60 Prozent der Griechen stimmen für einen vollen Kühlschrank

Der Oxikologe empfiehlt: Nein zum Euro!

Photo by Skley
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Eigentlich haben die Griechen ja schon längst gewählt, denn nichts anderes hat die Syriza Partei als Wahlversprechen abgegeben – kein Einknicken mehr vor der Troika.

Warum man das jetzt noch mal ganz genau wissen wollte, ist eigentlich auch egal. Das Volk hat es nochmal bestätigt – es hat vom Sparen die Schnauze voll.

Hiesige Linke twittern dazu so unerträgliche Weisheiten: „60 Prozent der Griechen haben für europäische Solidarität gestimmt“

Wenn die Soliarität einem selbst gilt, dann fragt man sich, warum waren es nicht glatte einhundert Prozent? Sind die anderen 40 Prozent genaus so dumm, wie die, die für die Solidarität aufkommen müssen?

Was das ganze Massenspektakel gekostet hat, mag man sich gar nicht vorstellen – aber es waren ungefähr genauso viele Leute auf den Beinen, wie sonst zur Silvesterparty am Brandenburger Tor.

Aber geschenkt, für die Demokratie muss man Opfer bringen. Morgen stehen die Leute wieder Schlange vor den Geldautomaten.

Und was heisst das griechische Oxi jetzt? Die Griechen haben ihre Regierung nochmals deutlich signalisiert, dass sie ihre Interessen vertreten sollen. Die Interessen der kleinen Leute, dass sie ihren Kühlschrank gefüllt bekommen.

Unsere Politiker, vor allem die, die sich jetzt so für Syriza begeistern, vertreten aber alles andere, als unsere Interessen. Profitiert hat vom Euro die Wirtschaft, das Volk bekam Rentenklau, Sozialabbau, stagnierende Reallöhne, Hartz 4 und weitere Unapetittlichkeiten verordnet.

Alles im Namen des Euros. Aus dem ESM gibt es keinen Ausstieg, die Kohle muss fließen, wann immer danach verlangt wird. Die EZB kann schalten und walten, wie sie will. Sie ist demokratisch kein bißchen legitimiert, genauso wie der IWF – es gibt de facto gar keine Haushaltshoheit der Parlamente mehr.

Die Milliardenkredite an die DDR war eine rein deutsch/deutsche Angelegenheit. Der Transfer konnte die Pleite des Arbeiter und Bauernstaates nicht verhindern und auch Griechenland kann wohl nur mit einem Schuldenschnitt davon kommen. Dazu wäre ein Ausstieg aus dem Euro ebenso notwendig und die Installation eines vernünftigen staatstragenden Steuerwesens.

Damit jede weitere Eskalation vermieden wird, müssen die Griechen in die Selbstverantwortlichkeit entlassen werden.

In Deutschland wäre eigentlich spätestens nach dem Abschmettern der Klage gegen den ESM von unseren „unabhängigen“ Verfassungsrichtern ein Referendum fällig gewesen. Und zwar ein Referendum über die längst fällige Verfassung, die wir immer noch nicht verabschiedet haben. A

Anschließend hätten dem Austritt aus der EU und dem Euro nicht mehr viel im Wege gestanden, wahrscheinlich säßen wir dann heute gebannt vor dem Fernseher und würden mit Spannung die Urteile gegen Schäuble und Merkel erwarten.

So aber schauten wir nur neidisch nach Griechenland – mit Demokratie hat das aber gesamteuropäisch nichts zu tun. Gefragt werden müssen alle – ausnahmslos.

Wie die Antwort in Deutschland ausfallen würde, will niemand wissen – wahrscheinlich genauso solidarisch mit dem eigenen Kühlschrank wie die Griechen!

 

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