Grafik: Collage Pixabay

Leider handelt es sich bei diesem WELT-Artikel um keinen Aprilscherz: So erkennt die Corona-App, ob Sie Kontakt zu einem Infizierten hatten. Ausführlich wird beschrieben, wozu die heutige Technik bereits in der Lage ist. Wie immer heißt es, die Anonymität der Nutzer habe höchste Priorität. Wenn dem allerdings so wäre, käme man gar nicht erst auf die Idee, eine solche App zu entwickeln.

„Die Idee der von dem deutschen IT-Unternehmer und Regierungsberater Hans-Christian Boos koordinierten Gruppe ist einfach: Über den Funkstandard Bluetooth Low Energy (Bluetooh LE) sollen sich Smartphones, deren Besitzer einander nahe genug für eine potenzielle Infektion kommen, gegenseitig finden und anonym einen Zahlencode zur Identifikation austauschen.“ Quelle: WELT

Die Nutzer sollen sich diese App freiwillig herunterladen können. Kommt nicht genügend Beteiligung zustande, kann das Projekt nicht umgesetzt werden. Was aber, wenn die Regierung Auflagen erlässt, dass man nur noch mit einem Smartphone, auf dem die App aufgespielt ist, auf die Straße darf? Undenkbar ist dieses Szenario nicht, waren es doch vor allem „besorgte Bürger“, die nach Maßnahmen wie in China geschrieen haben.

Die Computerzeitschrift CHIP rührt ebenso die Werbetrommel: Warum eine Smartphone-App bald für alle wichtig werden könnte. Die frühere Piratenpolitikerin und Datenschutzaktivistin Anke Domscheit-Berg – heute bei der „Linken“ – äußert sich in dem Artikel positiv zu solchen Plänen. Vor zwei Tagen bereits war in einer dpa-Meldung die Rede von einer breiten politischen Zustimmung für die freiwillige Stopp-Corona-App, die Bundesregierung würde allerdings noch zögern.

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