Tödliche Pillen oder seit wann werden Amokläufe geplant?

In München schrumpften drei mit Langwaffen ausgerüstete Terroristen innerhalb weniger Stunden zu einem einzigen Schützen, der nur mit einer umgebauten Deko-Pistole bewaffnet gewesen sein soll.

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Die offizielle Darstellung liefert nun alle Zutaten für einen klassischen Amoklauf. Der Einzeltäter war in psychiatrischer Behandlung, man fand Psychopharmaka in seinem Zimmer und Literatur über Amokläufer. Die Tat soll er ein Jahr lang geplant haben, Vorbild soll der norwegische Massenmörder Anders Breivik sein. Ein Manifest hat man auch noch gefunden.

Die Geschichte ist damit auserzählt, der Schütze tot, Killerspiele und Mobbing in der Schule werden wieder einmal als Katalysatoren bei vorhandener Persönlichkeitsstörung als Erklärung für die Tat herangezogen.

Welche Fragen werden nicht beantwortet? Wo sind die Langwaffen geblieben? Haben sich alle Zeugen in ihrer Panik so geirrt?

Wieso wurde der Jugendliche in der Behandlung nicht als Gefährder erkannt? Schließlich ist doch der Maßregelvollzug voll mit Leuten, die vorsorglich weg gesperrt werden, da sie nach geringen „Anlasstaten“ nach Meinung der meisten Gutachter zu wesentlich Schlimmeren fähig sein müssten. Wieso fiel der geheimnisvolle A.D.S. durch das Raster, wo doch schon harmlose Sozialpädagoginnen wegen eines in die Haxen gefahrenen Einkaufswagens als gefährlich eingestuft werden? Siehe Fall Ilona Haslbauer. Taugt die hochgelobte Psychiatrie in Deutschland doch nicht so viel?

Nächste Frage – eine geplante Tat gilt als Mord. Ein Amoklauf aber ist immer noch das Ergebnis blindwütiger Raserei – er entsteht aus der Verzweiflung des Augenblicks in einer aussichtslosen Lage – etwa, wenn der Gerichtsvollzieher kommt, die Ehefrau die Scheidung einreicht oder der Chef die Kündigung ausspricht. Labile und gewaltbereite Menschen, die dann durchdrehen sind Amokläufer – geplante Massenmorde fallen nicht in diese Kategorie, solche Taten so zu bezeichnen, verharmlost sie.

Nächste Frage – falls man Spuren von Medikamenten bei dem Täter findet, wie hoch war wohl die Konzentration davon im Blut während der Tatzeit? War der Täter wirklich noch in der Lage, gezielt zu schießen? Selbst leichte Antidepressiva schränken bereits die Fahrtüchtigkeit ein. Sicher hat der Arzt ihn nicht vorgewarnt, dass der Gebrauch von Schusswaffen unter Psychopharmakaeinfluss nicht zu empfehlen ist, da man sich eher ins eigene Bein schießt, als ins Schwarze zu treffen.

Nächste Frage – Um welche Medikamente handelt es sich? Hat der Täter sie eigenmächtig abgesetzt, wodurch er erneut in einen gefährlichen psychischen Ausnahmezustand geraten sein könnte? Dann wäre der behandelnde Arzt gefragt und eventuell mitschuldig, die Risiken der Behandlung hinsichtlich von Gewaltausbrüchen sind bekannt und durch Studien belegt. Diese Theorie passt allerdings nicht zum geplanten „Amoklauf“ – hierfür muss der Täter stabil gewesen sein, um die Tat überhaupt begehen zu können.

Nächste Frage – Eine Reihe von Medikamenten lösen erst bei Verabreichen schlimme psychische Krisen aus. Eine psychische „Krankheit“ kann sich dadurch verschlimmern – eine Persönlichkeitsstörung, wie sie bei sogenannten Amokläufern aber vorliegen muss, lässt sich damit nicht behandeln. Bei der Einnahme von Medikamenten wird auch meist – außer bei Benzodiazepinen, den klassischen Beruhigungsmitteln – das Denken verlangsamt, wie auch die Wahrnehmung von Gefühlen beeinträchtigt. Patienten berichten oft davon, sich „innerlich wie tot“ zu fühlen. Das Fehlen von Empathie ist die Voraussetzung dafür, um Menschen reihenweise hinrichten zu können.

