Asylunterkunft: Syrer durch Messerstiche verletzt – 25-jähriger Iraker dringend tatverdächtig

Bruchsal – Ein 25 Jahre alter Mann aus dem Irak steht im dringenden Verdacht, am späten Donnerstagabend in einer Asylbewerberunterkunft in der Stuttgarter Straße in Heidelsheim einen 34-jährigen Syrer mit einem Messer erheblich verletzt zu haben.

Die Polizei war gegen 23.10 Uhr von Sicherheitskräften hinzugerufen worden, nachdem es zwischen den beiden Männern zur Auseinandersetzung und in der Folge auch zur starken Anteilnahme einer größeren Zahl von Bewohnern gekommen war. Bereits vor dem Eintreffen der Beamten war es zwei nigerianischen Asylbewerbern gelungen, den 25-Jährigen niederzuringen und ihm auch das benutzte Küchenmesser abzunehmen.

Während der durch Stiche am Schulterblatt verletzte 34-Jährige ärztlich versorgt und in ein Krankenhaus gebracht wurde, nahmen die Polizisten den Tatverdächtigen fest; zudem konnten sie den Griff des zerbrochenen Tatmessers sicherstellen. Von der Schneide fehlte allerdings jede Spur. Der Geschädigte, dessen Verletzungen sich als nicht schwerwiegend herausstellten, konnte bereits am Freitagmorgen die Klinik wieder verlassen.

Die von der Kriminalpolizei übernommenen Ermittlungen haben inzwischen ergeben, dass die beiden Streithähne am Donnerstagabend zunächst gemeinsam dem Alkohol zugesprochen hatten. Offenbar wegen unterschiedlicher politischer Auffassungen waren sie dann aneinander geraten, wobei der körperlich unterlegene 25-Jährige schließlich zum Messer gegriffen hatte.

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe stellt gegen den Beschuldigten Antrag auf Erlass eines Haftbefehls. Seine Vorführung vor dem zuständigen Richter ist noch für Freitagnachmittag vorgesehen.

(via ots)

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