Asylbewerber gesteht Brandstiftung in Unterkunft

Ulm Der Brand in der Unterkunft für Asylbewerber wurde gegen 1.40 Uhr von einem Heimbewohner entdeckt.

Feuerwehr im Einsatz Strahlenschutz Atemschutz

Die Flammen loderten in der Gemeinschaftsküche im Untergeschoss.

Zusammen mit weiteren Helfern dämmte der Mann den Brand bis zum Eintreffen der Feuerwehr mit Feuerlöschern ein.

Die Einsatzkräfte brachten den Brand schnell unter Kontrolle und alle 31 Bewohner, darunter mehrere Familien mit Kindern, in Sicherheit. Notarzt und Rettungsdienst waren ebenfalls eingesetzt.

Ein 36-jähriger Hausbewohner kam mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in die Klinik nach Biberach. Ein weiterer Hausbewohner zog sich leichte Verbrennungen an den Händen zu.

Bei ihm handelt es sich um den 30-Jährigen, gegen den sich der dringende Tatverdacht richtet. Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Kriminalpolizei hatte der Mann eine größere Anzahl Kleidungsstücke aus seinem Kleiderschrank geholt, diese auf dem Boden der Gemeinschaftsküche verteilt und angezündet.

Zuvor soll er im angrenzenden Flur die Rauchmelder entfernt haben. Der Mann wurde noch in der Nacht am Brandort festgenommen. Er räumte die Tatbegehung ein.

Der Verdächtige wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt. Warum er das Feuer gelegt hat, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen. In den vergangenen Wochen geriet er mehrfach mit anderen Hausbewohnern in Streit.

Das Gebäude konnte nach den Löscharbeiten noch in der Nacht wieder bezogen werden. Der Sachschaden blieb auf die Küche begrenzt und beträgt rund 15.000 Euro.

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