatte im Vorfeld den Verleger Götz Kubitschek und seine Autoren der Zeitschrift Sezession scharf angegriffen und in diesem Zusammenhang von „intellektuell parfümierten Nazis“ gesprochen.

Von Rücktritten und Roten Linien: Wer die Distanz verliert, kommt darin um

 

 

12 KOMMENTARE

  1. Ich bezweifel dass das ein großer Verlust für die Stiftung sein wird.
    Als Quoten-Schwuler war er schon die falsche Wahl.
    Als Publizist sowieso. Die AfD springt erfolgreich aber selbstabschaffend über jedes, auch noch nicht hingehaltene Stöckchen. Leider bei der heutigen Deutschen Realität immer zu kurz.
    Hase und Igel.

  2. Dann kann er sich endlich (noch) mehr dem Exorzismus gegen Rechts widmen, oder verstärkt Energie darauf verwenden einen neuen Gazastreifen durch Europa zu ziehen, wo wie uns dann alle gegenseitig, unter seiner Regie, die Köppe einhauen dürfen.

    Die eigentliche Frage ist, wie man dem so lange auf den Leim gehen konnte. Warnungen gab es ja reichlich und satt. Alles Nzs außer David. Schwulenhasser sowieso.

  3. In JEDER Partei gibt es solche und solche. Solange sich die „Solchen und Solchen“ auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung bewegen, ist das NICHT zu beanstanden. Man muss sie deswegen nicht mögen. Sie haben jedoch wie jeder andere auch
    das Recht, ihre Meinung zu Problemen und ihre Vorschläge zur Problemlösung derselben kund zu tun und in die Debatte einzubringen.

    Das fortlaufende dümmliche und moralinbesoffene Gejaule wegen der – angeblich – so „bösen Rechten“ in der AfD geht einem wirklich dermaßen auf den Zeiger.

    Diejenigen die sich daran stören, sind eben keine echten Patrioten, sondern vielleicht sogar U-Boote ??

    Wem es bei der AfD nicht passt, der kann ja zu den Grünen oder Linken gehen, oder zur SPD, in welcher sich jede Menge Linksextremisten (wie von H.G. Maaßen festgestellt) bewegen.

    Wer hat sich darüber eigentlich schon einmal beschwert und und die SPD aufgefordert, sich von ihren Linksextremisten (Maas, Barley, Stegner, Steinmeier, Nahles, etc.) zu trennen oder zu „distanzieren“ ? WER ???

    Wenn es David Berger nicht passt, dass es im Patriotenlager Meinungen und Stimmungen gibt, die von seinen abweichen, dann soll er sich halt ein anderes Betätigungsfeld suchen. Wer hindert ihn daran ?

    Fakt ist, dass Berger hier eine ziemlich profilneurotisch anmutende Selbstinzenierung abzieht und sich in der Opferrolle wichtig machen will.

  4. Ich wusste es schon immer. Steinbach, Otte, Karim, alles Rächtzextreme. Zum Glück hat Dr. Dr. Berger ein Zeichen gesetzt. Wollen wir mal hoffen, dass sich die „Freien Medien“ ganz klar gegen Nazis positionieren und nicht den gleichen Fehler machen und ihren besten Mann vergraulen.

  5. Es ist beinahe schon peinlich, wie sehr Herr Berger mit seinen jüngsten Ausbrüchen das Klischee des profilneurotischen, hysterischen, homosexuellen Mannes bestätigt:
    Läuft es nicht nach seinem Willen fängt er an zu Kratzen, zu Kreischen und nach allen Seiten zu Treten.
    Philiopia Perennis war mir immer suspekt: Unter jedem Artikel die halbe Vita des Herrn Berger, immer wieder die Betonung seiner Leidensgeschichte als wegen seine Homosexualität geschasster Kirchenmann. *mimimi*
    Das er nun der patriotischen Bewegung, in der er meinte seine neue Heimat gefunden zu haben, schamlos in den Rücken fällt, war nicht anders zu erwarten:
    Hat er doch nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die ihm seiner Meinung nach zusteht! Tatsächlich gab es Menschen, die dem schwulen Platzhirsch mit absoluter Deutungshoheit Widerworte gaben und nicht seiner Meinung waren – also wirft sich das Kind auf den Boden, trampelt und stampft mit den Füßchen, nimmt seine Website offline und legt seinen Vorsitz bei der Desiderius-Erasmus-Stiftung nieder – nicht ohne vorher noch gleich einem erregten Schimpansen in alle Richtungen eine Hand voll Kot zu werfen.
    Die AfD und die Identitäre Bewegung sind mir sehr viel näher als der Quotenschwule David Berger. Möge er denn die Seiten wechseln und bei Anne Will sein Leid klagen über die bösen Rechten, die ihn plötzlich nicht mehr lieb hatten.
    Ja, es sollte eine rote Linie gezogen werden: Zu genau solchen Quotenprostituierten, Profilneurotikern und Sebstdarstellern wie Herrn David Berger!

  6. Mein seit den Anfangszeiten bestehendes Abo werde ich überdenken. Irgendwie, Dieter Stein ist überflüssig geworden.

  7. Mein seit den Anfangszeiten bestehendes Abo der JF werde ich überdenken. Irgendwie, Dieter Stein ist überflüssig geworden.

  8. @renegator

    Außerdem hat er noch versucht, die Vereinigung der Freien Medien zu instrumentalisieren, um nicht „linken“ zu sagen. Hat sich wohl etwas mehr „erklärte“ Schützenhilfe gegen Rächtz erwartet und ist nun beleidigt, weil kaum einer mit ihm in den Schimpansenkäfig steigen will?

    Ja ich weiß, ich bin ein olles Stänkerschein.
    Ist aber unabhängig davon nun mal trotzdem so, oder wusste er selber nicht was er vor hat?

  9. So manche hätten wohl sehr gerne, dass die AfD zur angepassten Systempartei mutiert. Dabie wird total vergessen, dass Behauptungen wie: „Nazi, Antisemit, Rassist“, keine Beweise sind, sondern dumme Kampfbegriffe jener, denen die echten Argumente fehlen.
    Höcke ist und war kein Nazi, man verdreht ihm ständig das Wort im Mund. Er ist ein mutiger Mann, der unsere selbstauferlegten Tabus bricht, was den echten Systemlingen natürlich nicht passt, weil sie von der Dummheit abhänging sind und der dumm gehaltene Wähler möglichts nicht NACHDENKEN soll.

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