AfD und der Bramstedter Kreis

AfD Schleswig-Holstein (4)

Es war der „Weckruf“, der 2015 den Bramstedter Kreis ins Leben rief, unter Anderem mit Thomas Thomsen, dem späteren Landesvorsitzenden der AfD Schleswig-Holstein. Bei Wikipedia ist nachzulesen:

„Der Weckruf 2015 ist ein im Rahmen eines Macht- und Flügelkampfes in der Alternative für Deutschland (AfD) gegründeter Verein. Der Verein bezweckte, die AfD als eine Partei zu erhalten, die „sachlich und konstruktiv sowohl konservative, als auch liberale und soziale Wertvorstellungen“ vertritt. Vereinsvorsitzende ist Ulrike Trebesius. Am 19. Juli 2015 gründeten Bernd Lucke, Ulrike Trebesius, Bernd Kölmel und andere Weckruf-Mitglieder die Partei Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA) die sich im November 2016, nach einem Gerichtsurteil, in Liberal-Konservative Reformer umbenannte“.

Zwei Strömungen innerhalb der AfD entstanden:
1. Die Konservativen, die zum ursprünglichen Zweck der Gründung dieser neuen Partei standen.
2. Die Abtrünnigen unter Lucke, denen die Ziele der Konservativen dann doch etwas zu konservativ waren.

Der daraufhin gegründete Bramstedter Kreis setzte sich gegen die „Weckruf-Strömung“ zur Wehr und hatte reichlich Unterstützer (unter Anderem die heute höchst umstrittenen Vorstandsmitglieder in Schleswig-Holstein Jörg Nobis und Volker Schnurrbusch.

Die alte AfD flog der AfD förmlich um die Ohren. Jedoch konnte sie durch Frauke Petry in ihrer Ursprünglichkeit erhalten bleiben und fortgeführt werden, während sich Lucke und Trebesius auf zu neuen Ufern machten, die sie bis heute jedoch nicht wirklich gefunden haben.

Der Weckruf war daraufhin bald in der Versenkung verschwunden; schließlich gab es nunmehr auch keinen Grund, ihn am Leben zu erhalten. Anders der Bramstedter Kreis. Er blieb unter Thomsen bestehen und sah sich als politischer Arbeitskreis mit gestandenen Demokraten innerhalb der AfD. Und das ist er im Prinzip noch heute, wäre da nicht ein „ABER“:

Die Zeit Thomsens als Landesvorsitzendem der Schleswig-Holsteiner AfD, in der er faktisch einer eindeutigen Mobbingsituation unterlag – geschürt speziell von den ehemaligen Mitgliedern des Bramstedter Kreises Nobis und Schnurrbusch – endete mit der Wahl des neuen Vorstandes im April 2016. Die viel zu häufigen fragwürdigen Umtriebe des neuen und vermutlich auch noch illegitim gewählten Vorstandes führten jenen Kreis zu unerwartet neuen Aufgaben: Kontrolle und Aufdeckung der viel zu häufigen fragwürdigen Umtriebe des Landesvorstandes mit seinen Rechts- und Satzungsverletzungen. Mit dieser neuen Aufgabenstellung hatte niemand im BS gerechnet; aber irgendwer musste doch präsent sein, um die AfD im Norden der Republik in den Grundfesten von Demokratie und Rechtssicherheit zu bewahren! So liegt dem Kreis seit wenigen Tagen eine Liste all der höchst fragwürdigen und teilweise illegitimen Machenschaften des Landesvorstandes vor, die es zu sichten, zu bearbeiten und unter den Mitgliedern zu publizieren gilt, sofern sich alle Verdachtsmomente bestätigen sollten.
Der heutige Landesvorstand ist in sich gespalten, wie schon zur Zeit von Herrn Thomsen. Wieder bekämpft man den Vorsitzenden und seine Unterstützer und macht ihnen das Leben so schwer wie möglich; man hat ja die Mehrheit. Nur heißen die Bekämpften diesmal anders. Und zur Ablenkung baut man ein großes Feindbild auf:

Der BRAMSTEDTER KREIS

Nicht zuletzt deshalb, weil man sich auf die Finger geschaut sieht. Dafür bezeichnend ist ein Vorgang am letzten Wahlparteitag, als es um die Wahl der Listenplatzkandidaten ging. Ihnen wurden – und das ist natürlich durchaus üblich – Fragen zur Person gestellt. Schließlich konnte man ja nicht jeden Bewerber für einen Listenplatz unkontrolliert akzeptieren. Besonders wichtig jedoch schien dem Gremium um den LaVo die „Ergebenheit“ der Kandidaten zu seiner Linie zu sein, und die „Natural Selection“ wurde mit der alles entscheidenden Frage durchgeführt: „Sind Sie/bist Du MITGLIED IM BRAMSTEDTER KREIS?“ Das war neu. Nur der „Stern“ zum Anheften fehlte noch..

