Bombendrohungen gegen mehrere Finanzämter

    Koblenz: Am Vormittag wurde die Koblenzer Polizei darüber in Kenntnis gesetzt, dass beim Finanzamt Koblenz per E-Mail eine Bombendrohung eingegangen ist. Die E-Mail ist unterschrieben mit „NationalSozialistischeOffensive“ und wurde über einen E-Mal-Provider im Darknet versandt. Die Gruppierung versendet seit mehreren Monaten mit unterschiedlichen Absende-E-Mailadressen korrespondierende Droh-E-Mails an Behörden und Institutionen im Bundesgebiet, ohne das ein schädigendes Ereignis eintrat. Der Inhalt der E-Mails ähnelt sich jeweils im Sprachgebrauch. Aufgrund der Erkenntnislage nahm das LKA eine Bewertung vor, wonach in Bezug auf diese E-Mails, wie sie auch dem Finanzamt Koblenz zuging, der Eintritt eines schädigenden Ereignisses ausgeschlossen werden kann. Im Verlauf der polizeilichen Maßnahmen wurden mehrere Räume des Finanzamts durchsucht und der Publikumsverkehr vorübergehend eingestellt. Die Durchsuchungsmaßnahmen waren um 10.52 Uhr beendet. Es konnten keinerlei verdächtigte Gegenstände gefunden werden. Die Ermittlungen nach dem Verfasser dauern an.

    Gelsenkirchen: Am Dienstagvormittag informierte um kurz nach 9 Uhr eine Mitarbeiterin des Finanzamtes in Gelsenkirchen die Polizei über eine schriftliche Drohung, die an die Behörde geschickt worden war. Etwa 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben daraufhin das Gebäude an der Ludwig-Erhard-Straße in Erle vorsorglich verlassen. Die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Die Straßen rund um das dreigeschossige Haus wurden gesperrt. Sprengstoff-Spürhunde der Polizei durchsuchten das Gebäude, fanden jedoch nichts. Der Einsatz konnte vor Ort gegen 12 Uhr mittags beendet werden. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.