Wolfgang van de Rydt

Die Auseinandersetzung ist im Mainstream angekommen oder verhält es sich umgekehrt? Hier einige Links zum "Lagerstreit": Das Drama war aus meiner Sicht vorhersehbar, die Sollbruchstellen vorgegeben und das vorläufige Ende des Schlagabtausches wurde von David Berger bis zum 15. Juli verkündet. Ein Waffenstillstand, eine Versöhnung oder gar Frieden sind in weiter Ferne gerückt, aber sind die Positionen der Beteiligten wirklich so wichtig? Wird es Leser künftig davon abhalten, sich auf den miteinander im Clinch liegenden Plattformen zu informieren und schlimmer noch - vorher die Sportergebnisse bei BILD anschauen, den Wetterbericht in der iPhone-App oder gar heimlich dem Staatsfunk zu lauschen? Fragen über Fragen, von denen ich nur eine beantworten möchte: Ja, wenn David Berger bedroht wird, hat er meine volle Solidarität. Alles andere ist Lesersache!    
Sonntag, 23 Juni 2019 19:21

Kirche kann weg!

[caption id="attachment_542257" align="aligncenter" width="1280"] rise-a-mui / Pixabay[/caption] Die irrsinnigen Auswüchse auf dem "evangelischen" Kirchentag, angefangen von der Rede der "Bundeskanzlerin" bis hin zum fröhlichen Vulva-Malen sind Gegenstand zahlreicher Empörungsartikel konservativer Publizisten. Wozu die Aufregung, dass sich die Kirchen zum Sprachrohr der herrschenden Politik gemacht haben? War es jemals anders? Etwa zur Zeit des Nationalsozialismus? Oder als Kaiser Konstantin das Christentum zur Staatsreligion erhob? Wurden danach nicht alle Völker Europas brutal mit dem Schwert missioniert? Die Kriminalgeschichte der Katholischen Kirche erstreckt sich über 2000 Jahre, die der Protestanten beginnt mit Martin Luther - aus heutiger Sicht ein glühender Antisemit und Bauernhasser. Wenn man vom "christlichen Abendland" spricht, dürfen die dunklen Kapitel nicht ausgeblendet werden, die, wie die Missbrauchsskandale bis heute zeigen, längst nicht abgeschlossen oder aufgearbeitet sind. Es wird auch nicht besser, wenn man sich plötzlich auf "jüdisch-christliche" oder "christlich-jüdische" Werte beruft. War es nicht der damalige Bundespräsident Wulff, der mit diesem Unsinn begann? Theologisch betrachtet mag das zutreffend sein, doch politisch, gesellschaftlich und kulturell ist das angesichts der Geschichte der europäischen Juden mindestens glatter Etikettenschwindel, wenn nicht gar Heuchelei. Die heidnischen Wurzeln, von denen die katholische Kirche durchdrungen ist, werden bei dieser Sichtweise gänzlich unterschlagen.

Heidnische Wurzeln

Fast alle christlichen Feste haben einen heidnischen Ursprung, Gotteshäuser wurden an "Kultplätzen" errichtet und ganze Biografien einfach umgeschrieben. Eine der perfidesten Lügen dieser Art ist die Geschichte der "Heiligen Katharina von Alexandrien." Die Legende hat ihren Ursprung in der historisch belegten Ermordung der griechischen Gelehrten Hypatia. Die Griechin lehrte neben Mathematik auch die Schriften von Platon und Aristoteles und gehörte zur heidnischen Minderheit Alexandriens. Wie bereits die berühmte Bibliothek Alexandriens, die über 20.000 Schriftrollen enthalten haben soll, fiel auch Hypatia christlichen Fanatikern in die Hände. Ihr Leichnam wurde den Quellen nach erst zerstückelt und dann verbrannt. Bis heute ist die Kirche nicht von ihrer Version der Geschichte einer angeblich "Heiligen Katharina" abgerückt. Was wäre das Abendland ohne die Lehren der "heidnischen" Philosophen aus dem alten Griechenland? Während die Kirche antike Schriften über Jahrhunderte verbannte, waren es die Araber, die im 9. Jahrhundert begannen, die Werke des Altertums zu übersetzen und für die Nachwelt wieder nutzbar zu machten. Nur über diesen Umweg gelangte das alte Wissen wieder in den Westen. Fälschlicherweise spricht man heute immer noch von den "arabischen Zahlen", was ebenfalls auf den Wissenstranfser durch die damals wesentlich