Anklage gegen IS-Terrorist „Harry S.“ wegen Mord in sechs Fällen

Karlsruhe  – Die Bundesanwaltschaft hat am 10. Juli 2017 vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Hamburg Anklage gegen den 28-jährigen deutschen Staatsangehörigen Harry S. erhoben. Er gilt als  hinreichend verdächtig, in sechs Fällen als Mitglied der ausländischen terroristischen Vereinigung Islamischer Staat (IS) aus niedrigen Beweggründen Menschen getötet und hierdurch gegen das Völkerstrafgesetzbuch verstoßen zu haben.

Aus der Anklageschrift:

Mitte Juni 2015 ließ der sogenannte Islamische Staat auf dem Marktplatz von Palmyra/Syrien sechs Gefangene exekutieren. Fünf der Getöteten gehörten der syrischen Armee an, der sechste war ein sunnitischer Prediger. Harry S. gehörte dem sechsköpfigen Trupp an, der die Hinrichtung durchführte. Er war mit einer Pistole bewaffnet. Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern aus seiner Gruppe bewachte er die Gefangenen und hinderte sie an der Flucht. Einen von ihnen führte der Angeschuldigte sodann zur Straßenmitte, wo bereits die übrigen Gefangenen für die Exekution aufgestellt wurden. Anschließend wurden sie allesamt erschossen. Harry S. feuerte die Schützen durch laute Rufe an. Während der Erschießung hielt er sich am Straßenrand auf, um nicht selbst von einer Kugel getroffen zu werden. Von dort aus zielte und schoss er auf die am Boden liegenden Körper.

Harry S. war bereits am 5. Juli 2016 vom Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Nach den Feststellungen des Oberlandesgerichts reiste er Ende März 2015 nach Syrien und schloss sich dort Anfang April dem sogenannten Islamischen Staat an. Als Mitglied des „IS“ wirkte er unter anderem in einem Propagandavideo mit dem Titel „Der Tourismus dieser Ummah“ mit. In diesem Video sollte ursprünglich auch die auf dem Marktplatz von Palmyra vollzogene Hinrichtung gezeigt werden. Die Tötung der sechs Gefangenen war deshalb von der Terrororganisation gefilmt worden. Die Filmaufnahmen sind erst nach dem Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts bekannt geworden. Sie zeigen unter anderem auch den Angeschuldigten und dessen Beteiligung an der Exekution.

Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs hat am 21. Dezember 2016 Haftbefehl gegen den Angeschuldigten erlassen. Er befindet sich derzeit in anderer Sache in Strafhaft

Foto: Screenshot Youtube Kanal Ghana’s got talent

Anzeige

für eine Banküberweisung finden Sie die Kontonummer im Impressum

Opposition 24 unterstuetzen
Ihre Email Adresse:

Hinweis zu den Kommentaren

Kommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder!
Redaktion
Über Redaktion 5633 Artikel
Frisch aus der Redaktion

2 Kommentare

  1. JEDER steht wo er steht weil er auf seinen eigenen Beinen dorthin ging !
    Dieser Harry S. ging aus der Sicherheit ins Risiko.
    Ganz bewusst ! Mit aller Konsequenz…

    Sich nun als Opfer darzustellen ist übel/perfide und schlicht unter “ Lügen ist erlaubt“ einzuordnen.
    Warum ist er nicht in Bremen geblieben ???
    Er WOLLTE kämpfen – FÜR den Islam – er hat seine Entscheidung getroffen, nu “ plötzlich “ entdeckt er die Vorzüge die ihm in D geradezu zugeworfen wurden/ werden.

    Die Körpersprache zeigt das dieser Harry S. LÜGT !

    Widerlich !

Kommentare sind deaktiviert.