Hamburg: Beamte des Dezernats für für Milieudelikte (LKA 65) haben gestern Nachmittag einen 32-jährigen Tatverächtigen verhaftet, dem Menschenhandel, Zwangsprostitution, Zuhälterei und Körperverletzung vorgeworfen werden.

Der 32-Jährige steht im Verdacht, bereits 2013 eine damals 18-Jährige dazu gebracht zu haben, sich für ihn zu prostituieren. Er soll der jungen Frau hierfür eine Liebesbeziehung vorgetäuscht haben und ihr mit der Beendigung der Beziehung gedroht haben, sollte sie sich nicht für ihn prostituieren.

Die Geschädigte prostituierte sich offenbar in der Folgezeit in verschiedenen Hamburger Bordellen und musste sämtliche hierdurch erzielte Einnahmen ihrem vermeintlichen Freund aushändigen.

Zudem soll der Tatverdächtige die Frau mehrfach geschlagen und getreten haben, sogar während ihrer Schwangerschaft.

Nachdem sich die heute 25-Jährige über eine Hilfsorganisation an die Polizei gewandt hatte, erwirkte die Staatsanwaltschaft Hamburg einen Haftbefehl für den mutmaßlichen Zuhälter sowie einen Durchsuchungsbeschluss für seine Wohnung.

Der 32-Jährige wurde gestern Nachmittag durch Kräfte des Spezialeinsatzkommandos (LKA 24) in seiner Wohnung verhaftet. Hierbei leistete er erheblichen Widerstand.

Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung wurden mehrere Beweismittel sichergestellt.