aufgeschlossenere islamische Welt zurückgeht. Eigentlich aber stammen die Zahlen aus Indien. Das Abendland entwickelte sich letztlich weiter, der Orient blieb rückständig und fand keinen Anschluss an die Moderne. Ohne die technische Überlegenheit des Westens wäre der Untergang des Osmanischen Reiches nicht denkbar gewesen. Spätestens seit Beginn der Aufklärung befindet sich das Christentum auf dem Rückzug. Die Kirchen mussten viele ihrer Pfründe hergeben, erst Mussolini machte die Auflösung des Kirchenstaats wieder rückgängig und garantierte mit den Lateranverträgen die Souveränität des Vatikans. Am 20. Juli 1933 schloss der "Heilige Stuhl" das Reichskonkordat mit den Nationalsozialisten ab. Die Evangelische Kirche hat sich in der kurzen Zeitspanne ebensowenig mit Ruhm bekleckert, dennoch kämpften viele Theologen gegen die Gleichschaltung, wie Martin Niemöller, der anfänglich dem Nationalsozialismus noch positiv gegenüberstand. Niemöller landete im KZ und engagierte sich nach Ende des Zweiten Weltkriegs in der Friedensbewegung. Wenn man sich die heutige Gleichschaltung der EKD mit der rotlinksgrünen Agenda betrachtet, kann man nur zu einem Schluss kommen: Kirche kann weg! Amen!
[caption id="attachment_468307" align="alignnone" width="799"] Gummizelle - foto: sssccc / 123RF Standard-Bild[/caption] Erinnern Sie sich noch an die Steuerfahnder-Affäre in Hessen? Dabei ging es um die laut Wikipedia nur „behauptete“ Ausschaltung von Steuerfahndern bei der erfolgreichen Ausübung ihrer Dienstpflichten mithilfe von Dienstanweisungen, Versetzungen, organisatorischer Umstrukturierung, psychiatrischen Gutachten und Zwangspensionierung. Ein psychiatrischer Gutachter soll dabei sehr hilfreich gewesen, die mißliebigen Beamten zu entsorgen. Alles nur eine Verschwörungstheorie? Es war wohl doch etwas mehr dran, denn obwohl die Medien versuchten, die Affäre herunter zu spielen, in dem sie wie die Frankfurter Neue Presse von einem „angeblichen Skandal“ sprachen, gab es am Ende mehrere Urteile. Aus dem Urteil des Verwaltungsgericht Gießen: „… dem ausschließlich gutachterlich tätigen Arzt … wurde … von dem Berufsgericht für Heilberufe wegen Verstoßes gegen seine ärztlichen Berufspflichten ein Verweis erteilt und ihm zusätzlich eine Geldbuße von 12.000 € auferlegt. Er hatte in den Jahren 2006 und 2007 vier Beamten/Beamtinnen, die vormals Mitarbeiter der Steuerfahndungsabteilung der Frankfurter Finanzämter waren, im Zusammenhang mit der Prüfung der Frage ihrer Dienstfähigkeit untersucht und jeweils „Nervenfachärztliche Gutachten“ erstattet, die im Ergebnis Dienst– und auch Teildienstunfähigkeit feststellten und im Hinblick auf die prognostizierte „dauernde“ Dienstunfähigkeit Nachuntersuchungen als nicht indiziert bezeichneten“ Zudem wurde Holzmann am 3. Dezember 2015 in letzter Instanz vom Oberlandesgericht Frankfurt zu Schadensersatz für alle vier Kläger verurteilt. Insgesamt muss der Gutachter demnach 226 000 Euro Schadensersatz zahlen. Das ist auch für einen besser gestellten Mediziner eine Menge Geld, das erst verdient werden muss, dazu kommen noch die Kosten für die Gerichtsverfahren. Woher nehmen, wenn nicht stehlen? In der Gutachterrepublik Deutschland ist das offenbar kein Problem. Ein auf seinen guten Ruf bedachtes Gericht würde in Zukunft unbescholtene Gutachter beauftragen sollte man meinen, nicht so in Frankfurt. Dort hält man offenbar nach wie vor große Stücke auf den Psychiater. Einige Informanten aus dem Bereich Justizopfer berichteten uns, dass sie den Gutachter bei Gericht gesehen hätten und es kaum glauben konnten. Eine kurze Google-Recherche genügt bereits, um der Sache auf den Grund zu gehen: Was sind diese Diagnosen vor Gericht wert, wenn in einem der wichtigsten Fälle gleich vier von Holzmann als paranoid erklärte Begutachtete rehabilitiert werden mussten? Wir werden in der Sache weiter recherchieren.

