Der Aufstand der Vergessenen

Wir erleben die Tage den Aufstand der Vergessenen – die bisher von der Welt und Europa, ihrem eigenen Schicksal überlassen wurden, in den überfüllten Flüchtlingslagern, jenseits der syrischen Grenze.

Europa findet bis dato keine gemeinsame Antwort auf diese Krise.

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Die Nachrichten und Bilder der letzten Wochen lassen niemanden kalt.

Von Beginn an ersetzt die Logik des von Gerüchten aufgepeitschten Aufstands das planvolle politische Handeln in Berlin.

Die Vergessenen treten Grenzen ein und erzwingen ihre Aufnahme – Das ist einmalig, eigentlich revolutionär – Ein

Frühling der Flüchtlinge, sie werden sich ihrer Macht bewusst und sind gut organisiert – auch weil die angepissten Griechen sie passieren lassen.

Heute herrscht am Busbahnhof von Istanbul Goldgräberstimmung, aber nicht Alaska ist das Ziel der “verzweifelten” Flüchtlinge/ Migranten, sondern Deutschland, um dort zu arbeiten und zu studieren.

Unweigerlich sind wir nun selbst Gefragte und müssen Position ergreifen, unsere eigene Rolle überdenken und definieren, uns ins Verhältnis zu diesem Aufstand stellen.

Auf welcher Seite stehen wir und welche eigenen Interessen vertreten wir? Wenn es die Kanzlerin nicht tut, dann müssen wir es selber tun. Das Hüh & Hott der Kanzlerin ist unglaublich – incroyable – unglaubwürdig., wie Die Welt heute kommentierte.

Heute stehen sich gegenüber, die Fraktion des #RefugeesWelcome Anhangs, der sich bis zur Selbstaufgabe dem Altruismus, der christlichen Barmherzigkeit verschrieben hat, die der Losung der Kanzlerin folgen und die Fraktion der Kritikern, die auf die Einhaltung von Recht und Ordnung pocht.

Den ersten wird viel mediale Aufmerksamkeit eingeräumt, den Kritikern nicht – “den Fremdenfeinden” will niemand zuhören – auch wenn die Stimmen annähernd den Tonfall der europäischen Nachbarn  trifft – “Wahnsinn, die spinnen, die Deutschen”.

Die Migratenkrise stellt unsere Zivilgesellschaft auf die Probe, wirft sie mit aller Macht aus der Komfortzone. Sie ist der Stresstest, der beweißt, was wir, in welcher Zeit, im Falle eines Falles, bewältigen und nicht bewältigen können. Welche Schwachstellen, welche unerledigten Aufgaben dabei auftauchen

(sozialer Wohnungsbau, Gesundheitsversorgung, Erziehungswesen usw.).

In den ersten 15 Tagen des Septembers, sind auf einen Schlag über 70 TSD Menschen nach Deutschland gekommen. Täglich lassen sich mehr als 2000 Migranten in NRW registrieren und ziehen an die 1500 pro Woche weiter in die Niederlande. Das ist eine Herausforderung, die wir nicht eben mit Links meistern können.

Die Migranten sind hoch mobil, mit Smartphones ausgerüstet und über die sozialen Medien gut vernetzt und informiert, sie finden ihre Wege nach West- und Mitteleuropa.

Die Welt schaut auf Deutschland und auf Europa. Die Kriegsflüchtlinge aus Syrien, Eritreer und Afghanistan kommen mit einer menschlichen Sehnsucht, dem Versprechen auf persönliches Glück.

Einem Glück, welches ihnen auf allen Kanälen medial vorgekaut wird, dass dieses Glücksversprechen nur ein Versprechen ist, geht dabei oft genug unter – weil eben die Helden des Happy Ends von Glück überstrahlt sind.

Das Streben nach Glück fragt nach Strategien, nach Wegen zum Glück, um dem Tod zu entrinnen. Dem Tod dem die Flüchtlinge in ihrer Heimat tagtäglich ins Gesicht sehen müssen – Die Menschen flüchten aus glücklosen Räumen.

Keiner der flüchtenden Menschen kommt ohne die Absicht seine wirtschaftliche Situation verbessern zu wollen. Wenige kommen, um ihr Land aus dem Exil heraus zu befreien.

Sie sind in der Mehrheit Glücksritter – soldiers of fortune. Den Bomben sind die Immigranten längstens entkommen, sie suchen wirtschaftlichen Erfolg und das ist gut so.

