Ahnungslose Sozialisten – Teil 1: Die Lehrer

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Sozialisten wissen oft gar nicht, dass sie Sozialisten sind. Viele Lehrer sind beispielsweise Sozialisten, aber das hören sie gar nicht gerne. Schließlich haben sie doch so hart für ihr Studium gelernt und sich die Hacken nach einer Planstelle abgerannt, bis sie dann endlich auf Lebenszeit verbeamtet wurden. 

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Bei soviel Konkurrenzdruck kann man doch unmöglich von einem sozialistischen System sprechen, Wettbewerb ist doch kapitalistisch und vor allem “böse”.

“Aber Herr Lehrer …. ” – “Oberstudienrat, bitte” – “Herr Oberstudienrat, gehört denn Planwirtschaft nicht zum Sozialismus?”

“Ja, das ist richtig, kleiner Fritz. An der Planwirtschaft ist auch die DDR zugrunde gegangen.”

“Aber Sie haben doch auch eine Planstelle bekommen …” – “Das ist ganz etwas Anderes!”

Ach, der Ärmste mit A 13 besoldete Staatsdiener kann einem Leid tun. Zum Glück ist er bereits mit Anfang 30 dem Wettbewerb entronnen und hat bis zur Pensionierung nichts mehr zu fürchten, solange er keine eigene Meinung entwickelt, denn das mag der Sozialismus nicht so gerne. Dreizehn lange Jahre hat er sich für das Abitur abgequält, um dann den gleichen Stoff im Studium noch mal zu wiederholen, damit er den immer noch gleichen Stoff bis zur dreizehnten Klasse unterrichten darf. Das hört sich sehr, sehr spannend an, nicht wahr?

Und weil das Leben im Heute so spannend ist, erzählt der Herr Oberstudienrat immer sehr gerne von seiner Studentenzeit. Weil unbedingt jeder studieren wollte, gab es kaum Studentenbuden. Aber das ist ja kein Wunder, wenn immer mehr Leute Abitur machen – früher war das viel, viel schwerer zu bekommen. Ach, war das eine wilde Zeit. Und sie hat sich gelohnt, heute geht es ihm gut, ja viel, viel besser. Wenn nur nicht alles so teuer wäre und die Preise immer weiter steigen würden.

Die Widersprüche übersieht der Lebenslängliche geflissentlich.

Natürlich hat der kleine Fritz Recht. Der Herr Oberstudienrat hat seine Existenz der Planwirtschaft zu verdanken. Planwirtschaft ist das Gegenteil von Kapitalismus und daher sozialistisch.

Der Staat verpflichtet alle Kinder ohne Ausnahme zum Schulbesuch. Und der ist angeblich kostenlos, damit jedermann in den Genuss des tollen staatlichen Schulsystems kommt und beste Bildungschancen erhält. Finanziert wird das Schulsystem aus Steuermitteln, auch von den Leuten, die gar keine Kinder haben und auf ein Schulsystem verzichten könnten. Mit diesen Geldern plant der Staat und darum kann dieses Staatswesen Planstellen einrichten. Wer eine solche Planstelle erhält; ist raus aus dem Wettbewerb, der als Lehramtsstudent übrigens deshalb so “gnadenlos” ist, weil das sozialistische Bildungssystem allen Menschen ungeachtet ihrer individuellen Talente und Fähigkeiten, unbedingt gleiche Chancen garantieren will.

In der freien Wirtschaft, die es angeblich noch in unserem Land geben soll, da wäre der Herr Oberstudienrat sicherlich längst zerbrochen. So wie sein Kollege, der als Quereinsteiger Wirtschaftskunde an der Berufsschule unterrichtet, weil seine Firma in Konkurs gegangen ist. Da werden die Kinder sicher eine Menge lernen über erfolgreiches Wirtschaften.

Der kleine Fritz hat ganz andere Sorgen. Seine ständigen Fragen gefallen dem Herrn Oberstudienrat gar nicht. Bringen ihm seine Eltern solch einen Unsinn bei? Vielleicht sollte er sie mal zum Gespräch einladen. Das geht aber nicht so einfach, da muss unbedingt die Schulpsychologin dabei sein. Leider ist die Planstelle wegen Elternzeit gerade nicht besetzt.

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