BAMFT die BILD jetzt die Merkel weg oder geht es darum sie raus zu hauen? Das Hausblatt der Kanzlerin hat hinter der Bezahlschranke im sogenannten BILD-Plus Bereich, was dem Leser einen Mehrwert suggerieren soll, „geheime“ Dokumente veröffentlicht. Und diese belegen laut BILD, dass Merkel schon seit 2017 wusste: „Mit diesem BAMF schaffen wir das nicht.“

Das ist natürlich gut für die Auflage, wenn man noch Leser findet, die auf kalten Kaffee stehen, aber davon gibt es wohl immer noch eine beträchtliche Anzahl. Merkel wusste bereits 2015 und mutmaßlich schon lange Zeit davor, dass „wir“ das nicht schaffen und sie selber sich nur noch mit sehr viel Mühe ein letztes Mal auf den Sessel im Kanzleramt hieven würde können. Diese Mission hat sie erfolgreich gemeistert und wer jetzt glaubt, die Springerpresse schreibt Merkel aus dem Amt, könnte sich auf dem Holzweg befinden. Zunächst einmal geht es um die Auflage und nur um die Auflage und nichts als die Auflage. Merkel ist gesetzt und wird im Zuge der Affäre ihren Vasallen ihr legendäres „vollstes Vertrauen“ aussprechen und insbesondere Peter Altmaier immer wieder versichern, dass sie hinter ihm steht, bis er sich nah genug am Abgrund befindet. Dann geht es ihm wie dem ehemaligen Verteidigungsminister mit dem verlorenen Doktortitel oder ihrer Duz-Freundin Anette Schavan.

Dem Ruf nach Neuwahlen wird Bundespräsident Steinmeier sicher länger als nur vierzig Tage widerstehen, denn niemand aus dem Bundestag will derzeit Merkel in die Wüste schicken – mit Ausnahme der AfD, aber das versteht sich ja von selbst. Wenn überhaupt ein Wechsel angedacht ist, dann nicht zum Schaden der Kanzlerin. Im Zuge der „Aufdeckung“ über die Vorgänge im BAMF wird ein mediales Trommelfeuer um Verständnis für Merkels „einsame Entscheidung“ werben, alle Register werden gezogen, um die AfD als tumb, völkisch, rassistisch und fremdenfeindlich darzustellen, die  nur auf die große Chance zur Machtübernahme hofft, damit „Europa“ nun endgültig den „Rechtspopulisten“ in die Hände fällt. Merkel ist und bleibt alternativlos. Zur Zeit der „Griechenlandkrise“ und Gerüchten über einen bevorstehenden Grexit wurde Merkel medial ebenso hart ran genommen, aber als es darauf ankam, als alternativlos herausgestellt. Wir erinnern uns, es war im Jahre 2013, als die FDP aus dem Bundestag flog und die AfD nur knapp den Einzug verpasste. Damals ging es „nur“ um die „Eurorettung“, heute geht es um Deutschland. Ein Misstrauensvotum und Neuwahlen scheiden also aus, wenn es darum gehen soll, die Machtverhältnisse aufrecht zu erhalten – und genau darum geht es in der Politik, um Macht, was denn sonst?

Was die BILD wirklich weiß, erfährt man nicht für die 99 Cent, die das Plus-Abo kostet und selbst für 99 Euro oder 999 Euro würde das Blatt nicht mal zehn Millionen zahlungswilligen Abonnenten verraten, in welche Geheimnisse man in der Chefetage wirklich eingeweiht ist, außer man möchte sich unbedingt das Geschäftsmodell zerstören. Erst wenn es gegen Merkel persönlich wird, so wie einst bei Christian Wulff, dann ist ihre Zeit abgelaufen.