Aus Weihnachtsmarkt wird Winterdorf

Ausgerechnet im rheinland-pfälzischen Bingen am Rhein, der Wirkstätte der kräuterkundigen Heiligen Hildegard von Bingen, heißt der kleine Weihnachtsmarkt im Zentrum nun plötzlich und vollkommen unerwartet „Winterdorf“.

Photo by opposition24.de
Photo by opposition24.de

Mit dem großen Namen und dem Mythos der Hildegard macht die ansässige Tourismusbranche nach wie vor Werbung, auch das nahe gelegene Kloster lockt alljährlich viele Besucher an.

Ob sich die berühmteste Tochter der Stadt im Grabe herum drehen würde, angesichts der Umetikettierung des Brauchtummarktes in der Stadt, das weiß man nicht – lag doch der Geburtstag des Herrn der Bräute Jesu ursprünglich gar nicht im Dezember, falls es ihn überhaupt je gegeben hat.

Das spielt auch keine Rolle, denn Weihnachten feierte man schon vor der Christianisierung Europas. Die Kirche übernahm das Datum und machte aus Wintersonnenwende und Wihnachten oder den „zwölf Rauhnächten“ am Ende des Jahres eine christliche „heilige Zeit“. Der Kommerz fügte den heidnisch christlichen Ursprüngen noch weiteres Brauchtum hinzu, so dass über die Jahrhunderte die heute übliche Folklore entstand, die jeder nach seinem Gusto feiert. Auf Deutsch heißt das aber Weihnachten – wo ist das Problem?

Nicht viel anders verhält es sich mit dem Osterfest. Trotz aller Schimpftiraden haben auch die Kirchen nie den Brauch des Eierfärbens unterdrücken können, der ebenso auf heidnische Wurzeln zurückgeht. Das Osterlamm hat den schnuckeligen Hasen nie an Charme überflügeln können. Freude bringen durch bunte Fruchtbarkeitssymbole und eines Schlachtopfers zu gedenken sind eben zweierlei.

Warum es nun vielerorts nicht mehr Weihnachten heißen soll, nach über 2000 Jahren oder mehr, darauf kann sich nun, beim Barte des Propheten, jeder seinen eigenen Reim machen.

Anzeige

für eine Banküberweisung finden Sie die Kontonummer im Impressum

Opposition 24 unterstuetzen
Ihre Email Adresse:

Hinweis zu den Kommentaren

Kommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder!
Redaktion
Über Redaktion 5620 Artikel
Frisch aus der Redaktion

6 Kommentare

  1. DAS ALLES IST NUR NOCH KRANK. POLITISCH GEWOLLTE MEINUNGSUMPOLUNG VOM VOLK.
    DAS AUCH VON DEN MEDIEN IMMER MEHR VERBLOEDET WIRD. WO AUCH MASSIV KRIEGSPROPAGANDA GEPREDIGT WIRD SCHÖN VERPACKT. WIR HÖREN UND SEHEN NUR NOCH LÜGEN. MAL REINSCHAUEN IN DIESEN KRITISCHEN BLOG. http://www.vineyardsaker.de

  2. Diesem kulturellen „Anpassungsspuk“ ist doch sehr einfach ein Ende zu setzen:

    Einfach nicht hingehen!

    Im nächsten Jahr heißt er dann wieder „Wihnachtsmarkt“. Konsumverzicht bewirkt ein Weihnachtswunder!

  3. KONSUM-Verzicht
    es gibt andere schön Weihnachtsmärkte in der Gegend,
    die einfach besuchen und den Wintermarkt links liegen lassen.

    Aus einem Weihnachtsmarkt kann ja durchaus ein Wintermarkt werden,
    z.B. in der Zeit vom 27.12. bis zum 6.1. (Heilige Drei Könige).

    Hier der Brief eines kanad. Bürgermeisters, den ich (bis auf den letzten Satz, den man streichen kann) voll befürworte.

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=928861967187481&set=a.445228912217458.103378.100001910608975&type=3&theater

  4. „Wir wollen doch Moslems als die neuen Herren in Deutschland nicht beleidigen!“
    Wir kennen den vorauseilenden Gehorsam schon seit acht Jahren!
    Kriminelle Handlungen der „Rechtgläubigen“ werden nicht verfolgt, stattdessen wird dem Freiwild gern etwas angehangen. Obwohl ein StA im November 2008 bestätigt, das keine Beweise für einen „Diebstahl“ vorgelegt worden sind, wird daraus trotz Gegenbeweis im Juni 2009 ein Strafbefehl!

  5. Es ist richtig, das hier mehrere Kommentatoren zum Boykott, dieser ehemaligen und jetzt umbenannten Weihnachtsmärkte aufrufen und es selber sicherlich auch tun werden. Das Problem ist aber, es werden auf keinen Fall kleinere Besucherzahlen sein, wie in den Jahren davor. Erstens, weil in diesem „tollen Deutschland“ die leider sichtbar festzustellende wachsende Dummheit von so manchen Leuten (Konsumzombies, Trendhuren, Mitläufer, Gutmenschen, etc.), so wie eine desolate Politik, welche unser Land und unseren Ruf eigentlich mit Vollgas gegen die Wand fährt, mit immer mehr Boom belohnt wird, weil es fällt auf, das immer größere Touristenströhme (ist zum einen Teil ja auch sehr schön, bietet der politischen Korekktheit aber Futter, wenn es in unserem Land vernünftig laufen würde, würde ich das auch ohne Einwand richtig gut finden) aus aller Welt unser „der Zeit Super Land“ besuchen, teils richtig viel Geld hier lassen und dem entsprechend auch diese Märkte besuchen. Zweitens, weil leider immer noch ein sehr grosser Teil unserer Bevölkerung, die unsere „Qualitätsmedien“, Obrigkeit und Politiker, sowie dieses System für „das Seriöse“ halten und nur Konsum und Spaß in ihren Köpfen haben, es völlig gleichgültig ist, wie diese Märkte heißen, sie werden alle kommen, um ihren Spaß zu haben und auch noch viel Geld da zu lassen. Sollte das zweite Beispiel aber nicht mehr so funktionieren, so werden die Medien und die Obrigkeit schnell mit falschen Statistiken, so wie mit Moralkeulen und Erziehungspropaganda reagieren und wie ich es leider nicht anders kenne, wird der größte Teil der Leute darauf einknicken. Außerdem, wenn man einen Weihnachtsmarkt nicht mehr Weihnachtsmarkt nennen darf, dann darf man da auch keine weihnachtliche Deko mehr machen, keine weihnachtliche Musik mehr spielen und auch keine Weihnachtsartikel mehr verkaufen, denn das alles wird ja dann auch die Migranten aus entsprechenden Ländern hier diskriminieren.

Kommentare sind deaktiviert.