Alarm im Flüchtlingsheim: Das Kotelett-Attentat von Barsinghausen

Kotelett

Man wundert sich inzwischen über nichts mehr. Noch vor kurzem war völlig undenkbar, was sich in dieser Woche im niedersächsischen Barsinghausen abspielte. Wer hätte sich schon an ein paar herumliegenden Koteletts gestört? Diese fanden Mitarbeiter einer Baufirma nämlich Mitte der Woche auf der Fensterbank einer Flüchtlingsunterkunft. Unbekannte hatten sie an dem unbewohnten Gebäude abgelegt, das nach einem Brandanschlag im Januar derzeit saniert wird. Statt das Fleisch einfach zu entsorgen, wurde die Polizei alarmiert, die den Staatsschutz einschaltete, weil man die Aktion als möglichen rassistischen Angriff auf die in Kürze dort einziehenden Muslime wertete. So groß ist die von Medien und Politik verbreitete Hysterie um den Islam, dass sie inzwischen die irrwitzigsten Blüten treibt. Da soll künftig freizügige Werbung verboten werden, die man zwar all die Jahre wie selbstverständlich Kindern und Jugendlichen zugemutet hatte, sich aber urplötzlich mit Blick auf die Gefühle der Muslime nicht mehr zu zeigen traut. Da werden Faltblätter mit sexueller Aufklärung verteilt, die sich in der Nähe des Straftatbestands der Verbreitung pornografischer Inhalte bewegen, um Männern aus anderen Kulturkreisen Benehmen beizubringen.

Wie rassistisch jedoch die dahinter stehende Geisteshaltung ist, scheint den Wohlmeinenden in den öffentlichen Verwaltungen völlig zu entgehen. Man gewinnt dabei den Eindruck, es werde alles getan, um das öffentliche Leben auf die Bedürfnisse einer kleinen Gruppe neuer Mitbürger zuzuschneiden, bei denen nicht etwa die Nationalität, der Bildungsstand oder soziodemografische Faktoren die größte Integrationsherausforderung darstellen, sondern die Religionszugehörigkeit. Die tiefe Verbeugung vor dem zugewanderten Islam hat inzwischen ein Klima geschaffen, in dem jeder genau beäugt, was der andere tut, um sicherzustellen, dass kein Muslim verärgert wird. Da reicht dann schon ein Stück Schweinefleisch zur falschen Zeit am falschen Platz, um den Staatsschutz zu alarmieren. Was wie Satire klingt, ist das traurige Ergebnis einer Überhöhung des Religionsschutzes, die nichts mit gelebter Religionsfreiheit zu tun hat. Dabei sei die Frage erlaubt, ob das politische und mediale Anbiedern nicht erst den wirklichen Rassismus bedeutet, findet es seine Motivation doch weniger im vielbeschworenen Integrationsgedanken, als vielmehr in der generellen Furcht, provozierte und ausgegrenzte Muslime könnten den öffentlichen Frieden gefährden. Die Scheu vor dem unmissverständlichen Einfordern der Assimilation führt zur Schaffung eines Generalverdachts.

Die Ermittlungen der Behörden werden ins Leere laufen, da es sich beim Schweinefleisch-Skandal von Barsinghausen um einen Streich handelt, der weder eine Ordnungswidrigkeit, noch eine Straftat darstellt. Geschädigte gibt es ohnehin nicht, sieht man von den Gefühlen einiger willkommensduseliger Weltverbesserer einmal ab. Einen wichtigen Anstoß kann das „Kotelett-Attentat“ aber dennoch liefern. Wir müssen in der gesellschaftlichen Debatte dringend wieder zur Normalität zurückfinden. Zu leicht machen es die selbsternannten „Erziehungsberechtigten“ durch falsch verstandene Rücksichtnahme Integrationsunwilligen, sich ihrer Verantwortung zu entziehen. Wer sich durch unsere Art zu leben provoziert fühlt, dem muss eine Mehrheitsgesellschaft klar sagen, dass er sich für ein Land entschieden hat, in dem Menschen Kopftücher zum Schutz vor schlechtem Wetter tragen, in dem selbstverständlich alles gegessen wird, was der Artenschutz nicht verbietet, und in dem niemand das Recht hat, andere mit seinen religiösen Überzeugungen zu nötigen. Der Teil der Zuwanderer, der dies nicht akzeptieren will, muss nicht hofiert, sondern vor die Wahl gestellt werden, sein Leben woanders zu führen. Ebenso deutlich sollte man sich an die Vertreter aus Politik, Medien und Verbänden wenden, die sich anmaßen, für den Islam zu sprechen und einem nicht-islamischen Land dessen Traditionen aufzuzwingen.

