Bekannter Blogger gibt auf – Linksterroristen bedrohen Konrad Kustos

Konrad Kustos und der Blog „Chaos mit System“ sind vielen Freunden der alternativen Medien ein Begriff und oft auch ein Genuss. Die Artikel von Kustos sind bei anderen Plattformen gerne als Gastartikel gesehen und werden häufig zitiert. Damit ist nun Schluss. Kustos wurde Zuhause von Linksfaschisten angegriffen.

„Über den Verlust an Demokratie zu schreiben ist eine Sache, ihn zu erleben eine andere“, schreibt Kustos in seinem letzten Artikel, dem er auch einen Brief an den „unbekannten Mitmenschen“ angehängt hat.

Auf die Wohnungstür wurde in roter Farbe geschmiert: „Hier wohnt ein Nazi“, und sein Auto wurde fahruntauglich gemacht. Der materielle Schaden ist beherrschbar, der mentale nicht.

Der Hass und die Gewalt derjenigen, die sich für die Gerechten halten, sind in meiner persönlichen Lebenswirklichkeit angekommen, und ich weiß derzeit nicht, ob und wie es enden wird. Was ich weiß, ist, wie ich damit umgehen werde: Meine körperliche Verfassung erlaubt mir nicht, den Kampf aufzunehmen; ich werde mich dem Terror beugen. Von heute an ruht dieser Blog dauerhaft in der Hoffnung, seinen Autor aus der Schusslinie der Intoleranz zu führen. Man möge mich der Feigheit bezichtigen oder dieses Statement als Ausdruck des Protestes betrachten, aber Fakt ist, diese Stimme für die Freiheit, für den geistigen Austausch und gegen Gewalt und Intoleranz verstummt ab heute.

Dieses Schicksal ist kein Einzelfall, sondern hat im Gegenteil System. Überall in der verblassenden Republik mehren sich sowohl die individuellen Rechtsbrüche gegen Andersdenkende als auch die Umformungen des Rechts durch den Überbau. Es ist ein Ausdruck von Chaos mit System, des Verfalls unseres Wertesystems, das ich in meinem gleichnamigen Buches vor knapp sechs Jahren präzise beschrieb und das immer noch ein Schlüsselwerk für denjenigen ist, der die Muster, die dem gegenwärtigen Niedergang zu Grunde liegen, verstehen will.
Brief an den unbekannten Mitmenschen:
An den Mitmenschen, der die Anschläge gegen unsere Wohnung und unser Auto verübt/veranlasst hat:
Sehr inhaltlich war ja deine Botschaft nicht, aber ich vermute, dein Hass richtet sich gegen meinen Blog. Einen Blog, der sich für die Verteidigung der Meinungsfreiheit, der Demokratie und der offenen Gesellschaft einsetzt. Einen Blog, der die demokratische Grundordnung und die Gesetze wertschätzt. Einen Blog, der die Debatte statt der Gewalt als Mittel zur Lösung von gesellschaftlichen Konflikten propagiert und der sich gegen extremes Denken und Handeln egal von welcher Seite einsetzt. Es ist bezeichnend, dass du darauf nur mit Hass und Gewalt zu antworten verstehst und mich einen Nazi schimpfst, während du dich selbst faschistischer Methoden bedienst. Aber du brauchst ja keine moralische oder gesetzliche Rechtfertigung, weil du für dich ganz persönlich entschieden hast, dass du im Recht bist und der Zweck die Mittel heiligt.
Aber du hast gewonnen!

Ich bin ein Denker, kein Kämpfer. Ich beuge mich deinem Terror und werde meinen Blog nicht weiter betreiben, jedenfalls solange ich dann von weiteren Gewalttaten und anderen Angriffen verschont bleibe. Nach einer Abschiedsbotschaft an meine Leser am 1. April werde ich keine Texte mehr verfassen, keine Kommentare mehr beantworten und mich jeder politischen und philosophischen Äußerung enthalten. Ich hoffe, dass diese Unterwerfung dein Ziel war und du und deine Freunde künftig davon ablassen, mich, meine Familie und dieses Haus anzugreifen. Mehr noch, falls das hilft: Ich bitte herzlich darum.

Mich macht das Ganze unsäglich traurig. Ein Leben der demokratischen Teilhabe, des Gedankenaustauschs und des Bemühens um Verbesserung der Zustände allgemein endet hier vermutlich, es bleibt ein Leben im Schatten – und selbst da gibt es keine Sicherheit mehr. Man mag es also Feigheit oder Fahnenflucht nennen, doch ich sehe mein Scheitern in erster Linie als Ausdruck eines dramatischen Verlustes der Freiheit dieser Gesellschaft. Einem einzelnen sind dann Grenzen gesetzt, solange dieser nicht bereit ist, sich in eine Opferrolle zu begeben. Deshalb siegt die Irrationalität und die Gewalt, die Gutmenschen triumphieren über die guten Menschen, doch am Ende haben alle verloren. Das Unrecht bricht das Recht, und die Gesellschaft schweigt nicht dazu: sie applaudiert.

Ich möchte mich bei allen Lesern bedanken, die diesem Blog immerhin mehr als eine halbe Million Klicks verschafft haben. Die mit Hinweisen, Kommentaren und persönlichen Botschaften daran mitgearbeitet haben. Ich danke auch all den großen Netzwerken, die meine Gedanken auf ihren Seiten transportiert haben. Und ich danke natürlich meinem großartigen Verleger und den Menschen in meiner Nähe, die mich mit Zuspruch, Mut und ihrer Mitarbeit motiviert und gestützt haben.
Man liest sich.
Euer Konrad Kustos
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2 Kommentare

  1. Neulich habe ich in einem Text gelesen, dass George Soros 15’000 Dollars (SIC!) bezahlt hat an Leute, die an linken Demos teilgenommen haben, und zwar pro Monat.

    Jetzt wird mir auch endlich klar wodurch diese „Idealisten“ motiviert werden.

    Manche dieser jungen Leute stammen vermutlich auch aus Sekten in denen sie konditioniert worden sind seit früher Kindheit.

    Alleine die Freimaurer haben über 6 Millionen Mitglieder.

    Wenn man nun bedenkt, dass es Dutzende, wenn nicht hunderte solcher Sekten und okkulter Logen gibt, viele davon haben sogar eine Seite im Internet, dann kommt man sehr schnell auf eine unglaublich hohe Zahl an Leuten.

    Diese Sekten ziehen alle an einem Strang, sie sind allesamt luziferisch, und alle wollen sie die Neue Weltordnung.

    Die meisten Kinder der Freimaurer werden dann eben auch Freimaurer, die meisten Kinder von Scientology-Eltern arbeiten dann auch wieder in der Sekte, und so weiter.

    Nur tragen diese Leute eben keine Uniform, sind folglich auch nicht als solche zu erkennen.

    Alleine durch die Indoktrination im sozialistischen Schulsystem kann man sich die Motivation dieser Leute nicht erklären.

    95 Prozent der jungen Leute haben von Politik keine Ahnung und sind diesbezüglich völlig apathisch und gleichgültig.

    Selbst in der DDR waren die jungen Leute, die ja hochgradig indoktriniert worden sind, nicht derart politisch motiviert wie diese ominösen „social justice warriors“.

  2. Aufgeben ist eben auch eine Alternative.
    Wenn man sich schon engagiert, dann entweder gar nicht oder richtig. Es hätte heißen müssen: „Jetzt erst recht!!!“

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