UPDATE

https://opposition24.com/schuldunfaehig-kein-problem-fuer-die-hessen-justiz/
  Warum die "hohe" Politik zur tragischen Lachnummer verkommen ist, liegt vor allem am verfügbaren Personal. Wer seinen akademischen Grad auf ehrliche Weise erworben hat, dem stehen weitaus bessere Türen offen, als ein trauriges Dasein in einem der vielen Parlamente. Dorthin gelangt man nicht durch Leistung, sondern durch Buckeln, Schleimen und Ränkeschmieden. Allenfalls den Platz an der Spitze zu behaupten, erfordert etwas mehr Kompetenz als zum Putzen einer Kloschüssel notwendig ist. An dieser Hürde ist jüngst erst Andrea Nahles gescheitert, zuvor konnte Genosse 100 Prozent den Krug nicht lange mit ruhiger Hand halten und entgleiste jämmerlich als Schulzzug und auch der nächste Suizidaldemokrat wird den Schleudersitz nicht schadlos überstehen. Um den Nachwuchs ist es parteiübergreifend nicht gut bestellt. Freilich gibt es Ausnahmen, man betrachte nur die Personalie Philipp Amthor: Der "Hoffnungsträger" hat ein 1,4er Abi hingelegt, sein Studium der Rechtswissenschaften mit Prädikatsexamen abgeschlossen und arbeitet eigenen Angaben nach noch an seiner Dissertation und ganz nebenbei auch als freier Mitarbeiter bei der us-amerikanischen Wirtschaftskanzlei White & Case. Eine ziemlich reife Leistung, die Respekt verdient hat, aber reicht das, um die Union aus der Klemme zu führen? Die Performance des Jungpolitikers hat etwas Clowneskes - und das auf unfreiwillige Art. Wenn Amthor scheitert, dann nicht an seiner Intelligenz, bei den meisten Politikern ist es andersherum. Das "Prinzip des Scheiterns" ist ein Begriff aus der Schauspielkunst - und zwar aus der hohen Schule der Clowns, der Königsklasse dieser Disziplin. Nicht umsonst hat der berühmte Galli mehrere Bücher zum Thema verfasst. Kurzum, was einen guten Clown ausmacht - und nebenbei bemerkt bin ich rein zufällig mit einer Clownin verheiratet - ist nicht nur die Kenntnis über dieses Prinzip, sondern auch Bewusstsein über die eigene Rolle, sprich Selbsterkenntnis. Wer von der Bühne herab die Herzen des Publikums gewinnen will, spielt mit den eigenen Schwächen und spart sich Witze auf Kosten anderer. Betrachtet man sich die Szene heutiger "Comedians" und sonstiger "Unterhaltungskünstler", so mögen viele davon zwar sehr erfolgreich sein, aber ihre "Kunst" ist oft mehr an Stammhirnreflexe oder gleich an die Political Correctness der Kulturdezernenten adressiert. Wird man sich in zwei oder drei Jahrzehnten noch genauso an eine Carolin Kebekus erinnern, wie an den großen Charlie Chaplin, die genialen Laurel & Hardy, die Marx Brothers, Buster Keaton, Louis de Funes, Loriot, Heinz Erhardt oder Karl Valentin? Auch die Politik ist nur eine Bühne, doch sind sich die meisten Akteure nicht ihrer Rolle bewusst. Leider sind die Wähler nur zum Platz im Publikum verdammt und haben so gut wie kein Mitspracherecht bei der Auswahl der Kandidaten, erst recht nicht beim Drehbuch. Nur in der allerletzten Runde des Castings sind sie am Drücker. Wahrscheinlich ist DSDS noch demokratischer als die Bundestagswahlen, aber das soll nicht Gegenstand meiner Betrachtung sein. Nicht nur die Politik, auch das Leben ist eine Bühne. Die Dramaturgie des eigenen Daseins erschließt sich leider oft nur im Erleben, dafür aber ist der Blick auf die Biographie anderer Menschen um einiges klarer. War der Absturz von Andrea Nahles nicht vorhersehbar? Warum hat die SPD ihr die Rolle gegeben? Hier haben gleich alle Beteiligten versagt, der Regisseur, der Drehbuchautor, die Besetzung genauso wie der Produzent dieser billigen Seifenoper. Wenn ein Clown den Helden spielt, artet