AfD: Wenn der Lucke auf die Frauke haut

Parteitag in Essen ruft Gegner auf den Plan

So harmonisch vereint werden Bernd Lucke und Frauke Petry wohl nie wieder vor den Kameras posieren.

Im Richtungsstreit der Partei geht es um viel – Gegner frohlocken schon und sehen die Alternative für Deutschland schon vor dem Zerfall. Trotzdem kündigten unter dem Motto “Essen stellt sich quer” ca. 150 Teilnehmer ihren Protest gegen die Veranstaltung in der Essener Grugahalle an.


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Doch auch ohne diese Gegner dürfte es heiß hergehen. Lucke, der mit seinem Weckruf 2015 eine deutliche Abgrenzung zum rechten Parteiflügel erreichen wollte, setzt alles auf eine Karte.

Für den Fall, dass seine Widersacherin Frauke Petry gewählt würde, die ebenso wie die Europaabgeordnete Beatrix von Storch für den Bundesvorstand kandidiert, kündigte er seinen Rückzug an.

Zerstörtes Vertrauen könne der Parteitag nicht dadurch wiederherstellen, wenn er und Petry zur weiteren Zusammenarbeit gezwungen würden, so sagte er im Interview mit der Wirtschaftswoche.

Petry hatte Lucke scharf kritisiert und sieht hinter sich das nationalkonservative Lager vereint. Auch Beatrix von Storch zeigte kein Verständnis für Luckes Verhalten und forderte ihn schon vor Wochen zum Nachdenken über einen Parteiaustritt auf. Ihre scharfe Kritik richtete sich auch gegen Hans Olaf Henkel.

Eine Stern Umfrage sieht eine deutliche Mehrheit unter Parteianhängern für Bernd Lucke. Demnach sollen 56 % Lucke als den besser geeigneten Vorsitzenden ansehen und nur 23 % für Petry votieren. Doch entscheidend sind die anwesenden Mitglieder am Parteitag.

Während draußen vielleicht Tomaten und Eier zum Abwurf bereitgehalten werden, kann man auf einen Schlagabtausch zwischen Petry und Lucke hoffen.

Wie sieht die Zukunft der Partei aus?

Falls Lucke sich durchsetzt, wäre eine Taktik denkbar, künftig als Mehrheitsbeschaffer für die Unionsparteien auf eine Regierungsbeteiligung zu hoffen. Bei den augenblicklichen Kräfteverhältnissen ist ein Rot Rot Grünes Bündnis nicht mehr vorstellbar. Dazu hat sich die Linke zu eindeutig positioniert.

Die AfD müsste erst mal in den Bundestag gewählt werden, aber wird der Weg von Lucke wird vielleicht die notwendigen Stimmen kosten – 2013 fehlte nicht viel, um die 5% Hürde zu knacken.

Mit Frauke Petry bekäme die Partei wohl eher einen Touch einer deutschen Versi0n vom Front National. Ist der Rivale erst mal aus dem Weg geräumt könnte Petry vielleicht ihre Positionen zur Asylpolitik und zur EU noch weiter verschärfen. Beatrix von Storch dürfte auch in Zukunft den Kurs von Frauke Petry unterstützen, wenngleich sich auch hier möglicherweise ein Spannungsfeld entwickeln könnte.

Am Ende aber kommt es auf die Wähler an – Landtagswahlen stehen in mehreren Bundesländern an und 2017 soll der Einzug in den Bundestag nicht wieder erneut knapp verpasst werden.

Wer auch immer morgen als Sieger die Grugahalle verlässt, draußen warten die Gegner. Zuletzt hatten Unbekannte einen Mainzer Wirt bedroht, so dass er eine geplante Veranstaltung der AfD absagen musste. Seine Gaststätte wurde u.a. mit Parolen beschmiert.



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1 Kommentar

  1. Lucke hin – Lucke her – ich sage es nochmals, die AfD hätte überhaupt eine wirkliche Chance wenn sie sich frontal gegen die Klima-und Energiepolitik von Merkel & Co stellen würde. Das was die AfD zu bieten hat, sind doch nur Nuancen gegenüber den anderen Programmen der sog. etablierten Parteien in Berlin bis hinterunter zum kleinsten Gemeinderat. Die grünen “Unholde” haben es fertig gebracht den sog. Klimaschutz(von Menschengehirnen erdacht) als Multiplikator für den Umweltschutz zu verbinden, um mit der fiktiven Klimakatastrophe für weltweites Chaos zu sorgen. Klimakanzlerberater HJ. Schellnhuber hat schon 2009 festgelegt, dass die von ihm berechnete “Tragfähigkeit der Erde sich auf ca. 1 Milliarde Menschen beläuft. Hieraus ergibt sich ganz automatisch seine perfide Forderung nach einer Rückkehr ins vorindustrielle Zeitalter !
    Das ist der Hintergrund der gesamten Klimapolitik die nun über den Papst weltweite Anerkennung erlangen soll ! Welcher “normale” Mensch kann die sog. Klimaziele von Merkel (zuletzt auf dem G7) mit C02-Reduktion um bis zu 85% und das sog. 2 Gradziel bis 2100 -mit ein bisschen Nachdenken- für voll nehmen ? Aber das ist der Kern der deutschen Politik an die sich die ebenfalls irrwitzige Energiewende mit ihrem ganzen Firlefanz einbindet.
    Im Dezember 2015 soll in Paris ein neuer Klimaschutzvertrag beschlossen und
    aktiv werden !Hierauf arbeiten sie alle hin…und kaum einer merkt es.
    Billionen an Kosten wird dieses Klimawunder erzeugen. Dagegen sind die Finanzkrisen (Griechenland usw.) fast lächerlich, stehen aber mit Sicherheit
    auch mit dem Klimawahn in verbindung !
    Um des Klimas Willen können die Mächtigen alles zum “Wohle” der Menschheit veranlassen: Aufbauen, Vernichten, Töten, verhungern lassen steht zur Auswahl…Die Klimarevolte von Afrika -die wahren Klimakrise- gibt hier schon seit 2009 Aufschlüsse, was wirklich dort abläuft und was man wirklich braucht ! In diesem Sinne gehören Schellnhuber und Merkel vor ein internationales Gericht gestellt. Anklagepunkt ist: geplanter oder versuchter Völkermord ! Der Gerichtshof von den Haag /Holland mit einer afrikanischen Chefanklägerin wäre ggf. hier eine gute Adresse.
    Das wäre die Politik welche die AfD als “wirkliche Initiative für Deutschland ganz oben ansiedeln müsste…aber leider eiert man weiter herum und wagt sich nicht diesen Schritt zu gehen, obwohl es eine riesige Beweislast bezüglich dieser Klimalügenveranstaltung von Merkel und dem anderen Gelumpe gibt ! Wenn man dies alles versteht und genau nimmt, ist die ganze Politik ein einziges Lügengebäude von Oben bis ganz nach unten = kleinster ortsbürgermeister.

    Erich Richter

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