#Charlottenburg: Chefarzt bei Vortrag in Klinik erstochen

    Immer mehr Details werden zu der Bluttat in einer Privatklinik in Berlin-Charlottenburg bekannt. Bei dem Toten handelt es sich laut dem „Tagesspiegel“ um den Sohn von Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker. der auch Chefarzt für Innere Medizin sei. Ein „Mann“ sei aus dem Zuhörerbereich auf den Dozenten losgegangen und habe ihn mit einem Messer schwer verletzt, dass er kurz darauf verstarb, heißt es weiter. Ein Zuhörer, der dem Arzt zu Hilfe kam, soll ebenfalls schwer verletzt worden sein. Der Täter wurde offenbar von weiteren Teilnehmern überwältigt und von der Polizei festgenommen.

    Die B.Z. zeigt in ihrem Artikel ein Bild des Täters, wie er von der Polizei abgeführt wird. Er hat die Jacke über den Kopf gehängt und verdeckt sein Gesicht. Zu seiner Identität und einem Motiv sei derzeit noch nichts bekannt.

    5 KOMMENTARE

    1. Ich möchte hier an einen Disput mit der Redaktion erst vor etwa einer Woche erinnern, in dem ich die Sinnhaftigkeit schärferer Strafen bei Angriffen auf medizinisches Personal verteidigte . . .

      • Ihre Meinungsäußerungen sind hier jederzeit Willkommen und erwünscht. Wo kämen wir da hin, wenn es nichts zu disputieren gäbe?

    2. @Rösch, Äppel mit Birnen (insbesondere aus niederen Beweggründen) vergleichen ist kleingeistig.

      Was hat dieser völlig anders gelagerte Fall mit der Geschichte von damals zu tun? Seinerzeit ging es um Medizinpersonal, dass im Einsatz (wahrscheinlich von einem ganz bestimmten Klientel) an der Ausübung seiner Arbeit gehindert wird. Ursachen nicht konkret benennen aber Forderungen stellen gilt nicht! Die Ärzteschaft weiß doch wo genau das Problem liegt. Wer schweigt stimmt zu und sollte dann auch nicht heulen. Verwerfungen für’s gemeine Volk sind ok, solange sie Ärzte nicht betreffen?

      PS
      Es steht Richtern immer noch frei für derartige Angriffe mögliche Strafmaße voll auszuschöpfen. Solange das nicht passiert ist eine Sonder-Strafbarkeit im Sinne höherer Kasten völlig überflüssig und außerdem generell mit Rechtsstaatlichkeit nicht vereinbar. Wo kämen wir hin, wenn „Opfer“ (auch noch offiziell) nach Berufsstand gewichtet werden.

      PPS
      Es betrifft übrigens nicht nur Ärzte, sondern auch Einsatzfahrer, Feuerwehrleute (ohne Abitur) und auch Taxifahrer, die evtl. einen Schwerverletzten transportieren, kann ja alles sein…

    3. Verstehen Sie den Unterschied wirklich nicht? Dann kann ich auch nicht mehr helfen; es bleibt mir nur der Verweis auf den Kreis „besonders geschützter Personen“ nach der Haager Landkriegsordnung.

    4. Ach, die ist wieder in Kraft? Wusste ich nicht.

      Mal ein anderer Denkansatz:
      Evtl. sollten besonders geschützte Personen (die mit tatsächlichem Einfluss) sich dafür stark machen, dass das Kriegsrecht unnötig wird. Wie genau bringt man die dazu? Durch Abschirmung?

      Bei der Gelegenheit könnte man auch sämtlichen Parlamentariern Wohnquartiere in Flüchtlingsunterkünften zuweisen. Ein Verlassen der eigenen Wohlfühlzone kann Wunder bewirken.

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