Bamf-Affäre: Ermittlungen gegen drei weitere Verdächtige

Wohncontainer für Asylbewerber - Symbolfoto O24
Wohncontainer für Asylbewerber – Symbolfoto O24

In den Ermittlungen wegen der Vorgänge in der Bremer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat die Staatsanwaltschaft drei weitere Personen ins Visier genommen. Bislang betraf das Verfahren, in dem es um Verstöße gegen das Asylgesetz und Bestechlichkeit geht, die ehemalige Leiterin der Behörde, drei Rechtsanwälte, einen Dolmetscher und einen Vermittler. Als Beschuldigte hinzugekommen sind nach Informationen des WESER-KURIER (Donnerstagausgabe) drei Mitarbeiter der Bamf-Außenstelle.

Vor anderthalb Jahren hatte die Bamf-Zentrale in Nürnberg Strafanzeige gestellt, seitdem laufen die Ermittlungen. Im Sommer vergangenen Jahres wurde die Sonderkommission „Antrag“ gebildet, die aktuell mit 36 Beamten aus verschiedenen Polizeibehörden an dem Fall arbeitet. Kein Kriminalfall in Bremen ist bisher mit solchem Aufwand angepackt worden. „Der Tatverdacht hat sich aufgrund der fortgeschrittenen Auswertung der elektronischen und sonstigen Beweismittel erhärtet“, teilt die Bremer Staatsanwaltschaft mit. Die Behörde will im Sommer zum Abschluss kommen. Erst danach solle entschieden werden, ob Anklage erhoben wird und wie viele der jetzt neun Beschuldigten sich vor Gericht verantworten müssen.