Der Fall #Assange und seine Bedeutung für das Ende der Meinungsfreiheit

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Schweden hat die Ermittlungen zu den Vergewaltigungsvorwürfen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange eingestellt. Dahinter steckt keine Einsicht, sondern reiner Pragmatismus. Die Nordfrau, personifiziert durch die stellvertretende Direktorin der schwedischen Strafverfolgung, Eva-Marie Persson, hat ihre Schuldigkeit getan. Wozu soll sich das vom Bombenterror geplagte Ikea-Land noch mit einem fragwürdigen Prozess belasten und bis auf die Knochen blamieren? Die USA brauchen keinen Vorwand mehr, um Assange in ihre Finger zu kriegen, die Briten haben dem Auslieferungsersuchen zugestimmt. Der Umweg über Schweden ist überflüssig. Am 20. Februar 2020 beginnt der Prozess zu Auslieferung von Assange. Solange bleibt er in Haft.

Die Botschaft ist klar und eindeutig. Wer sich mit den Mächtigen anlegt, dem wird der Prozess wegen Hochverrat gemacht, selbst wenn er gar nicht Bürger des Landes ist, das ihn vor Gericht zerren will. Und man kann davon ausgehen, dass dies geschehen wird. Spekulationen in Truther-Kreisen, dass Donald Trump doch eigentlich auf der Seite von Assange sei und ihm heimlich ein Angebot unterbreiten wird, dass er möglicherweise mit einer neuen Identität noch mal ganz von vorne anfangen kann, geistern durchs Netz und zeugen davon, wie dort der Fall und seine weltweite Bedeutung für die Meinungsfreiheit unterschätzt und genauso heruntergespielt wird wie im Mainstream. Nur einer der ganz großen „Verschwörungstheoretiker“, der von allen belächelte David Icke, sieht das anders. Für steht schon lange fest, dass an Julian Assange ein Exempel statuiert wird und die Rolle von Donald Trump alles andere als die eines heimlichen Helfers ist, auch wenn er von den Enthüllungen der Clinton-Mails profitiert hat. Und Icke hat recht damit. Niemand wird in die Fußstapfen von Assange treten oder sich ein Beispiel an Edward Snowden nehmen, jeder noch so „investigative Journalist“ bei den großen Medienanstalten würde auch nur im Entferntesten seinen Gehaltsscheck riskieren und sich mit irgendeiner Regierung anlegen. Ganz egal, ob Assange lebenslänglich kriegt, auf dem elektrischen Stuhl landet oder in das halluzinierte Zeugenschutzprogramm der QAnon-Anhänger wandert – wenn er von der Bildfläche verschwindet, bleibt die Botschaft stets die gleiche. Schweig oder stirb!

Die Entwicklung war lange vorhersehbar, jetzt ist für die ganz brisanten Enthüller der Ernstfall eingetreten. Wer die rote Linie überschreitet, muss mit dem Schlimmsten rechnen. Solange man als Spinner gilt, wie David Icke, hat man einen gewissen Schutz, geht es aber um echte Staatsgeheimnisse, kennt das System kein Pardon. Einen ähnlichen Verlauf kann man bei den aktuell diskutierten Enteignungen und Strafzinsen auf Vermögen beobachten. Erst geht es denen da oben an den Kragen. Aktuell sind Sparguthaben über 100.000 Euro je nach Bankinstitut gefährdet. Ist die obere Ebene rasiert, wird die Schwelle gesenkt und so weiter, doch wie üblich wählen die meisten Kälber noch immer ihren Lieblingsmetzger.

Wenn mir die Nachrichtenlage zu sehr aufs Gemüt drückt, pflege ich einen Spaziergang in die nahe gelegenen Felder. Schon nach wenigen Metern erreiche ich die ersten Schafe. „Blök“, sagt Nummer Dreizehn zu mir. „Die neben uns haben es gut, das ist ein Bio-Bauer.“ „Woran erkennt man das?“, frage ich zurück. „Na, ganz einfach. Der markiert seine Schafe nicht mit Farbe, er behandelt sie anständig“, erwidert das Tier. „Und er lässt auch keine Tiere abholen, richtig?“ „Blök!“ Da fiel mir wieder ein, dass Tiere gar nicht sprechen können.

1 KOMMENTAR

  1. Zum einen dürfte nun wohl langsam jedem halbwegs aufmerksamen Beobachter des Weltszenarios die letzte Scheuklappe vor dem, was die Kulissenschieber hinter dem antifaschistischen Schutzwall „Verschwörungstheorie“ („I am shivering of anticipation“) zu verbergen („Hidden in plain sight“) trachteten, nämlich sich selbst, fallen – dazu, denn wie sagte doch Mephisto, „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft“, trug diese erbärmlich offensichtliche Schwedennummer schon fast burlesk bei, womit wir zum anderen, wie im Artikel offen vermeldet, auch langsam die immer grotesker werdende Tagesordnung verlassen können, um uns so einfach mal vermittels ein paar innovativer Gedanken eines David Icke et al. (mult. al.!) zur Umorientierung geistig erhellen zu lassen! Wie sagte doch Wolfgang Neuss so schön: „Heut mach ick mir keen Abendbrot, heut mach‘ ick mir Jedanken.“

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