Bundesapothekerkammer begrüßt neues Cannabisgesetz

Der Jubel der Apotheker ist kein Wunder, schließlich wird ihr Geschäftsmodell durch das neue Gesetz in keiner Weise beschnitten.

Photo by M. Martin Vicente

Berlin: Die Bundesapothekerkammer begrüßt, dass in Zukunft Patienten mit medizinisch notwendigem Cannabis versorgt werden können. „In ärztlicher Hand ist Cannabis eine weitere Therapieoption. Wir freuen uns, dass unsere langjährige Forderung aufgegriffen wurde und medizinisch notwendiges Cannabis wie andere Arzneimittel behandelt wird“, sagt Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer. „In Zukunft können Patienten Rezepturarzneimittel aus Cannabis in kontrollierter pharmazeutischer Qualität aus der Apotheke bekommen. Die Krankenkassen können diese Medikamente nach vorheriger Genehmigung auch erstatten.“

Das „Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften“ wurde heute in der 2./3. Lesung vom Bundestag verabschiedet. Es tritt nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.

Zur Zeit wird gesellschaftspolitisch diskutiert, ob Cannabis zu Genusszwecken in Deutschland legalisiert werden soll. Das aktuell verabschiedete Gesetz bezieht sich nur auf medizinisch verordnetes Cannabis. Kiefer: „Jeder weiß: Medikamente haben Risiken und Nebenwirkungen. Es wäre fahrlässig und falsch, aus dem medizinischen Einsatz zu folgern, dass Cannabis als Genussmittel harmlos wäre.“ Aus Sicht der Apothekerschaft sollte die Legalisierung zu Genusszwecken sorgfältig geprüft werden, da der Konsum von Cannabis mit Risiken verbunden ist. Risiken sind u.a. das erhöhte Unfallrisiko, eine Assoziation mit psychischen Erkrankungen, wie Angststörungen und Depression, und die mögliche Entwicklung einer Sucht.

via beipress

Anzeige

für eine Banküberweisung finden Sie die Kontonummer im Impressum

Opposition 24 unterstuetzen
Ihre Email Adresse:

Hinweis zu den Kommentaren

Kommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder!
Redaktion
Über Redaktion 5641 Artikel
Frisch aus der Redaktion

2 Kommentare

  1. Die Apothekerkammer teilt mit:
    Wir Freuen uns aufrichtig, dass die staatlich überwachte Abzocke unserer Patienten auch in diesem Bereich munter weitergehen kann.
    bla bla bla bla

  2. Klar wittern gerade die ihr Geschäft!
    Die Pillenlobby hat es ja auch geschafft, den Internetanbieter Doc Morris aus dem Geschäft zu drängen mit dem fadenscheinigen Argument „Kundenberatung“, welche da angeblich fehlt.
    Nun versuchen sie, das Geschäft selber zu machen mit ihrer Onlineapotheke.
    Mich können die mal!

Kommentare sind deaktiviert.