Und sie wissen, diesen finden sie nur in einem geordneten und sicheren Staatsgebilde. Die sie begleitende Propaganda ist nachhaltig, sie verpasst nicht jene zu verbessern, die von Migranten sprechen.

Sicherheit und Ordnung, wie wir sie hier in Europa kennen, für viele von uns vielleicht sogar in übertriebenen Maße kennen, ist die Basis dieses Wirtschaftlichen Erfolgs.

Unsere Politik will einen starken, wehrhaften Staat, etwas was die Migranten aus den Lagern in der Türkei, in Jordanien und im Libanon auch ersehnen.

Die Hunderttausend “soldiers of fortune” lassen sich nicht vom Weg abbringen und es gibt inzwischen Bilder, wo Gruppen von Jungs, Männer mit Kindern unterm Arm, sich gewaltsam Zugang nach Europa verschaffen wollen und dabei auch propagandistisch unterstützt werden.

Der Marsch ist kein Zufall des Schicksals, die Flüchtlinge und ihre Sehnsucht ein Instrument und Teil eines Skripts, an dem unterschiedliche Interessen mitgeschrieben haben.

Die Gewalt nimmt zu. Griechenland hat, seit dem Ende der Verhandlungen über seine Umschuldung mit der EU, aufgehört seine Grenzen effektiv zu sichern, Gesetze werden willentlich ignoriert, Fluchthelfer fördern die illegale Einreise, Wasserwerfer und Tränengas drängen Menschen zurück, Gerüchte peitschen die Menschen auf.

Aus dem größten Aufnahmelager in Gießen wird von Vergewaltigungen und von Auseinandersetzungen rivalisierender Gruppen berichtet. Helfer beklagen den Kontrollverlust.

Wir sind dieser Situation nicht gewachsen,
weil wir nicht gut vorbereitet sind,
weil nicht früh genug zugehört wurde”
(Diana Hennings/Berlin Moabit Hilft)

Weil nicht zugehört wurde – Passender kann man das Versagen der Politik und insbesondere den Alleingang des Kanzleramtes nicht beschreiben – Zuhören ist immer noch nicht die Stärke der Administration Merkel – Der Zug ist abgefahren und viele Deutsche fühlen sich übergangen und vor vollendete Tatsachen gestellt – Friss oder stirb – Es stärkt jene Kräfte, die die Eigeninteressen des Landes gewahrt sehen wollen und fördert nicht den common sense, der für eine gewaltlose Integration und Inklusion so vieler Menschen in unsere Zivilgesellschaft nötig ist.

“Wir schaffen das”

Der spielt mit dem Feuer, wer mit Drei-Wort-Sätzen und Plattitüden und Slogans Politik macht.  Der ist mit dem Klammerbeutel gepudert – Die Naivität kennt keine Grenzen.

Die Kanzlerin und ihre Administration handeln unverantwortlich nach Innen und nach Außen – Da helfen auch nicht die Bilder von Flüchtenden, die Fotos der Kanzlerin in den Händen halten – inzwischen rufen sie an den Außengrenzen – Where are you Angela Merkel?

Deutschland ist gespalten. Die alte Ordnung und Sicherheit ist perdu, sagt Jakob Augstein.

Er glaubt auch nicht mehr, wie nationalliberale und nationalkonservative Kommentatoren, an den Erhalt der alten Ordnung und Sicherheit. Was wird sich ändern und ist es vereinbar mit uns bzw. wir mit ihnen?

Der Alleingang, die einsame Entscheidung der Kanzlerin war unverantwortlich. Die bereits aufgetretenen und noch zu erwartende Gewalttätigkeiten sind die Folge dieser Naivität.

Was Bitte, muss noch passieren, bis die Politik auch in die Tiefe der Zivilgesellschaft hinein hört? – Wer nicht hören will, der muss fühlen, gilt auch für die Politik.

Wenn Ordnung und Sicherheit in Gefahr sind, dann ist auch der soziale Frieden gefährdet.

Ungefragte Hilfsbereitschaft wird selten belohnt – weil woher wissen wir, was die Neuankömmlinge erstreben, wie sie sich das Leben in “New-Syria” vorstellen?

Was auch immer – wir sollten hinhören, was die einen und die anderen sagen; und klären, ob die Lebensgewohnheiten mit unserem “way of life” in Europa vereinbar sind.

Die Integration  bzw. Inklusion ist zum Scheitern verurteilt, wenn sie wie bisher als Ziel verstanden wird und nicht als einen anhaltenden Prozess, der einher geht mit vielerlei “crossing overs”.

 

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