Wetten, dass die demnächst vollständige Aufarbeitung trotzdem einige dieser Fragen offenlassen und die Widersprüche nicht aufklären wird? Hauptsache, der Täter ist gefunden, wie man es von der Bayernjustiz gewohnt ist, denken wir mal an den Fall Peggy …

Nächste Frage – was lesen wir demnächst im Manifest des Killers? Wenn er Anders Breivik zum Vorbild hatte, warum hat er es nicht öffentlich gemacht? Warum hat er sich erschossen? Hätte er sich nicht wie sein Vorbild widerstandslos festnehmen lassen müssen? Zwischen dem Sendungsbewusstsein von Breivik und dem „Münchner“ A.D.S. liegen Welten. Möglich will man diesen Qualitätsunterschied dann vielleicht mit der psychischen Verfassung erklären, oder Breivik sei einfach intelligenter gewesen und kaltblütiger vorgegangen.

Wir werden keinen aufsehenerregenden Prozess mit einem Psychopathen als Hauptdarsteller im Gerichtssaal erleben, der jede Gelegenheit nutzt, die Öffentlichkeit mit seinen Posen zu schockieren, denn der Killer ist tot. So tot, wie mancher Terrorist, dessen Pass man inmitten eines Trümmerfelds unversehrt gefunden hat. A.D.S. liebte angeblich Killerspiele und machte sogar Fotos an den Schauplätzen des „Amoklaufs“ von Winnenden. Früher hatten Attentäter immer eine Ausgabe von „Fänger im Roggen“ dabei  wie sich die Zeiten wandeln …

Natürlich kann man diese Medikamente und bestimmte Psychotechniken auch gezielt einsetzen, um Killer zu produzieren, die dann mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt losschlagen. Das ist natürlich wieder „Verschwörungstheorie“ – aber es wäre nicht die erste und ganz sicher nicht die letzte, die mehr als nur einen wahren Kern enthielte.

Die Spindoktoren werden sich vielleicht auch nicht sonderlich große Mühe geben müssen, denn spätestens mit dem nächsten „Amoklauf“ oder Terroranschlag ist der schwarze Freitag von München wieder vergessen.

 

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2 Kommentare

  1. Viele, berechtigte Fragen auf die es wohl niemals befriedigende Antworten geben wird. Da setzen die politisch Verantwortlichen die ihnen folgsam zur Verfügung stehenden medialen Medikamente und Drogen ein, um das Volk weiterhin zu paralysieren und von der eigenen Hilflosigkeit und Unfähigkeit abzulenken. Ein unbedingt notwendiger, politischer Kurswechsel und eine Korrektur des Rechtsstaates und der Justiz an die sich dramatisch negativ veränderten, gesellschaftlichen Verhältnisse käme dem Eingeständnis des völligen Versagens gleich. Deshalb setzt man weiterhin auf den eingeschlagenen Weg der Volksverdummung und die Abschaffung der Meinungs-, und Versammlungsfreiheit politisch Andersdenkender. Denn würde man tatsächlich wieder eine dem Volk dienliche Politik betreiben (z.B. Wiederherstellung der inneren Sicherheit, sofortige Abschiebung Krimineller, Grenzsicherung, etc.) käme man der politischen Ausrichtung der AfD so nahe wie einst *Ikarus der Sonne, würde sich politisch die Flügel versengen und abstürzen (*griechische Mythologie). Deshalb lügen und betrügen diese Polit-Hochstapler mit aller Macht weiter, auch wenn das vorsätzlich entmündigte Volk dabei zugrunde geht. Allerdings werden weitere Amok-, und Terroranschläge, wie immer man das auch bezeichnen mag, nicht mehr durch weitere Papageien-Beileidsbekundungen abzutun sein. Nein, das Volk wird sich nicht damit abfinden und damit leben wollen. Vielmehr wird jeder weitere Anschlag auf das Leben der Bevölkerung einem Anschlag auf diese Polit-Versager gleichkommen und sie für immer von der politischen Bühne entfernen.

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