Äthiopien schreit vor Glück – Die Zwei Euro Dusche für alle

Was wäre Äthiopien nur ohne Karlheinz Böhm? Wahrscheinlich immer noch eine der ältesten Kulturen der Welt. Wie schafften es die Menschen nur all die Jahre ohne die neueste Erfindung aus dem Hause Menschen für Menschen zu überleben?

Quelle: „obs/Die Stiftung Menschen für Menschen/Rainer Kwiotek“

Manchmal kann eine kleine Erfindung die Welt verändern. In diesem Fall ist es ein Duschkopf aus Plastik in Äthiopien, den man mit ein paar Handgriffen auf einen normalen Wasserkanister schrauben kann. Hängt man den Kanister dann kopfüber an einem Balken auf und betätigt einen kleinen Hebel, regnet es aus dem Duschkopf. So einfach das Prinzip, so gewaltig die Wirkung.

In den Projektregionen von Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe jedenfalls stellen die „Jerrycan-Duschen“, benannt nach dem englischen Wort für Wasserkanister, derzeit buchstäblich die äthiopische Welt auf den Kopf. Dabei ist der Preis für den Duschkopf extrem gering: Zwei Euro pro Stück. Noch werden die Duschköpfe aus Deutschland geliefert, doch Menschen für Menschen sucht bereits nach einem Produzenten in Äthiopien.

Wo auch immer die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Menschen für Menschen die Duschen in den Höfen zusammen mit den Bauernfamilien einrichten, sind die Menschen begeistert. Denn bisher war tägliche Körperhygiene aus Mangel an Alternativen kaum mehr als eine „Katzenwäsche“. Die neuen Duschen bedeuten eine radikale Veränderung – hin zu mehr Hygiene und in der Folge zu weniger Krankheiten.

So etwas Tolles gab es noch nie, oder?



Ach, pardon, ich vergaß, es ist bald wieder Weihnachten …

Der Sissy Komplex

5 Kommentare

  1. Biite wie?
    Diese Dinger gibt es seit den 70ern für Fernfahrer als Mobile Dusche unterwegs mit 12 Volt Anschluss zum aufheizen, ganz alter Käse ist diese Meldung!
    flexibel ausdehnbahrer Plastikbalg, Heizmodul, Plastikduschkopf und Aufhängbügel.
    Gabs früher an jedem Truckerhof Europaweit für 17DM.

  2. Vor allen ist das ein sensationelle Erfindung die den Äthiopiern gewaltig helfen wird.
    Dort ( im Tiefland ) herrscht ein permanenter Wassermangel. Falls dann die Produktion dort anläuft, bitte auch für die Sandneger in der Sahara, den Menschen in der Gobi und anderen Plätzen, wo bisher nicht geduscht werden konnte, anbieten. Die Musels im muselmanischen Kernland S.A. waschen sich mit Sand.

  3. Patentanmeldung

    So weit ich weiß, werden 90% des gesamten Plastikmülls von 7 Hauptströmen in die Weltmeere transportiert. 6x davon (?) Afrika (1x Asien). Wenn sich das separieren ließe um daraus Baströckchen zu klöppeln, würden wir alle Millionäre werden. Wer macht mit?

    Oder doch lieber weiter Puddingbecher auswaschen, bis der alte Sack gelb und unser Gewissen rein ist?

  4. Sorry, aber was die als Erfindung preisen, hatte ich schon seit 1994 in meinem Garten!!!
    Meine Gartenvorgänger hatten bereits eine ähnliche Anlage, die ich aber wegen unhygienischen Umständen komplett durch meine Konstruktion austauschte.
    Ein altes Kunststofffass (60L) – gefüllt mit Wasser und in der Sonne hängend. An der Unterseite hatte ich sogar eine alte Duschbrause angebaut.
    Leider hatte ich das Restwasser nicht entleert, so dass der Behälter im Winter 2007/8 kaputt gefroren ist.

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