Aber die Mehrheit des LaVo muss inzwischen mit äußerster Besorgnis feststellen, dass immer mehr Mitglieder die Aktivitäten des Vorstandes berechtigterweise hinterfragen und ist inzwischen mit einer Emsigkeit, die in einem kleinen Ameisenhaufen auftritt, wenn man mit einem Stock hinein sticht, bemüht, all ihren Kritikern – bis hin in die Kreisverbände – das Leben schwer zu machen und sie nahe an den Gedanken an einen Parteiaustritt zu bringen. Dabei scheuen sie auch nicht davor zurück, Unwahrheiten zu verbreiten und gestandene Mitglieder zu denunzieren – an der Spitze einer „geheimen Staatspolizei“ Herr Volker Schnurrbusch (entsprechende Beweise liegen der Redaktion vor).

Der für alle Mitglieder der AfD Schleswig-Holstein entstandene Dreh- und Angelpunkt innerhalb des Verbandes ist die noch immer im Raum stehende und rechtlich/gerichtlich zu klärende Frage: Ist der derzeitige Landesvorstand legitim im Amt, oder ist er es nicht (wir berichteten), und hier wird mit großer Anspannung auf ein Urteil – sei es von Seiten das LG in Kiel, oder von Seiten eines Parteien-Schiedsgerichtes gewartet.

Die Sparsamen im Landesverband mögen sich fragen: „Was kostet das nur alles wieder an Geld!“ Die Antwort ist sicher überraschend, denn hier gibt es einen Wehrmutstropfen, aber auch ein Prosit mit einem guten Schluck alten Whiskys: Natürlich entstehen Kosten durch den LaVo, der sich auf „koste es, was es wolle“ im Amt halten will, für die Parteikasse. Und nun kommt der gute und höchst interessante Schluck: Der Bramstedter Kreis arbeitet hier alleine mit Idealismus und Parteitreue. Die entstandenen Kosten werden für Anwalt und Gericht aus den Privat-Portemonnaies der Mitglieder getragen und fallen der Partei selbst in keiner Weise zur Last. Es darf die Frage gestellt werden: Wo findet ein derart hehres auf rein idealistischer Grundlage basierendes Handeln zugunsten von Demokratieerhalt und Fairness im politischen Bereich überhaupt noch statt?

Wir von der Redaktion wünschen hierbei niemandem Glück. Unser Wunsch lautet: Möge die Gerechtigkeit, auch wenn sie mit langsamen Mühlen mahlt, letztendlich siegen.
Fortsetzung folgt……

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2 Kommentare

  1. Der AfD geht es wie allen anderen Parteineigrüündungen nach 1945 mit Ausnahme der Grünen. Sie marginalisieren sich selbst.
    Die Grünen konnten und können sich auf eine derart hirnverbrannte Klientel stützen, die auch den politischen Suizid und den der Glaubwüdigkeit
    ( Kriegstreiberei einer Friedenspartei ) inkauf nimmt um die eiegenen irren Gerechtigkeitsgefühle als das Auserwählte nicht fallen lassen zu müssen. Die dümmsten Vorschläge werden ernst genommen weil sie eben von grünen Gespenstern stammen. Einem solchen Wahn kann kein logisches Denken etwas anhaben. Grün sein ist Religion und darüber kann man bekanntlich nicht diskutieren. Religion ist sakrosankt. Je dümmer sie sich geriert desto glaubwürdiger. Der Pisslam zeigt es in all seiner krankhaften Idiotie.
    Die Trump Administration hat als erste Amtshandlung der Mär vom „Klimawandel“ den Strom abgestellt und alle Regelungen dazu gekippt.
    Nun müssen auch deren Protagonisten raus aus dem hoch subventionierten Pseudo-Wissenschaftsgeschäft und arbeiten.

  2. Es kommt bei allen Partei-Neugründungen zu diesen Vorkommnissen, siehe deutlich einst bei den GRÜNEN und REPsen, daß unseriöse Personen sich einschleichen.

    In Ffm. war es ein Ex-CDUler mit nur Stadtteilniveau, dem man wegen Spielsucht und Alkoholismus als Stadt-Vorsitzenden absetzen mußte, Verdacht sogar auf Unterschlagung von Parteigeldern. Es gibt da anfangs zu viele Irrlichter persönlich wie politisch, das bedarf eines Reinigungs-Prozesses, bis man die wieder kurzgehalten oder ausgeschlossen hat.

    Man darf auch bei den sonst seriösen Politikern und Aktivisten finanzielle Interessen, die bis zu einem gewissen Maße auch legitim sind, nicht ausschließen, das Allzumenschliche spielt überall mit, weswegen ja auch fast jeder irgendeine Enthüllung („Leiche im Keller“) fürchten muß, wer nach oben kommt bzw. kommen will.

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