jeder vermeintliche Blockbuster zur griechischen Tragödie aus - es sei denn, der Clown heißt Jackie Chan und hat das Zeug, die Gratwanderung zwischen beiden Rollen zu beherrschen. Fehlt dieses Bewusstsein, ist das Desaster vorherbestimmt. Jeder hat es kommen sehen, nur die Akteure nicht ... Mit dem Wissen im Hintergrund, dass alles irgendwie Dramaturgie ist, kann man viele Entwicklungen abschätzen und ist weniger überrascht, wenn ein Donald Trump statt einer Hillary Clinton den Stuhl im Weißen Haus erobert. Doch man sollte nie den Fehler machen, die Rolle des Publikums und die für das Entstehen einer gelungenen Performance so wichtige Wechselwirkung des Akteurs mit dem Zuschauer zu unterschätzen und die Beobachtungen von einer Bühne auf die nächste übertragen. Ein Donald Trump funktioniert nicht in Deutschland. Ein Strache wäre hier ebenfalls schon deutlich früher "gestrauchelt", ob ein Habeck den Macron "deutscher" Machart erfolgreich geben kann, wird sich in der nahen Zukunft erweisen. Die Groko hat ihr Ensemble verbraucht und kann nur noch Statisten und Standby-Charaktere liefern. Einer davon wäre vielleicht ein Philipp Amthor als Justizminister. Auch die Linke hat keine echte Diva im Angebot, Sarah Wagenknecht ist langsam zu alt für die Rolle und besitzt nicht ansatzweise so viel Glamour wie eine Eva Peron, was aber dringend notwendig wäre, um der Rückkehr der Klassenkämpfer ein bißchen Klasse zu verleihen. Wer den Laden aufmischen will, muss Akteure ins Feld schicken, die Method Acting beherrschen, um das Publikum auf emotionaler Ebene zu erreichen, statt es mit Fakten zu erschlagen, auch wenn sie noch so richtig sein mögen. Es reicht nicht, im Rahmen der erlaubten Redezeit die Fehler der anderen herunter zu beten, als ginge es um einen Wettbewerb im Schnellsprechen, der mit dem Dieter Thomas Heck Award belohnt wird. Würde sich die Politik an der hohen Schule der Schauspielkunst orientieren, dann wäre Method Acting das Mittel der Wahl für alle Konservativen. So schrieb Lee Strasberg als einer der wichtigsten Vertreter dieser Schule, dass die Wirklichkeit das Material des Schauspielhandwerks sei (Der Schauspieler und er selbst, 1965). Schlummert da irgendwo ein Marlon Brando abseits der Blockparteien? Wenn ja, dann sollte er sich schleunigst ein anderes Theater suchen, als im Bundestag sein Talent zu verschleudern. Alles was in diesem Kino geboten wird, reicht bestenfalls für eine unfreiwillige Tragödie von griechischen Ausmaßen.
Nur das Ergebnis zählt. Fast geschafft ist trotzdem daneben. Wenn Altparteien gemeinsame Sache gegen die AfD machen, können die bei Rot-Links-Grün ansonsten verhassten CDU-Kandidaten auch auf deren Stimmen hoffen. Sachsen wurde wieder einmal vor der Demokratie gerettet. Der Mainstream jubelt, die AfD verkauft die Niederlage als großartigen Erfolg. Einziger Gewinner bleibt das Parteiensystem, das sich seit Gründung der BRD hartnäckig gegen jede Reform zur Wehr gesetzt und mit der automatischen Diätenerhöhung für Bundestagsabgeordnete mittlerweile die Schallmauer von 10.000 Euro durchbrochen hat. https://twitter.com/Alice_Weidel/status/1140308553812631552
