Als der Prophet noch aus Übersee kam und Uncle Sam hieß

Hier sehen wir den Kuppelbau einer us-amerikanischen Fastfood Moschee mit der transatlantischen Variante des Minaretts.

By TheWhitePelican (Own work) [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons
By TheWhitePelican (Own work) [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons
Bei Ausgrabungen in späteren Jahrhunderten kommen vielleicht die postapokalyptischen Archäologen zu dem Schluss, dass der Buchstabe M tatsächlich einmal für den Propheten Mohammed stand. Wer kann schon wissen, wie sie die Fundstücke zusammensetzen werden?

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Aber natürlich war alles ganz anders, Ähnlichkeiten sind rein zufällig. Nach der Befriedung Europas durch die Alliierten schossen diese Bauten vor allem in Westdeutschland in die Höhe, die Baumeister waren immer schön darauf bedacht, dass man das große M von jeder Autobahnabfahrt sehen konnte.

So wurde uns mit dem “Essen” die Kultur näher gebracht, die wir bis dato nur aus Hollywoodfilmen und den ersten Sitcoms kannten. Wenn man Glück hatte, wurde man im Englischunterricht darüber aufgeklärt, dass Hamburger gar nicht ursprünglich aus Deutschland stammen, sonst hätte sich zwischen den zwei Brötchenhälften wohl auch eher Fisch befunden.

Für traditionsbewusste Konservative und ebenso überzeugte antiimperialistische Linke muss die Amerikanisierung des Kontinents ein Alptraum gewesen sein. Nach der “Wiedervereinigung” konnten die überlebenden real existierenden Sozialisten jenseits der Demarkationslinie dieses Trauma nachholen, dabei wechselten doch nur die großen Brüder ihre Stühle, das war alles.

Aber die Wurzeln des Kulturimperialismus von jenseits des großen Wassers liegen in Europa und er kann eher als kulturelle Rückkopplung und weniger als Eroberung verstanden werden, sonst hätte er nicht solche Früchte tragen können. Auch heute noch hat jeder dritte US-Amerikaner deutsche Wurzeln. Komisch, dass noch niemand auf die Idee kam, Deutschland für den Völkermord an den Indianern wenigstens zu einem Drittel verantwortlich zu machen und Reparationen zu fordern.

All das Geschimpfe und Gezetere über den Niedergang der Kultur durch amerikanische Sitten zeigte nur eingeschränkte Wirkung. Man demonstrierte gegen den Nato-Doppelbeschluß, trug ganz selbstverständlich dabei Jeans und Sonntag abends flimmerten die Waltons oder Bonanza über die Mattscheibe. Deutsche Musik war eine Zeit lang bis auf Udo Lindenberg genauso uncool wie Atomkraft und Urlaub an der Nordsee, aber der Ami ließ sich einfach nicht mit “Ami, go home” Plakaten vertreiben.

Die Fastfoodtempel haben es heute etwas schwerer, aber noch immer dominieren sie fast jedes Gewerbegebiet, wenn nicht gleich daneben ein IKEA Turm seinen Schatten auf die analogen Futterstellen wirft, die durch die Digitalisierung nur noch eine untergeordnete Rolle beim Kultur-re-import spielen. Das analoge McDonalds M wurde allmählich durch das digitale M von Microsoft abgelöst, später kam der Apfel als religiös aufgeladenes Symbol hinzu und spätestens mit dem iPhone läuft nichts mehr ohne I und M.

I wie Islam, M wie Messias, I wie Israel, wie die Internationale, M wie Mohammed, I wie INRI oder M wie Merkel und Multikulti. Die Etiketten sind austauschbar, stehen für Inhaltsleere und sind nichts weiter als faschistoid. Gefordert wird unter den Logos stets nur ein und dasselbe: Gehorsam!

Kaufe, arbeite, buy, obey, work, don’t think, believe, glaube, gehorche, unterwirf dich! Lebe nach unseren Regeln! Sei niemals du selbst. Bleibe unwissend, denn nur der Glaube kann Berge versetzen – Leichenberge!

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Wolfgang van de Rydt
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1 Kommentar

  1. Ist doch einfach zu erklären:
    Ihr fragt uns Leser:……..Deutschland für den Völkermord an den Indianern wenigstens zu einem Drittel verantwortlich zu machen und Reparationen zu fordern.

    Indianer sind halt nicht jüdisch .. Logisch oder? Das wusste ich jetzt nach 5 Bier in der Kneipe und das noch um 1.45Uhr

    Dennoch… geniale Fallanalyse. Dumm seid ihr wohl nicht?

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