Empörung wegen Haftentlassung: Ist Uli Hoeneß ein Schwerverbrecher?

Foto: Harald Bischoff / , via Wikimedia Commons
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Schon am Mittwoch könnte der “Pate” wieder in der Bayern Arena sitzen, nachdem er heute aus der Haft entlassen wurde.

Seine Fans sind erleichtert, die Empörung auf der anderen Seite kennt keine Grenzen. Der “Pate” ist noch die harmloseste Bezeichnung für den ehemaligen Bayernpräsidenten.

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Da hat es endlich mal einen der ganz Großen erwischt, den seriösen Uli Hoeneß, die Ikone der Konservativen, wenn es darum ging Anstand und geschäftlichen Erfolg als miteinander harmonierend und nicht als Widerspruch zu verkaufen, wie es die Linken tun. Armut schändet nicht, behaupten die Salonkommunisten auch dann noch, wenn sie ein gut bezahltes Mandat errungen haben, Reichtum aber korrumpiert zweifellos, gerade Hoeneß diente dazu als tragische Paradefigur.

Was aber hat er verbrochen, dass seine Haftentlassung so empörend verstörend in manchen Kreisen erscheint? Hat er Kinder vergewaltigt, Frauen geschändet, am Kölner Hauptbahnhof gegrapscht und Handys abgezogen?

Wie kam es überhaupt dazu, dass er sich mit seiner unglücklichen Selbstanzeige erst selbst in die Zwickmühle manövrierte? Hat man ihm von anderer Seite gedroht, schließlich ist der Profifußball ein hartes Geschäft? Was wusste er von der Blatter Connection, von Beckenbauers Verwicklungen und und und….? Wollte er die ein oder andere Schweinerei nicht mitmachen?

Darüber kann man nur mutmaßen, wie auch grundsätzlich über mögliche moralische Verfehlungen auf dem Weg nach oben und beim Aufbau seines Würstchenimperiums, doch darum ging es bei seiner Verurteilung nicht. Es ging nicht um mögliche schlechte Arbeitsbedingungen in seinen Betrieben wie bei Amazon oder Billig Discountern, es ging nicht um Kinderarbeit in Fernost wie bei Apple, es ging nicht um Umweltverschmutzung durch Verklappung von Würstchenabfällen in die Nordsee, wie es einige Großkonzerne mit ihren Chemieabfällen pflegen, es ging schlicht und ergreifend um Gelder, die Hoeneß vor dem Finanzamt in die Schweiz “rettete.”

Hier hat der Bayernpräsident mehr oder weniger dunkle Kanäle genutzt, was nach geltendem Recht verboten ist, denn abkassieren darf am Ende immer nur einer: Der Staat!

Diesen Umstand zu vergessen, war der eigentliche Fehler des Herrn Hoeneß, eine Trunkenheitsfahrt mit fahrlässiger Tötung hätte man ihm wahrscheinlich nicht so übel genommen – mit einer Geldstrafe und Bewährung wäre er sicher davon gekommen.

Man sprach von einer Zwei-Klassen-Justiz im Zusammenhang mit der Causa Hoeneß und glaubte ihn viel zu milde bestraft – denn auch Otto-Normalbürger hat sich längst der Gehirnwäsche ergeben, dass Straftaten gegenüber dem Finanzamt mit der Höhe der Summe zunehmend verwerflicher sind und am Ende sogar noch die Todesstrafe rechtfertigen könnten.

Gefährliche Gewalttäter werden in Deutschland manchmal trotz Geständnis und Schuldfähigkeit gar nicht erst ins Gefängnis gebracht – zum Beispiel, wenn sie ihrer Oma die Kehle durchschneiden und die Familie beste Beziehungen in gewisse Kreise hat – dann kommt man nach ein paar Monaten Psychiatrie schnell wieder frei.

In der Tat herrscht in Deutschland eine Zwei-Klassen-Justiz – Straftaten gegen das Leben, die sexuelle Selbstbestimmung irgendwelcher Bürger führen meist zu äußerst milden Strafen – Straftaten gegen das Finanzamt haben dagegen drastische Folgen, da macht die Clique der Mächtigen auch vor den eigenen Reihen nicht Halt und kennt kein Erbarmen – Amen!

