Bundeswehrskandal: GBA nimmt weiteren Komplizen von Franco A. fest

Karlsruhe  – Die Bundesanwaltschaft hat heute den 27-jährigen deutschen Staatsangehörigen Maximilian T. in Kehl festnehmen lassen.

Symbolbild / Foto: albund / 123RF Lizenzfreie Bilder

Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, aus einer rechtsextremistischen Gesinnung heraus gemeinsam mit den bereits am 26. April 2017 festgenommenen Franco A. und Mathias F. eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben. Die Pressestelle der Bundesanwaltschaft wird hierzu heute um 14:30 Uhr eine kurze Erklärung vor Medienvertretern abgeben.

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In dem Haftbefehl ist im Wesentlichen folgender Sachverhalt dargelegt: Nach dem Ergebnis der bisherigen Ermittlungen planten Franco A., Mathias F. und Maximilian T. einen Angriff auf das Leben hochrangiger Politiker und Personen des öffentlichen Lebens, die sich für eine aus Sicht der Beschuldigten verfehlte Politik in Ausländer- und Flüchtlingsangelegenheiten engagieren. Konkret hatten die Beschuldigten ihre möglichen Anschlagsopfer in einer Liste unter verschiedenen Kategorien erfasst. Unter anderem sind dort Bundespräsident a. D. Joachim Gauck und Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas verzeichnet.

Die Ausführung der Tat sollte Franco A. übernehmen. Dazu hatte er sich unter einer fiktiven Identität eines syrischen Flüchtlings als Asylsuchender registrieren lassen. Auf diese Weise wollten die drei Beschuldigten nach dem Anschlag den Verdacht auf in Deutschland erfasste Asylbewerber lenken. In der Folge bezog Franco A. wiederholt Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, die er zum Teil bei den örtlichen Behörden persönlich abholte. Die dadurch entstandenen Abwesenheiten deckte zumindest zum Teil Maximilian T., in dem er Franco A. gegenüber Vorgesetzten mit entschuldigte.

Zur Vorbereitung des Angriffs beschafften sich die Beschuldigten in Österreich eine Pistole des Herstellers Manufacture d’Armes des Pyrenees Francaise, Modell 17, Kaliber 7,65 mm Browning, die sie zunächst zwischenlagerten. Mitte Januar nahm Franco A. die Waffe an sich und verwahrte sie in einem Putzschacht auf einer Behindertentoilette am Wiener Flughafen. Dort wurde sie wenig später von Beamten der österreichischen Polizei entdeckt. Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurden Franco A. und Mathias F. in einem Verfahren der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main am 26. April 2017 festgenommen. Das Ermittlungsverfahren ist zwischenzeitlich übernommen worden. Die von den drei Beschuldigten geplante Tat sollte von der Bevölkerung als radikal-islamistischer Terrorakt eines anerkannten Flüchtlings aufgefasst werden.

Gerade im Hinblick auf die fortdauernde öffentliche Diskussion in der Ausländer- und Flüchtlingspolitik hätte ein vermeintlicher Terrorakt eines registrierten Asylsuchenden besonderes Aufsehen erregt und zu dem allgemeinen Gefühl einer Bedrohung beigetragen. Vor diesem Hintergrund handelt es sich um eine staatsschutzspezifische Tat von besonderer Bedeutung. Der Beschuldigte wird heute dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der ihm den Haftbefehl eröffnen und über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheiden wird.

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5 Kommentare

  1. Sieht nach Säuberungsaktion aus? Gewalt – auch in nachgewiesener Planung – darf nicht geduldet werden.
    Aber ich habe eine andere Frage: “Hochrangige Politiker – Personen der öffentlichen Lebens”
    Wieso zählen Gauck und Maas dazu?

  2. Vielleicht sollte man am Kopf des Fisches, von dem der aus am meisten stinkt, mal aufräumen.

  3. Echt, so´n Aufwand für den Gauckler und das Maasmännchen? Wer steht denn noch auf der Liste? Das kann doch nicht alles gewesen sein! Übrigens muss man da schon ziemlich nah rankommen, wenn man jemand mit so´ner uralten französischen Offizierspistole erledigen will. Ich würd mir so´n Ding höchstens an die Wand hängen. Geiles Sammlerstück!

    • Es werden wahrscheinlich die falschen Fragen gestellt werden, “Warum die (Täter) diesen Angriff planten”(?)
      Mich würde eine ganz andere Frage interessieren: Was haben diese Personen Gauck,Maas u.a, denn für ein Anlass geboten, dass man sie hasst und ggf. bedroht?
      Wer anständig durchs Leben geht, höflich zu anderen ist und respektiert hat gewöhnlich nichts zu befürchten…oder?

      In meiner Jugendzeit hatten wir mal einen Hausmeister, der lag täglich schon auf der Lauer um uns an jeder Ecke zu beobachten und zu drangsalieren bis der zu unseren Eltern petzte: “Wir hätten heimlich geraucht und in seine Hecke gepullert…”

      Zwei Tage später beschwerte er sich bei allen und holte die Polizei, weil mehrere Personen unter seinen Abtreter geschissen hätten… (Ich weis nicht wer es war..)

  4. Ist das jetzt der Reichstagsbrand? Werden wir nun Notstandsgesetze bekommen? Ich weine leise in mein Kissen.

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