Auswandern, wenn ja, wohin? Brasilien, Paraguay, Ungarn?

Hier nur ein paar kurze Gedanken zum Thema anlässlich eines Hinweises von einem Leser aus Brasilien:

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herzliche Grüsse aus Olinda / Brasilien

Das Buch kostest 4,26 € bei Amazon, vielleicht ist es ja interessant für den ein oder anderen, der sich mit dem Gedanken trägt. Ich habe es nicht gelesen, kann also nichts zum Inhalt sagen.

Vor kurzem teilte der recht bekannte Twitterer Andreas Patzwahl mit, dass er eventuell nach Ungarn gehen wolle, da  “es den Osten Deutschlands sicher auch bald erwischt … “

paraguay photo
Asuncion – Paraguay / Foto by Arcadiuš

Solange Ungarn noch in der EU ist, dasselbe gilt ja auch für Polen und andere Länder, ist es relativ einfach, sich dort niederzulassen. Durch die Reisefreiheit hat man ja genügend Zeit, sich nach einer Bleibe und einem Erwerb umzuschauen. Für Rentner ist es sicher einfacher, sich abzusetzen, jedenfalls solange die Renten noch ins Ausland überwiesen werden. Bei den früher üblichen Zusatzversorgungskassen im öffentlichen Dienst (BAT) kann diese wichtige Zweitrente wegen einer Klausel zur sogenannten “schädlichen Verwendung”  möglicherweise verweigert werden. Wer keine der östlichen Sprachen beherrscht, dürfte es dort drüben allerdings nicht so leicht haben. Ich habe um die Jahrtausendwende eine Zeit in Belgien gelebt und die Formalitäten waren einigermaßen erträglich. Was aber, wenn beispielsweise Ungarn aus der EU austritt und EU-Bürger ihren Aufenthaltsstatus verlieren? Kann man dann dort Asyl beantragen?

Von vielen Polen und Russen habe ich in letzter Zeit gehört, dass sie wieder zurück gehen wollen. Sehr gute Bekannte von mir haben das schon vor Jahren gemacht, weil sie von Deutschland mehr und mehr entsetzt waren, vor allem auch von der Bürokratie und der Korruption. Sie hatten Deutschland mal für einen funktionierenden Staat mit einer korrekten Verwaltung gehalten. Gerade in der Baubranche und im Gesundheitswesen würde sich Deutschland aber kein bißchen mehr von ihrer Heimat unterscheiden, meinten sie. Bei den meisten wird wohl die Asylkrise und die zunehmende Kriminalität den letzten Ausschlag geben.

Etwas aufwändiger gestaltet sich mit Sicherheit das Auswandern in andere Kontinente. USA. Kanada, Australien und Neuseeland haben ziemlich hohe Hürden, für Neuseeland gibt es sogar eine Altersgrenze, ich glaube ab 45 ist Schluss. In asiatischen Ländern scheint es noch recht einfach zu sein, siehe Auswanderer Oliver Janich, der zunächst wohl auf ein faules Angebot reingefallen ist, aber dennoch dort über die Runden kommt, wie er immer wieder in seinen Videos erwähnt. Die meisten afrikanischen Länder sind sicher keine Option.

Dann bleiben neben dem erwähnten Brasilien noch Uruguay, Paraguay, Panama und Patagonien. Die meisten südamerikanischen Leser von O24 kommen aus Paraguay, was wohl damit zu tun hat, dass dort ziemlich viele Deutsche leben. Wer für das bunte Deutschland schwarz sieht, hat sicher schon oft darüber nachgedacht, allerdings fehlt es den meisten an Perspektiven in einer neuen Heimat und dem nötigen Kleingeld. Geschenkt kriegt man nirgendwo etwas, außer derzeit in Deutschland, solange man kein Deutscher ist.

Ich selbst habe keine Lust, nach insgesamt schon dreizehn Umzügen schon wieder die Koffer zu packen. Wenn es allerdings brenzlig werden sollte, haben wir vorgesorgt und können mit dem nötigsten aufs Land verschwinden. Spätestens nach den Wahlen im September wird sich herausstellen, welche finanziellen Zumutungen auf den Normalbürger zukommen werden, von den anderen drastischen Veränderungen kann man hier ja täglich lesen oder auch einfach mit offenen Augen durch die Stadt gehen. Dass irgendwann der Kessel überkocht, sollte jedem klar sein, und auch, dass das so gewollt ist.

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Wolfgang van de Rydt
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7 Kommentare

  1. Panama?
    Grüße aus Costa Rica, eines der schönsten aller tropischer Länder auf dieser Erde – seit 11 Jahren weg! (andnevercomeback)

    • War einmal an der reichen Küste und von der Armut im Land betroffen. Puerto Limon.
      Vielleicht können Sie mir ein wenig näheres berichten unter afd@ziggo.nl

  2. Wenn man Geld genug hat und auf einen Verdienst nicht angewiesen ist kann man sicher überall hin auswandern. Nur wer kann das schon von sich behaupten ? Ich würde niemals mehr in ein Land auswandern, in welchen ich die Sprache nicht verstehe. Ob es einem da gefällt erkennt man erst nach wenigstens einem Jahr, weil nicht die Landschaft ist das Wichtigste, sondern die Mentalität der Menschen, mit denen man tagtäglich vernünftig auskommen muss. Und genau da liegt der Hase begraben, jeder Mensch hat darüber andere Vorstellungen, welche man praktisch gesehen erst da an einem anderen Ort kennenlernen kann und es ist mehr als dämlich von den Geschäftemachern (Gaunern) zu behaupten, kommt hierher, hier ist es so toll. Die wollen nur Euer Geld !
    Ich bin in das Heimatland meiner Frau schon vor über 8 Jahren ausgewandert. Da musste man mentalitätsmäßig auch erst langsam mit den Einheimischen zusammenwachsen.

  3. Und auch von den Philippinen, einem anderen schönen tropischen Land – seit 10 Jahren. Nicht eine Sekunde bereut seitdem.

  4. Habe das Buch bei Amazon leider nicht finden können.
    Wie ist denn der richtige Titel ?

    Danke für Info.

  5. Ich bin in 2016 nach Paraguay ausgewandert. Die Einwanderungshelfer hier im Land verzeichnen seit 2015 alle einen starken Anstieg von Menschen aus den DACH Ländern, die das Visum in PY beantragen wollen. Paraguay ist deshalb so attraktiv, weil die spanische Sprache vergleichsweise einfach zu erlernen ist, das Land keine relevanten Bodenschätze hat die einen Angriffskrieg der USA rechtfertigen würden, die Paraguayer sehr freundlich und hilfsbereit sind, man verglichen mit anderen südamerikanischen Ländern relativ wenig Kosten bei der Beantragung des Visums hat und es wie im Artikel geschrieben viele Deutsche gibt. Wer mehr Infos bzgl der Beantragung des Visums in Paraguay haben möchte sollte Mal hier gucken http://ab-nach-paraguay.de/visum-paraguay/

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