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Rund drei Monate vor der Brandenburger Landtagswahl liegt die AfD im BrandenburgTrend vom rbb erstmals vor den anderen Parteien.

Wenn bereits am Sonntag Landtagswahl wäre, käme die Partei auf 21 Prozent. Das ergab die Meinungsumfrage von infratest dimap im Auftrag des Fernsehmagazins BRANDENBURG AKTUELL und von ANTENNE BRANDENBURG. Gegenüber der letzten Umfrage im April legt die AfD um 2 Prozentpunkte zu. Stärkster Gewinner der jüngsten Erhebung sind die Bündnisgrünen, die mit 17 Prozent (+5) jetzt gleichauf mit der CDU liegen (-3). Die SPD käme auf 18 Prozent (-4) und läge damit erstmals bei einer Brandenburger Landtagswahl unter der 20-Prozent-Marke. Der Koalitionspartner Linke hätte 14 Prozent (-2). Die FDP liegt bei konstant 5 Prozent und könnte wieder in den Landtag einziehen. Die Vereinigten Bürgerbewegungen BVB/Freie Wähler kämen auf 4 Prozent.

Die amtierende rot-rote Koalition ist damit weit von einer erneuten Mehrheit entfernt. Die Landesregierung hat an Zustimmung verloren, ihre Arbeit stößt auf ein geteiltes Echo. Nur noch 48 Prozent (-3) zeigen sich zufrieden, 49 (+2) Prozent sind unzufrieden.

Bei den wichtigsten politischen Problemen, die nach Ansicht der Brandenburger vordringlich gelöst werden müssen, liegen Infrastruktur und Verkehr ganz vorn. 25 Prozent der Befragten mahnen unter anderem bessere Straßen, Krankenhäuser oder einen schnelleren Internetzugang an. Im Vergleich zu Februar 2015 ist das ein erheblicher Anstieg von 20 Punkten. An zweiter Stelle rangieren Fragen von Bildung, Schule und Ausbildung (22 Prozent, +7). Das Thema Umweltschutz und Klimawandel rückt in die Top 3 der politischen Agenda vor (19 Prozent, +7). Die gößte umweltpolitische Kompetenz sehen die Befragten bei den Grünen (52 Prozent). In der Bildungspolitik hat die SPD einen leichten Kompetenzvorsprung (20 Prozent) vor CDU und Linken (je 18 Prozent). Die Bekämpfung von Kriminalität und Verbrechen sehen 26 Prozent bei der CDU am besten aufgehoben, hinter ihr liegen AfD (18 Prozent) und SPD (14 Prozent).

Wenn ein Ministerpräsident direkt gewählt werden könnte, würde SPD-Amtsinhaber Dietmar Woidke mit 48 Prozent vorn liegen. CDU-Herausforderer Ingo Senftleben könnte nur mit 11 Prozent rechnen. Bei den CDU-Anhängern hat SPD-Mann Woidke mehr Rückhalt (42 Prozent) als der eigene Kandidat (37 Prozent). Den AfD-Spitzenkandidaten Andreas Kalbitz sehen nur 8 Prozent in der Ministerpräsidentenrolle. Nur jeder dritte AfD-Anhänger (34 Prozent) wünscht sich Kalbitz in diesem Amt.

2 KOMMENTARE

  1. Meine Lieben in Brandenburg und Sachsen, die Thüringer bleiben lieber rot. Wenn ihr AfD wählt, dann 50%, sonst ändert sich nichts. Aus Prinzip koaliert niemand mit der AfD, man bastelt kunterbunte Koalitionen, die dem Land den Rest geben.

  2. Man muss einfach bekloppt werden, wenn man solche Umfragen liest und es auch noch glaubt.

    Übrigens: Gauland irrt, wenn er meint die Klimanarren aussitzen zu können. Gauland irrt auch, wenn er die Grünen als „Hauptfeind“ verortet.

    Hauptfeind ist immer der, dessen Wählerstimmen zu haben wären. Wählerwanderungen zwischen Blau/Grün gibt es aber eher nicht. Völlig müßig, bei Vegatariern für mehr Fleischkonsum zu werben.
    CDU und FDP sind es übrigens auch nicht, deren Wähler bleiben nämlich beim fetten Original-Steak. Erst recht wieder, wenn Mutti in Rente ist. 😉

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