Samstag, 02 Januar 2021 14:00

Illegale Silvesterparty in Frankreich: Widerstand gegen Auflösung, drei Gendarmen verletzt

von RT DE

Die illegale Party fand in der Stadt Lieuron im Département Ille-et-Vilaine im Nordwesten des Landes statt, ungeachtet der Corona-Einschränkungen und des Verbots von Massensammlungen.

Dabei waren etwa 2.500 Menschen anwesend, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf lokale Behörden mitteilte. Die Feiernden waren demnach auch aus anderen französischen Départements und sogar aus dem Ausland angereist.

Als die Gendarmen vor Ort eintrafen, um die Party aufzulösen, zeigten deren Teilnehmer wenig Bereitschaft, mit dem Feiern aufzuhören. Die Beamten wurden mit verschiedenen Gegenständen und Feuerwerkskörpern beworfen, drei Gendarmen wurden dabei leicht verletzt. Ein Video vor Ort zeigt einen Polizeiwagen, der in Brand gesetzt wurde. Zudem sind jubelnde Zuschauer zu sehen.

Trotz der Bemühungen der Behörden wurde die Party fortgesetzt. Die Gendarmen mussten letztendlich die Umgebung der Party absichern, damit sich keine neuen Teilnehmer den Feiernden anschließen. Desinfektionsmittel und Masken seien verteilt worden, um das Risiko einer Ausbreitung des Coronavirus zu minimieren.

Die Party fand in einer alten Lagerhalle statt, die einer Transportfirma gehört. Die Staatsanwaltschaft leitete in dem Fall Untersuchungen ein, um die Veranstalter der Party und diejenigen festzustellen, die Gewalt gegen die Gendarmen angewendet hatten.

Wegen der COVID-19-Pandemie gelten in Frankreich enge Kontaktbeschränkungen. Laut einer Regierungsempfehlung sollten sich auch am Silvesterabend nicht mehr als sechs Erwachsene zu Hause treffen. Eine nächtliche Ausgangssperre untersagt zudem das Verlassen des Hauses zwischen 20.00 Uhr und 6.00 Uhr ohne triftigen Grund.

 

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