Antifa jagt „Burschis“ in Göttingen – drei Verletzte

GÖTTINGEN(ots) (jk) – Bei Übergriffen auf Verbindungsstudenten und ein Verbindungshaus sind am Wochenende in der Göttinger Innenstadt drei Männer im Alter von 23, 28 und 30 Jahren leicht verletzt worden.

Von den Tätern fehlt bislang jede Spur. Die Polizei Göttingen geht in allen Fällen von einer politischen Motivation aus. Die weiteren Ermittlungen hat das 4. Fachkommissariat des Zentralen Kriminaldienstes, zuständig für Staatsschutzdelikte, übernommen.

Der erste Vorfall ereignete sich Samstagnacht gegen 01.40 Uhr im Schildweg. Vor einem Verbindungshaus wurden hier nach ersten Informationen zwei 28 und 30 Jahre alte Studenten aus der Region Hannover und Nordrhein-Westfalen unvermittelt von mehreren dunkel gekleideten, vermummten Personen angegriffen, geschlagen und als „Scheiß Burschis“ beschimpft. Die Angreifer entrissen den beiden Männern die getragenen Schärpen und flüchteten danach in unbekannte Richtung. Die Opfer erlitten u. a. Prellungen und oberflächliche Schnittverletzungen. Sie wurden mit Rettungswagen in die Göttinger Uniklinik gebracht.

Vor dem Geschäft „Kaufland“ in der Kurze-Geismar-Str. wurde in derselben Nacht gegen 03.15 Uhr ein 23 Jahre alter Student eigenen Angaben zufolge ebenfalls von einer unbekannten Personengruppe angegriffen, geschlagen und wiederum als „Scheiß Burschi“ beschimpft. Bei dem Angriff erlitt der Göttinger eine Platzwunde an der Oberlippe.

Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen der Polizei verliefen bei beiden Vorfällen ergebnislos.

Wurde schon öfter Ziel von Anschlägen – das Verbindungshaus der Hannovera Burschenschaft- 2012 – Foto: Stefan Flöper /Stefan Flöper / Wikimedia Commons, via Wikimedia Commons
Wurde schon öfter Ziel von Anschlägen – das Verbindungshaus der Hannovera Burschenschaft- 2012 – Foto: Stefan Flöper / Wikimedia Commons, via Wikimedia Commons

Am darauffolgenden Sonntagabend gegen 20.50 Uhr bewarfen Unbekannte das Gebäude einer Studentenverbindung in der Herzberger Landstraße mit Pflastersteinen und beschädigten dabei ein Fenster im ersten Obergeschoss des Hauses. Parallel dazu wurde nach derzeitigen Ermittlungen im Bereich des asphaltierten Vorhofes vermutlich ein sog. Bengalo (pyrotechnischer Gegenstand) gezündet.

Ein Bewohner will kurz danach das Quietschen von Autoreifen gehört haben. Ob ein Zusammenhang mit dem Übergriff besteht, ist zurzeit unklar. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch offen. Das 4. Fachkommissariat ermittelt.

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