Donnerstag, 21 Januar 2021 07:50

Warum es kaum sinnvoll ist, Coronaviren "aktiv besiegen" zu wollen

von Hans Egeler
Das Coronarium um die deutsche Kanzlerin will als neuestes NoCovid-"Narrativ" (zu deutsch: Märchenerzählung) die SARS-CoV-2-Viren "aktiv besiegen" und nicht nur den "Infektionen hinterherlaufen" ( Quelle: Media Pioneer, verwendbar unter Quellenangabe. Als Anlage.). Das Ziel ist ebenso gut gebrüllt wie illusorisch, denn neben der erforderlichen Dauerstilllegung von Wirtschaft und Verkehr und dem Einfrieren des täglichen Umgangs der Menschen miteinander ist das Ziel "NoCovid" ein Kampf gegen die Biologie. Und der pflegt verloren zu gehen.
Dazu ein Blick in den sog. Corona-Hotspot Sachsen, den  Stefan Kloss getan hat. In Sachsen  lag das Sterbealter mit/an Corona  im Jahre 2020 bei durchschnittlich 84 Jahren. Die allgemeine Lebenserwartung in Sachsen ohne Covid-19-Einfluss im Jahre 2019 betrug für Männer 78,1 und für Frauen 84 Jahre. Da das Corona-Kollektiv mehrheitlich aus Männern besteht, kann man hierfür eine "gepoolte" Lebenserwartung von 80 Jahren zugrundelegen. Jeder Lockdown stemmt sich also gegen das Ableben der durchschnittlich 84 Jährigen gegenüber einem Umfeld mit einem Sterbealter von nur 80 Jahren. Das ist ethisch edel gedacht, aber gegen die Grundregeln der Biologie gerichtet, die  ein weiteres Heraufschieben der Lebenserwartung eines - gegenüber dem Durchschnitt wesentlich älteren - Kollektivs innerhalb von Wochen bis Monaten kaum ermöglichen, weil "ersatzweise" andere Todesursachen greifen (Infektionen mit anderen Viren und Bakterien wie bisher und finale Erschöpfung der Körpersysteme) . Die Lockdown-forte - Erfolgsaussichten so einer  von Virologen, Physikern und Gesellschafts- / Verhaltensbefassten  designierten Politik sind demnach gering, die wirtschaftlichen, finanziellen und die gesundheitlichen Kollateralschäden durch medizinische Unterversorgung und  verschobene Diagnostik bei Tumorsymptomen und anderen Alarmzeichen wären in jedem Fall beträchtlich.