ARD jammert schamlos: „Veränderungen für öffentlich-rechtlichen Rundfunk existenziell“

Wenn man denkt, es geht nicht mehr dreister, kann man fast schon sicher sein, dass der zwangsgebührenfinanzierte Staatsfunk noch einen drauflegt.

ARD: Nachhaltige Veränderungsprozesse in Produktion und Programmerstellung sind für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine Aufgabe „von geradezu existenzieller Bedeutung“. Darauf hat am Freitag die Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg, Patricia Schlesinger, beim Presseforum der Produktions- und Technik-Kommission (PTKO) von ARD und ZDF auf der IFA in Berlin hingewiesen. „Unser gemeinsames Ziel ist: Das beste Programm“, daher müssten Inhalte noch wirtschaftlicher und effizienter hergestellt werden „ohne die programmliche Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit einzuschränken oder gar zu gefährden“, sagte Schlesinger.

Wer im Zwangsfernsehen arbeitet und von „Wettbewerbsfähigkeit“ spricht, hat keine Ahnung von Wettbewerb und Marktgesetzen. Zwangsgebühren sind pure Wettbewerbsverzerrung, die Vorteile verschaffen.

Sie verwies in diesem Zusammenhang auf den Maßnahmenkatalog zu Strukturveränderungen, den ARD und ZDF den Ländern noch im September vorlegen wollen. Es gehe darum, auch über Sendergrenzen hinweg IT-Prozesse zu harmonisieren, gemeinsame Plattformen für digitale Produkte zu schaffen, Produktionsprozesse zu vereinheitlichen und neue, kostengünstigere Produktionsformen zu nutzen. Dazu gehöre auch Schnelligkeit und hohe Flexibilität. „Produktionsmittel und IT verschmelzen immer mehr miteinander. Redaktionen wachsen zusammen – und die Produktion zieht nach. Das ist ein besonderer Auftrag an unsere Aus- und Fortbildung, aber auch an die Gestaltung unserer Strukturen“, sagte Schlesinger.

Was kostet denn so ein „Seminar“?

Beitragszahlerinnen und Beitragszahler forderten zu Recht einen schlanken und effizienten öffentlich-rechtlichen Rundfunk, so die rbb-Intendantin. „Wir werden diese Entwicklung nicht aufhalten, im Gegenteil, wir wollen sie befördern und auf so vielen Feldern wie möglich die Initiative selbst ergreifen“, sagte Schlesinger.

Kleiner Tipp: Auf Gendergerechte Sprache verzichten und bis zu einem Drittel an Sendezeit einsparen.

Ulrich Liebenow, Vorsitzender der PTKO und Betriebsdirektor des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), hatte das Presseforum am Freitagmittag eröffnet. Hier diskutierten Senderverantwortliche mit Vertretern der Branchenverbände und der Wirtschaft unter dem Titel „Produktion 4.0“. Thema unter anderen waren die zunehmende Verschmelzung von IT- und Produktionstechnologien, etwa beim zunehmenden Einsatz intelligenter „smarter“ Produktionssysteme, bei Automatisierung und Selbststeuerung, der Verkürzung von Produktionszeiten oder bei der Steuerung von Markt- und Mediennutzungsverhalten.

Was haben Verantwortliche der staatlichen Sendeanstalten mit  Wirtschaftsvertretern in einer Runde zu suchen, ganz besonders dann, wenn dabei von Verschmelzung die Rede ist? Mussolini, ick hör dir trappsen.

»Faschismus sollte man besser Korporativismus nennen, weil es die Verschmelzung der Staatsmacht mit der Konzernmacht darstellt.« – Benito Mussolini

Anzeige

für eine Banküberweisung finden Sie die Kontonummer im Impressum

Opposition 24 unterstuetzen
Ihre Email Adresse:

Hinweis zu den Kommentaren

Kommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder!
Redaktion
Über Redaktion 5630 Artikel
Frisch aus der Redaktion