[caption id="attachment_567366" align="alignright" width="1920"] Screenshot Youtube[/caption] Nicht nur Ex-Bundespräsident Gauck hat mit seiner Forderung nach einer „erweiterten Toleranz in Richtung rechts“ für gespielte Empörung gesorgt, auch Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen erging es mit seiner Aussage über eine mögliche Zusammenarbeit von CDU und AfD ähnlich. Gegner halten Maaßen für "rechtsaußen und gefährlich" oder befinden gar den Einsatz von Rattengift für total antifa. Ob der Hass Folgen für die Absender haben wird, ist die eine Frage, wie die AfD aber auf solche Aussagen reagieren und sich für eine mögliche Koalition mit der CDU rüsten will, die viel spannendere Angelegenheit. [caption id="attachment_609684" align="alignright" width="1263"] Screenshot Twitter[/caption] [caption id="attachment_609685" align="alignright" width="1127"] Screenshot Twitter[/caption]   Damit die Werteunion freie Bahn innerhalb der CDU hat, muss erst einmal Merkel weiter entmachtet werden. Ob Maaßen den Kampf gegen die Stasi-Seilschaften hinter der Kanzlerin für sich entscheiden kann, ist fraglich. Ein lächerliches "Hase-Video" hat ihm den Kopf gekostet, die dreisten Lügen von Merkel blieben dagegen wieder einmal ohne Folgen. Doch bis zu den entscheidenden Wahlen in Brandenburg und Sachsen kann noch einiges geschehen. Die CDU hat mit AKK nicht gerade ein Zugpferd an den Start gebracht, die Saarländerin erweist sich eher als eine cuckservative Version des entgleisten Schulzzugs der Sozialdemokraten. Maaßen kann im Osten eventuell verlorenes Terrain gutmachen und damit ein Modellprojekt für die ganze "Republik" etablieren. SPD wie Unionsparteien wollen plötzlich die Grünen als den "Hauptgegner" erkannt haben. Die Einsicht kommt gerade noch rechtzeitig, vor allem für die CDU, um mit der Methode Kurz der AfD das Wasser abzugraben. Die SPD ist zu schwach für eine Groko, so bleibt für die Union langfristig nur noch die Option, die AfD als Juniorpartner an die Kette zu legen und sich in Zukunft deutlich von RotGrün abzuheben. Zwar ist Deutschland nicht Österreich und was im Osten geht, wird eher nicht im Westen funktionieren bzw. andersherum, aber welche Chancen hat die AfD, so sie denn einen Politikwechsel wirklich will? Es bleibt nur der Kurs Richtung Regierungsfähigkeit. Dafür hat Maaßen die Weichen gestellt und wird aus seiner früheren Position heraus noch gute Informationen darüber besitzen, welche U-Boote in den Reihen der AfD schlummern, die nur darauf warten, zu gegebener Zeit "enttarnt" zu werden. Wenn in der nächsten Zeit, der ein oder andere Skandal hochgekocht wird, kostet das der AfD möglicherweise Stimmen, fataler wäre aber ein von der Gegenseite lancierter Eklat während Sondierungsgesprächen oder zu einem späteren Zeitpunkt. Wenn die AfD nicht aus den jüngsten Affären gelernt hat, läuft sie ins offene Messer. Nicht jedes U-Boot ist so freundlich wie Frau(ke) Petry und wartet mit der Torpedierung bis nach der Wahl, was natürlich nichts mit dem gut dotierten Mandat zu tun hatte, wie böse Zungen behaupteten ... Und hier schließt sich der Kreis zu Maaßen. Kann man Geheimdienstlern trauen? Wie lautet sein Plan? Maaßen ist kein Hitzkopf, sondern ein kühler Stratege. Er muss gewusst haben, dass er sein Amt verliert, wenn er sich gegen die Merkel-Regierung stellt. Tat er das nur aus Gewissensgründen oder aus gewissen Gründen? Schon lange suchen die letzten verbliebenen Konservativen in der CDU und solche, die sich dafür halten, nach einem Ausweg für die Zeit nach Merkel. Was fehlt, wie auch bei allen anderen Parteien, ist eine charismatische Führungspersönlichkeit, die eine Art Aufbruchstimmung erzeugen kann. Maaßen als Gesicht der Werteunion ist nicht der schlechteste Schachzug und beileibe die bessere Wahl als das lächerliche Hoffnungsträger-Gerede um den altklugen Philipp Amthor. Aber reicht das? Und wenn ja, tappt die AfD in die Geschmeidigkeitsfalle und sortiert neben Fallobst auch die fähigsten Leute gleich mit aus und schafft es weiterhin nicht, endlich Kapital aus den Fehlern des politischen Gegners zu schöpfen?