 


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Ramin Peymani
Über Ramin Peymani 95 Artikel
Publizist, Autor der bekannten Klodeckel Chroniken - neuestes Werk "Spukschloss Deutschland" im Handel erhältlich

4 Kommentare

  1. Das ist ein heisser Anwärter auf den lächerlichsten „Terrorangriff“ des Jahres. Was auch immer die Leute sich dabei gedacht haben – Chapeau, es hat für die Medien gereicht.

    Daneben gibts neues und verstörendes aus dem Musterland für Selbstzerstörung Schweden. Ein Bericht einer britischen Journalisten über die systematische Vertuschung von Migrantenverbrechen und die Manipulation des Wahlvolkes nach links: http://inselpresse.blogspot.com/2016/04/daily-mail-wie-europas-liberalstes-land.html

    Ich wette, bei uns ist es anders. Kleiner Spass..

  2. Ein Leitartikel (bzw. Komnentar), der nicht zu verbessern ist! Der vielleicht ergaenzt werden kann, naemlich: Die Selbstbeschaedigung, die uns, der (schweigenden) Mehrheit durch eine aggressive, ruepelnde und wuetend um sich schlagende Minderheit zugefuegt wird, ist geradezu grotesk. Alles das, was uns diese Oberlehrer und Moechtegern-Zuchtmeister als Straftaten um die Ohren schlagen, gilt ihnen bei anderen Voelkern dagegen als geheiligtes Gut! Es stellt sich die Frage, welche Perspektive diese Leute besitzen oder ob sie ueberhaupt folgerichtig denken. Doch bevor ich mich unterwerfe, besinne ich mich meiner Kultur, meiner Zivilisation und Geschichte und sehe, dass ich mich deren nicht schaemen muss. Im Gegenteil. Unser europaeisches Leben ist das Produkt eines Jahrhunderte dauernden unermuedlichen Kampfes um gleiches Recht nicht nur von Maennern und Frauen, sondern auch der Gesellschafts-Zugehoerigkeit. Eine bedeutsame Wegemarke stellt die Aufklaerung dar. Sie bildet den Boden der intergesellschaftlichen Egalitaet. Moslems dagegen verharren wie vor 4einhalb Jahrtausenden zur Zeit des gewalttaetigenn Psychopathen Mohamned in unsaeglicher Sklaverei. Wenn ‚unsere‘ Gutmenschen ausgerechnet dieses barbarische Regime in den hoechsten Toenen preisen, so stellt sich die Frage nach deren geschichtlichem Wissen sowohl als auch nach deren Urteilskraft. Kurz gesagt, ihrem Verstand. In unser aller Interesse beziehe ich mich besser auf unsere europaeischen humanistischen Werte.

  3. Wieder so ein verbrecherischer Akt der täglichen Angriffe,das kommt in die Statistik.
    Wenn Angriffe ,verbal oder körperlich,durch Musel-Deutsche,ebenso kleinlich und penibel registriert würden.Das würde die „Kartoffel-Deutschen „nur verunsichern.
    Wer einige türkische Schimpfwörter kennt,der kann verstehen,wie an den Schulen Lehrkräfte angesprochen werden,von Mitschülern ganz zu schweigen.
    „Orosbru“ (Hure)werden Kuffar-Frauen(ungläubige) genannt.Ganz normal,offensichtlich straffrei.
    Vor vielen Jahren in der Sauna selbst erlebt.
    Nur die resolute Bademeisterin hatten die „Herrenmenschen“ unterschätzt.
    Schon damals schauten und hörten die „Opfer“-Deutschen weg.
    Sarrazin wird täglich bestätigt.

  4. Nja, da haben die Neuankömmlinge ja „Schwein gehabt“. Und nun ist man auf Schnitzeljagd, gelle? Wahrscheinlich waren es bösatige Rechtsradikale, die nichts vom Schächten halten und ein unzumutbares Zeichen setzen wollten. – Das Zeichen der Wurst.
    Arme Politschauspieler, arme LPresse -wie armseelig und total BEKLOPPT… ein besseres Wort trifft es wohl nicht. Vermutlich war die Baufirma total entsetzt über soviel rohes Fleisch – mmmh, dabei wollen die Neuankömmlinge doch rohes Fleisch sehen und besitzen oder irre ich mich da? Vielleicht haben die Grünen ihnen ja eine Freude machen wollen? Vielleicht aber auch nur wieder eine Inszenierung für die Bevölkerung? Wer weiß das schon…. Ich sicher nicht.

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