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Gummizelle – foto: sssccc / 123RF Standard-Bild

Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen nähere Angaben gemacht zu dem Überfall gemacht, bei dem ein 15-jähriger Teenager ums Leben gekommen ist. Demnach stammte der Junge aus dem Irak und soll grundlos von einem 29-jährigem Mann mit einem „Stichwerkzeug“ angegriffen worden sein. Der Täter habe die deutsche Staatsangehörigkeit und soll verwirrt wirken. Von einer psychiatrischen Untersuchung und einer Einweisung in eine Fachklinik, wie es in solchen Fällen üblich ist, wurde aber bisher nichts bekannt.

Originalwortlaut der Pressemeldung

Gestern Abend gegen 21.45 Uhr befuhr ein 15 Jahre alter Jugendlicher mit seinem Fahrrad die Bahnhofstraße stadteinwärts, als er plötzlich und unvermittelt, und mutmaßlich auch grundlos von einem 29 Jahre alten Mann mit einem Stichwerkzeug schwer verletzt wurde.

Augenzeugen haben berichtet, dass der Täter sich zuvor in einem Hauseingang aufgehalten hatte.

Das Opfer kam ins Krankenhaus und erlag kurze Zeit später seinen schweren Verletzungen. Der Junge ist irakischer Herkunft und wohnt in Celle.

Der mutmaßliche Täter mit deutscher Staatsangehörigkeit wurde durch die Zeugen festgehalten und den eintreffenden Polizeibeamten übergeben, die den Mann vorläufig wegen Verdacht des Totschlags festnahmen.

Zur Motivlage des Beschuldigten gibt es bisher noch keine konkreten Anhaltspunkte. Bei seiner Festnahme wirkte der 29-Jährige verwirrt. Der Beschuldigte, der anwaltlich vertreten wird, hat bisher keine Angaben zur Sache gemacht.

Die Ermittlungen dauern an.

Weitere Auskünfte werden derzeit nicht erteilt.

Nachtrag

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg, Zweigstelle Celle, stellte heute einen Haftantrag wegen Totschlags, dem der zuständige Haftrichter heute Nachmittag entsprach und die Untersuchungshaft gegen den 29 Jahre alten, deutschen Beschuldigten anordnete.

Dem Mann wird vorgeworfen, gestern Abend einen 15-Jährigen aus Celle offenbar grundlos mit einem Messer niedergestochen zu haben, als dieser zufällig auf seinem Fahrrad in der Bahnhofstraße an dem Beschuldigten vorbeigefahren war.

Der mutmaßliche Täter hat sich auch vor dem Haftrichter heute nicht zum Tatvorwurf geäußert.

Die bisherigen Ermittlungen lieferten in keiner Hinsicht Anhaltspunkte für eine ausländerfeindliche oder politisch motivierte Tat.

Ob der Beschuldigte, der aus Celle kommt, an einer psychischen Krankheit leidet, ist unter anderem Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Nach derzeitigen Ermittlungsstand dürfte der 15-Jährige, ein Zufallsopfer gewesen sein.

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