Adornos Menschwerdung oder die Vertreibung der Kryptofaschisten

Nein, es geht ausnahmsweise einmal nicht um Blockchainjunkies, obwohl es sich bei dieser Spezies im weitesten Sinne ebenso um Kryptofaschisten handelt. Krypto vor allem deshalb, weil ihnen ihr eigener Faschismus verborgen bleibt und sie gleichermaßen ahnungslos sind, welchen Herren sie als Wegbereiter dienen. Aber genug von diesen bedauerlichen Gestalten, es gibt noch traurigere Exemplare dieser Gattung. Sie haben sich selbst das Leben eingehaucht, als sie andere nach ihrem Vorbild schufen und sie Kryptofaschisten nannten.

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Foto by Arturo Espinosa

Dass der Faschist von heute im Gewand des Antifaschisten daherkommt, ist ein alter Hut, befinden wir uns doch in der Blütezeit dieses selbsternannten Antifaschismus, der den langen Marsch durch die Institutionen erfolgreich bewältigt hat. Für ihn beginnt alsbald der Herbst und die Blätter werden fallen. Nackt und ungeschützt steht er nun vor dem Antlitz des Schöpfers und erkennt, dass er nicht der Kaiser ist, nur dessen neue Kleider trägt.

Und so sprach der Herr: „Adorno, warum verbirgst du dich?“

„Mich deucht, dass ich ein Weiblein sei, doch da schaute ich an mir herab und erkannte mein wahres Konstrukt.“

„Siehe“, sprach der Herr, „er ist geworden wie unsereiner und weiß, was männlich und weiblich ist.“

Wie die Geschichte endet, steht ziemlich weit vorne in einem anderen Buch. Adorno erkennt, dass der Herr mit dem weißen Rauschebart gar nicht der Erfinder der Mehrwerttheorie ist, doch es ist zu spät. Das bedingungslose Grundeinkommen wird gestrichen, statt Sekt gibt es wieder Selters, ohne Kohlensäure, dem Klima zuliebe.

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Wolfgang van de Rydt
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