Samstag, 15 Juni 2019 09:00

Krieg unter Patrioten

  Harte Worte von David Berger nach Angriffen auf seine Person: "Ich habe keine Lust mit Leuten zusammen zu kämpfen, denen es nur um ihren eigenen Verein und ihre Eitelkeit geht. Ich werde einen Teufel tun, mich mit „Aktivisten“ in die Schlacht zu werfen, die mich jetzt noch ganz gut im Kampf gegen Islamisierung und Linksrutsch gebrauchen können, den sie aber als einen gegen Überfremdung und für ein mehr oder weniger rechtsextremes „Deutschland Deutschland über alles“ in Feindschaft zu Israel und den USA führen. Ein neues Deutschland, in dem sie mich dann nach ihrem Erfolg im besten Falle in mein „liberales Darkroom“ einschließen… Vergesst es!" Adressiert sind diese Sätze Richtung Schnellroda. Worum es geht, hatte Berger bereits in dem Artikel „David Berger ist der schwule Dieter Stein“ beschrieben. Nun hat er nachgelegt mit Sätzen, wie: Heißt „konservativ“ sein also für das Kopftuch nach muslimischem Vorbild zu plädieren, wie das Schnellroda-Frau Kositza tut? Der Identitäre Patrik Lenart ruft zum Zusammenhalt auf. https://youtu.be/D-jddMiWjEY Martin Sellner hatte zuvor in einem Artikel auf Sezession Stellung genommen - Das patriotische Mosaik – ein Vorschlag - , zeigte sich dann aber enttäuscht über Bergers letzten Artikel. Ihm gehe es offenbar um Spaltung, so Sellner.   Die Lage ist ernst, die Lager gespalten, das eine hat aber nichts mit dem anderen zu tun. Es gibt keinen Kampf um eine Deutungshoheit innerhalb eines Lagers, das keines ist und sich schon gar nicht im Besitz derselben befindet. Videos der Marken Ibiza, Antifa-Zeckenbiss, Rezo und im Fall Irankonflikt, ein unklarer Schwarzweißclip vom US-Zentralkommando Centcom, sind in diesen Tagen kriegsentscheidend.
[caption id="attachment_526744" align="alignright" width="742"]New York: Neues Gesetz erlaubt Abtreibungen bis zum 9. Monat! - US-Demokraten jubeln USA: Protest gegen Abtreibung. Bild: Flickr.com, Raquel Baranow, Bildlizenz: CC BY-SA 2.0[/caption] Mit Spannung wurde heute das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Kükenschreddern erwartet. Die Tagespresse ist voll mit Äußerungen gespielter Empörung aus der Politik gegen diese Praxis. Niemand will die grausigen Bilder mehr sehen, die immer wieder durch die Medien geistern. Die Kosten zur "Früherkennung" männlicher Küken werden auf ca. 2 Cent pro Ei geschätzt, das sollte doch jedem ein gutes Gewissen wert sein. An den grausigen Zuständen in der industriellen Tierproduktion ändert das allerdings nichts. Hauptsache, der Verbraucher kann gut schlafen und die Politiker haben einen Haufen Steuergeld zum Fenster rausgeworfen. Mit über acht Millionen Euro fördert das Klöckner-Ministerium verschiedene Verfahren und Initiativen, die das Kükentöten überflüssig machen sollen. https://twitter.com/sven_giegold/status/1139086123161006080 Wie gehen wir eigentlich mit unserer eigenen Spezies um? Vorgeburtliche Früherkennung gibt es auch beim Menschen. Erst kürzlich wurde heftig über neue medizinische Methoden debattiert. Der Bundestag lud gar Menschen mit Down-Syndrom zur Debatte, weil man eine neue Form der Euthanasie fürchtet. Was bei Küken nun gefordert, soll beim Menschen verboten bleiben? Wunsch-Babys NEIN, Wunsch-Küken JA? Worüber wird hier gestritten? Ganz sicher nicht um ethische Grundwerte, nach denen sich solche Entscheidungen richten sollten, es geht um Geld und Polittheater. Beim Menschen läuft es andersherum Abtreibungsbefürworter würden aufhören von Ungeborenen oder Föten zu sprechen, wenn sie der gleichen Bilderflut abgetriebener Kinder ausgesetzt wären, wie vom Kükenschreddern. Nur vier Prozent der jährlichen Abtreibungen beruhen auf der sogenannten medizinischen Indikation bzw. einer kriminologischen (nach Vergewaltigung). 