Ahlen: Grüner Stadtrat soll AfD-Landtagsabgeordneten attackiert haben?

Ahlen: Gegen den gestrigen Auftritt von AfD-Vize Alexander Gauland bei einer Wahlkampfveranstaltung hatte der Förderverein für Flüchtlinge zum Protest aufgerufen.

AfD entsorgen – Foto: privat

An der AfD-Veranstaltung nahmen rund 300 Personen teil, die lokale Presse berichtet von 100 Gegnern, die dem Aufruf zum Protest gefolgt sein sollen. Was dann allerdings geschildert wird, bestreiten Augenzeugen gegenüber O24.

Es sei zu „tumultartigen Szenen“ gekommen, berichtet „Die Glocke“, weil sich der Kreis-Sprecher der AfD, Dr. Christian Blex, mit der Polizei angelegt habe. Laut dem Bericht, beschwerte er sich bei den Polizeibeamten, „der Mob habe ihn wegschubsen wollen. Er sei von dem Pöbel körperlich bedrängt worden.“ Deshalb warf er den Beamten vor, ihn nicht vor Übergriffen geschützt zu haben. Fotos, die uns vorliegen, zeigen den grünen Stadtrat Siegfried Darga und den Landtagsabgeordneten Dr. Christian Blex, dazwischen Beamte der Polizei. Wer hier wen attackiert, kann man daraus nicht eindeutig schließen, unsere Informanten aber stützen eher die Version des Landtagsabgeordneten der AfD, nach der er attackiert worden sei.

Anzeige

Nur für Finanzberater: +++ Hier mehr erfahren +++

Gegenüber O24 widerspricht Christan Blex der Darstellung in der Presse. Die Gegendemonstranten hätte zwar ohne jede Frage friedlich demonstriert, seien aber den Teilnehmern der AfD Veranstaltung sehr nahe gekommen, weshalb ein anderer Eingang zum Veranstaltungsort von der Polizei ausgewählt wurde. Er sei zu den Polizisten gegangen und habe gefragt, wo denn der Bereich sei, in dem sich die Gegendemonstranten aufzuhalten hätten. Da er „schnellen Schrittes“ auf die Beamten zugegangen sei, habe man dies als Provokation gewertet, von einer Einmischung in die Aufgaben der Polizei könne jedoch keine Rede sein. Dann erst kam, so Blex, der stellvertretende SPD-Bürgermeister Karl-Heinz Meiwes dazu. Mewes war als Ordner eingeteilt und habe versucht, ihn mit „seiner Körpermasse“ wegzuschubsen. Gleichzeitig habe sich auch Herr Darga „schimpfend“ dazu gesellt. Das habe sich alles vor den Augen der Polizei zugetragen. Erst dann habe er mit Bezug auf diese Attacken an die Polizei gerichtet, die Worte „Pöbel“ und „Mob“ gebraucht.

Mittlerweile hat der Abgeordnete eine Gegendarstellung in der Zeitung „Die Glocke“ verlangt. Darin heißt es:

“ … mit der in der Anlage beigefügten falschen Schilderung des Sachverhalts sind wir NICHT einverstanden und verlangen deshalb eine Gegendarstellung.

Zum Sachverhalt:
Fakt 1: Herr Dr. Blex hat sich nicht über den zugewiesenen Ort der Demonstration vor dem Haupteingang beschwert und auch nicht die Polizei aufgefordert, die Demonstranten von diesem Ort zurückzudrängen. Das ist frei erfunden.

Fakt 2: Herr Dr. Blex hat sich bei Polizeihauptkommissar Markus Bode nach dem zugewiesenen Ort der Gegendemonstration erkundigt. Trotz mehrfacher Nachfragen hat Herr Bode Herrn Dr. Blex diese Auskunft nicht erteilt und ihn stattdessen an die Bereitschaftspolizei verwiesen, die gerade die Demonstranten weiter von dem Eingang zurückdrängte, mutmaßlich auf den zugewiesen und genehmigten Ort ihrer Veranstaltung.

