Der rote Massenmörder: 50 Jahre Kulturrevolution

Noch immer ist in China die Kommunistische Partei an der Macht, auch wenn sich manches geändert und sich das Reich der Mitte dem Westen geöffnet hat.

mao zedong photo
Photo by Pricey

Im Mai 1966 begann Mao Zedong mit der Kulturrevolution, die ursprünglich nur ein halbes Jahr dauern sollte. Abermals sollten in den nächsten zehn Jahren Millionen Menschen ihr Leben verlieren.

So wurden Kinder in den Schulen gegen ihre Eltern aufgehetzt. „Die Liebe zu Mutter und Vater gleicht nicht der Liebe zu Mao Zedong“ – das ließ der Führer den Schülern in die Köpfe hämmern, damit sie ihre Eltern als Konterrevolutionäre denunzierten.

Mao_bibelIm Westen dagegen feierten große Teile der 68er Bewegung den Massenmörder und führten ihre „Mao-Bibel“ mit in jeden Hörsaal.

Einige Jahre zuvor hatte eine frühere Mao Kampagne den Chinesen eine entsetzliche Hungersnot beschert. „Der große Sprung nach vorn“ sollte aus China eigentlich eine führende Industriemacht formen. Über 45 Millionen Chinesen verhungerten jämmerlich an den Folgen der Planwirtschaft.

Der Diktator ließ sich einen Palast nach dem anderen bauen, während das Volk hungerte. Junge Frauen mussten ihm als Sexsklavinnen dienen. Niemand war sicher vor den Roten Garden, jeder konnte bezichtigt werden, auf dem „falschen Weg“ und damit ein Konterrevolutionär zu sein.

Der sozialistischen Gleichmacherei unter Maos Herrschaft fielen insgesamt mehr als 70 Millionen Menschen zum Opfer. Man vergleiche die Zahl der Kriegstoten im Zweiten Weltkrieg – sie beläuft sich auf ca. 66 Millionen.

Damit ist Mao unbestritten der größte Massenmörder aller Zeiten. Nach seinem Tod 1976 ergriff die sogenannte „Viererbande“ die Macht. Zu dieser Clique gehörte auch Maos Ehefrau Jiang Qing. Doch kurz darauf schon wurden sie entmachtet und die Kulturrevolution für beendet erklärt. Da man ihnen die Verantwortung in die Schuhe schob, konnte der Mao-Kult bis heute aufrecht erhalten werden.

Dennoch ist China im Wandel. Schon während der Kulturevolution hatte man damit begonnen, die Produktionsweise an den Westen anzupassen. Durch größtmöglichste Ausbeutung, die das chinesische System besser als jede lupenreine westliche „Demokratie“ ermöglicht, konnte China zur industriellen Großmacht aufsteigen.

1980 begann eine neue Kulturrevolution, dieses Mal im Iran, als Ayatollah Khomeini damit begann, das Bildungssystem zu islamisieren. Sie hält bis heute an.

Anzeige

für eine Banküberweisung finden Sie die Kontonummer im Impressum

Opposition 24 unterstuetzen
Ihre Email Adresse:

Hinweis zu den Kommentaren

Kommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder!
Redaktion
Über Redaktion 5647 Artikel
Frisch aus der Redaktion