Zwei Wochen vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg spricht Tino Chrupalla Klartext über die Stimmung zwischen Stralsund und Zwickau: “Viele Bürger hier haben das Gefühl, auch was Meinungsfreiheit angeht, dass Dinge sich wiederholen”, zum Beispiel die zunehmenden Denk- und Sprechverbote.

Der GroKo macht der AfD-Mann schwere Vorwürfe: “Eine Rezession ist im Anmarsch und bisher ist keine Reaktion der Bundesregierung sichtbar”. Chrupalla, der auch stellvertretender Vorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion ist, sieht die Regierung Merkel in einer “Filterblase leben”, weit entfernt, “von den wirklichen Problemen der Bevölkerung”.

Diese und andere Diagnosen stellt der 2017 in den Bundestag gewählte Maler- und Lackierermeister, der sich ein eigenes Unternehmen aufgebaut hat und damit von einem bürgerlichen Beruf in die Politik wechselte – inzwischen eher eine Seltenheit in Berlin, wo die politische Filterblase wächst, während das Vertrauen der Bürger in die politische Kaste schwindet und die Wirtschaft in eine Krise abgleitet, die Autoindustrie steckt längst in der Rezession.

Chrupalla haben wir in diesem Interview zur Stimmung im Osten der Republik befragt, zu seinen Wahlkampferfahrungen in einem ideologisch gespaltenen und zunehmend gewaltbereiten Land.
Der Abgeordnete, der 2017 in Görlitz eines der ersten Direktmandate für seine Partei gewinnen konnte, äußert sich auch zu möglichen Regierungen und Koalitionen nach den 3 kommenden Landtagswahlen und zur Verrohung der öffentlichen Debatte: “Wir sollten alle abrüsten”, sagt er, “und mehr auf den Dialog und die Vernunft setzen”.


Quelle: Privatinvestor Politik Spezial