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4 Kommentare

  1. Der grösste Fehler des Uli H. war, seinen Wohnsitz nicht nach Österreich zu verlagern,wie sein Freund Kaiser Franz.
    Er hätte keine Selbstanzeige gestellt(Fehler Nr.2) und die Bolschewistische Republik Deppenland hätte keine Steuern bekommen.
    Angela Kasner läuft frei herum,veruntreut Milliarden und will dafür den Friedens-Nobelpreis,mit Logik kommt man da nicht weit.
    Im Verhältnis zur Straftat von Uli H. müsste IM-Erika tausende Jahre ins Lager nach Sibirien, oder nach zukünftiger deutscher Scharia 10000 Stockhiebe erhalten ,und anschliesend bei lebendigem Leib verbrannt werden.

  2. die die herrn höneß einen verbrecher nennen , sind einfach nur neidisch und frustriert über seine erfolge. er hat mit dieser verfehlung im grunde keinem ein leid oder schaden zugefügt. auch hat er die stuern nachgezahlt, sowie seine strafe abgesessen. diese strafe steht in keinem verhältnis zu den taten, welche politiker , grüne spinner, verseuchte justiz, indoktrinierte und entartete erziehung usw. hier in deutschland anstellen. als sahnhäubchen kommt noch die vollkommen verblödete gutmenschlichkeit mit den invasoren. deshalb ist die bestrafung h.höneß für mich eine einzige juristische fehlleistung. aber in einem unrechtsstaat , wie deutschland gelten keine gesetze mehr.

  3. Fussball ist ein böses Geschäft, da wird mit harten Bandagen gekämpft und nicht nur auf dem Spielfeld, auch jenseits der Stadien – Hoeneß ist ein prominentes Bauernopfer und schlecht beraten noch dazu – wie konnte er so dilettantisch seine Selbstanzeige betreiben? Jetzt darf der Manager nach Hause. Er hätte uns allen einen Gefallen getan, wenn er 5 Jahre ehrenamtlich sozial Projekte hätte aufbauen sollen, vielleicht sollte er die Flüchtlingshilfe organisieren – dann könnte das ganze vielleicht wirklich ein lukratives Geschäft werden. Hoeneß hat niemanden im Gefängnis genutzt nur Unmengen an Steuergeldern verschlungen. Es gibt ja Spekulationen, dass ihm Beckenbauer nach Landshut folgt – schauen wir mal!

  4. Das Problem, was die Causa Hoeness offenbart, ist folgendes:

    Jemand, der Geld hat und einen kleinen Teil davon für Wohltätige Zwecke spendiert, regelmäßig und über längere Zeiträume, wird zweifach bevorteilt.

    Weil er Geld hat, hat er im Verfahren eine bessere Sozialprognose. Weil er die Spenden gemacht hat, die ihm nicht weh taten und seine Steuerliche Belastung senkten, hat er zudem ein besonderes soziales Engament.

    Ergo: Eine Strafe am unterstem Ende des vorgesehenen.

    Nun ist er in Haft und dann wird über Haftverkürzung entschieden. Und das kriegt er dann nochmal 50% Nachlass, weil er wegen Geld eine gute Sozialprognose hat und sich ja vorher mit Steuererleichterung sozial engagiert hat.

    Weil das alles nicht ausreicht an Strafmilderung: Meistens sind das sehr komplexe Verfahren bei einer überlasteten Justiz, wird dann noch gedealt, dass nicht weiter geforscht wird, wenn der Beschuldigte ein volles Geständnis über einen Teil der Angelegenheit abgibt. Hier waren das die 27 Millionen – wobei wohl die tatsächliche Summe bei mindestens 42 Millionen gelegen haben soll.

    Und weil das alles noch nicht reicht, hat Herr Hoeness dann noch durch seine Kontakte einen Alibijob beim FC Bayern München bekommen, so dass er von seiner Miniminimalststrafe nur einen Bruchteil im Gefängnis sein musste.

    Das ist die Reichenjustiz in diesem Lande. Keine Bevorzugung Hoeness, sondern einfach so wie jeder andere Reiche, der rechtzeitig ein bisschen was spendet, und sich einen Job während der Haft verschaft, auch aus der Affaire kommt.

    Und weil das alles noch nicht ausreicht, um niedrige Strafen zu erreichen, sind per Gesetz die Straftaten, die von Reichen typischerweise begangen werden, viel niedriger geahndet als Straftaten, die aus finanzieller Not geschehen.

    Sicher es gibt auch andere Schlupflöcher in der Justiz. Aber reich sein, ist sicherlich eine sichere Bank für niedrigste Strafen.

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