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Gerüchte, dass zahlreiche Banken von der FED bis zu Goldman Sachs mit ihren Blockchainpatenten eigene Kryptowährungen herausbringen könnten, gibt es schon lange. Bei JP Morgan ist es jetzt sicher. Die amerikanische Großbank steigt in den Kryptomarkt ein. Vor zwei Jahren hatte CEO Jamie Dimon den Bitcoin noch als Betrug bezeichnet, doch schon damals vermuteten Kritiker dahinter einen geschickten Schachzug. Großinvestoren und Influenzer wollten die Blockchainwährungen schlecht reden, um selbst einsteigen zu können. Besonders die Wallstreet wurde in diesem Zusammenhang immer wieder genannt.

Wenig überraschend ist der Name der Kryptowährung, die derzeit erprobt wird. So heißen die digitalen „Münzen“ schlicht und ergreifend JPM Coins. Der Zeitpunkt ist günstig. Die Kryptos liegen am Boden, auch wenn es hin und wieder mal kurz nach oben geht, gegenüber dem Hoch von 2017 sind die Kurse lächerlich niedrig.

Auch über Facebook gibt es Gerüchte, dass die Plattform alsbald eine eigene Kryptowährung herausgeben könnte.

Viele Menschen wissen immer noch nicht, was Kryptowährungen und die Blockchaintechnologie überhaupt sind und wie sehr sie unseren Alltag verändern werden. Von Kryptofans als Alternative zum Bargeld angepriesen werden Bitcoin und Co. besonders von ahnungslosen Politikern häufig als Währung von Kriminellen und Geldwäschern verdammt und lauthals nach Regulierung geschrien. Der IWF hat bereits nach staatlichen Kryptowährungen verlangt, wenn nun Großbanken eigene Coins auf den Markt werfen, hat das nicht mehr viel mit dem Ursprungsgedanken zu tun. Die Blockchaingemeinde wollte direkten Zahlungsverkehr ohne Beteiligung von Banken etablieren. Dass sich die Global Player nicht kampflos in die Überflüssigkeit ergeben würden, war jedoch von Beginn an klar. Mittlerweile hat man auch erkannt, wie gut Kryptowährungen der Bargeldabschaffung Vorschub leisten.

Keine Verschwörungstheorie mehr: Kryptowährungen sollen das Bargeld ersetzen