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Bildrechte: kremlin.ru

Er war die Hoffnung der indigenen Mehrheit, jetzt hat das Militär Evo Morales zum Rücktritt gezwungen. Der mexikanische Außenminister bot ihm umgehend Asyl in Mexiko an, Morales aber will im Land bleiben und spricht von einem Putsch. Dabei ist Morales offenbar selbst für Manipulationen bei den Wahlen im Oktober verantwortlich. Trotz der bekannt gewordenen „Unregelmäßigkeiten“ erklärte er sich zum Wahlsieger und kündigte noch am Sonntag Neuwahlen an, nachdem der Druck auf ihn gestiegen war. Außerdem hat der Sozialist mehrfach gegen die Verfassung des Landes verstoßen, die nur eine Wiederwahl des Präsidenten vorsieht, was Morales aber wenig kümmerte. Wieder einmal hat sich ein Kämpfer für soziale Gerechtigkeit auf wundersame Weise in einen korrupten Diktator verwandelt, wie schon etliche Sozialisten vor ihm – ein herber Rückschlag für die Linkspresse, die nun die Schuld für das Chaos im Land dem Militär zuschreibt.

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