96 Prozent der abgetriebenen Kinder sind mutmaßlich gesund bzw. lebensfähig. Dennoch werden sie abgetrieben, weil man sie nicht will. Theoretisch bis zur 22. Schwangerschaftswoche. Zu diesem Zeitpunkt hat ein Baby eine Länge von 23 bis 28 cm erreicht und ein Gewicht von 370 bis 454 Gramm, schreibt "Pampers". Der Hersteller nennt das Kind beim Namen: Baby! Ihr Baby, liebe Eltern, nur das Beste für ihr Kind ($€)! Bei Pampers ist das Leben eben noch etwas wert. Vokabeln wie "Embryo" werden dort nicht gerade als verkaufsfördernd angesehen. Wahrscheinlich sind es die gleichen Leute, die gegen Kükenschreddern und für Abtreibungen sind, die auch ein Problem mit solchen Großkonzernen haben, weil der Kapitalismus an allem schuld ist. Warum sie dann aber im Kapitalismus nicht auch den Grund erkennen wollen, der für die hohe Zahl der Armutsabtreibungen genauso verantwortlich ist, wie für das Kükenschreddern und mit "Embryos Welcome Schildern" genauso laut gegen das Töten von Ungeborenen protestieren, wie für vermeintliche Flüchtlinge, von denen die meisten wiederum mit toxischer Männlichkeit ausgestattet sind, entbehrt jeder Logik. Oder auch nicht. Dumme Menschen denken eben nicht logisch!
[caption id="attachment_457636" align="alignright" width="1080"] Donald Trump / Foto: public domain[/caption] Schon im Wahlkampf hatte Donald Trump gegen Deutschland ausgeteilt und die zu geringen Anstrengungen der Nato-Partner bemängelt. Sollte einzelne Staaten, darunter die Bundesrepublik, nicht ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen, dann müssten diese eventuell in Zukunft selbst für ihren "Schutz" sorgen. Der US-Präsident hatte dies in vielen Reden vor allem wirtschaftlich begründet und den Nutzen der hohen Rüstungsausgaben bezweifelt. Nun könnte ein erster Schritt in diese Richtung bevorstehen. https://twitter.com/maxotte_says/status/1138873294676025344 Welche Konsequenzen hätte eine drastische Verringerung der US-Truppen? Kann desolate Bundeswehr die Lücken in der Landesverteidigung ausfüllen und wer ist eigentlich der Feind? Die Russen, deren umweltfreundliches Gas wir nicht kaufen sollen? Die Aufstockung in Polen signalisiert keine Wende in der harten Politik gegenüber Russland. Wenn Donald Trump ernst macht, brauchen "wir" dann ganz schnell die "europäische Armee"? Als Gegengewicht zu Trump, wie das zurückgetretene SPD-Schwergewicht Andrea Nahles auf letzten November tönte? Oder kommen dann gleich die "Vereinigten Staaten von Europa", die der Mann mit dem Koffer als einzige Möglichkeit für Deutschland sieht, seine verlorene Souveränität zurück zu erlangen? Fragen über Fragen, die vielleicht kürzlich auf einer gewissen Konferenz erörtert wurden .... [videopress i3Nzuhhh] Quelle: European Banking Congress, Frankfurt a. M. 18.11.2011
Dienstag, 11 Juni 2019 12:48

#Görlitz: Nur eine Handvoll "Promis"

Der Staatsfunk titelt: Immer mehr Promis unterschreiben Appell an Wähler in Görlitz. Die meisten sind "Schauspieler", deren Gagen nicht selten auch aus Mitteln der Filmförderung oder direkt vom Staatsfunk bezahlt werden. Wenig überraschend steht kaum ein Sachse auf der Liste, dafür aber gleich mehrere Ausländer, wie die Österreicherin Miriam Stein oder Fuck ju Goethe Elyas M'Barek, ebenfalls österreichischer Staatsbürger. Auch Marius Müller-Westernhagen hat unterzeichnet, twittert der MDR, als hätte das eine besondere Bedeutung. https://twitter.com/MDR_SN/status/1138047631475691521 Die "Promis" wünschen sich Frieden für Görlitz, heißt es in dem Appell. Es wäre so einfach gewesen, die Sachsen ihre Zukunft selbst zu bestimmen lassen und sich nicht in Dinge einzumischen, die sie nichts angehen. Es ist nur eine Handvoll "Promis", deren Namen nicht mal in Deutschland jedes Kind kennt, viel Rauch um Nichts, nur ein paar weitere Einträge auf der Gottbegnadeten-Liste.