Fakt 3: Während des Gesprächs mit einem Bereitschaftspolizisten kamen Herr Darga und Herr Meiwes aus der Menge zu Herrn Dr. Blex und der dortigen Polizei und forderten Herrn Blex in höchstem Maße aggressiv auf, dort weg zu gehen. Hierbei bedrängte Herr Meiwes Herrn Dr. Blex auch körperlich und versuchte ihn weg zu drücken oder gar um zu stoßen. Die umstehenden Polizeibeamten verhielten sich passiv und unternahmen nichts dagegen. Hierüber hat sich Herr Dr. Blex im Nachhinein bei der Bereitschaftspolizei beschwert und – im Rahmen seiner Aufgabenstellung als Landtagsabgeordneter – angemessenen Schutz vor körperlichen Angriffen verlangt.

Wir sind der Meinung, dass diese grundsätzlich andere Faktenlage für ein ernstzunehmendes Medium wie Ihrem eine Gegendarstellung begründet und halten diese für gerechtfertigt wie angemessen. „

Anzeige

für eine Banküberweisung finden Sie die Kontonummer im Impressum

Opposition 24 unterstuetzen
Ihre Email Adresse:

Hinweis zu den Kommentaren

Kommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder!
Redaktion
Über Redaktion 6537 Artikel
Frisch aus der Redaktion

3 Kommentare

  1. Wie im Tausendjährigen.
    Je dümmer und ungebildetrer, fauler und nichtsnutziger desto größer die Klappe.

  2. GRÜNE immer vorne dabei
    beim GG-widrigen Polit-Terror

    Gewerkschaften betreiben Meinungs-Terror gegen die AfD (hier: Lübeck)

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article162542799/Wahlkampf-Auftakt-wird-zum-Spiessrutenlauf-fuer-AfD-Anhaenger.html 3.3.2017

    Schleswig-Holstein Wahlkampf-Auftakt wird zum Spießrutenlauf für AfD-Anhänger

    Mit drastischen Ultimaten und groben Beschimpfungen haben Gewerkschaften, Demonstranten, SPD und Grüne versucht, den AfD-Wahlkampfauftakt in Schleswig-Holstein zu verhindern.
    Genutzt hat das wenig. Im Gegenteil.

    Schon in den Tagen zuvor hatten vor allem die Gewerkschaften der Hansestadt wenig unversucht gelassen, um die Veranstaltung der AfD zu verhindern. So forderten Verdi und GEW die Stadt Lübeck fast schon ultimativ auf, die von ihr betriebenen „Media-Docks“ für den Wahlkampfauftakt zu sperren. Falls das nicht geschehe, hieß es in einem offiziellen Schreiben an das zuständige Lübecker Koordinierungsbüro Wirtschaft (KWL), würden künftig keine Gewerkschaftsveranstaltungen mehr in den „Media Docks“ stattfinden. Auch ein Teil der Lübecker Grünen und das örtliche „Flüchtlingsforum“ drängten öffentlich darauf, die AfD-Veranstaltung in Lübeck zu verbieten.

    Dies allerdings war nach Angaben des Lübecker Bürgermeisters Bernd Saxe (SPD) schon aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Da es sich bei den „Media Docks“ um ein mit öffentlichen Mitteln errichtetes Gebäude handele, so Saxe in den „Lübecker Nachrichten“, müsse es die Stadt politischen Parteien „diskriminierungsfrei“ zur Verfügung stellen. Also auch der AfD. Nur bei erheblichen Sicherheitsbedenken könne man eine solche Veranstaltung ablehnen. Die bestanden aus Sicht der Lübecker Polizei im Falle der „Media Docks“ jedoch nicht.
    Wahlkampfveranstaltung in Kiel abgesagt

    +

    https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2017/das-schweigen-der-heuchler/ 3.3.2017

    Leser-Kommentare: Yahel meint 3. März 2017 um 13:49

    „Sozis, Grüne, Linke und Gewerkschafter sind stets vorne mit dabei, wenn es gilt, zu Haßkundgebungen aufzuhetzen;…“

    Richtig, kann ich aus meiner langjährigen und längst beendeten Gewerkschaftsmitgliedschaft bestätigen. Alle Funktionäre, egal welcher Ebene, verteilen nur Informationen, die die andere Seite in schlechtes Licht rückt und fordern die Mitglieder dreist auf die von ihnen organisierte Demo zu unterstützen.

  3. Yahel, was die Gewerkschaften mit Ihren Mitgliedern tun,
    ist nicht dreist, sondern reine Erpressung.
    Nur dieser Drecksstaat macht nichts dagegen !!!

Kommentare sind deaktiviert.