Wie ein Richter ein missbrauchtes Kind gleich ein weiteres Mal traumatisiert

Mehrere Fälle von Kindesmissbrauch erschüttern derzeit die Öffentlichkeit. Ein CDU Politiker soll seine Nichte vergewaltigt haben. An einer Darmstädter Schule sind über einen längeren Zeitraum mindestens 35 Kinder sexuell missbraucht worden.

violence against woman


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Und vollkommen skandalös ist das milde Urteil eines Gerichts gegen eine Mutter, die ihrer Tochter zur Beruhigung Baldrian gab, damit ihr Lebensgefährte das Kind vergewaltigen konnte. In der Urteilsbegründung sagte Richter Oliver Dopheide: „Das Ganze wühlt einen auf. Vor allem, weil eine Kindsmutter beteiligt war … Meist sind die Opfer traumatisiert. Das ist hier aber nicht der Fall,“ berichtete N24. Wie bitte? Wer hat denn hier mal wieder ein täterfreundliches Gutachten verfasst?

Ein paar persönliche Worte an diesen Richter:

„Wie kommen Sie dazu zu behaupten, das Kind sei nicht traumatisiert und habe nichts mitbekommen? Ich bekomme Brechreiz, mir dreht sich der Magen um, bei so viel gottgefälliger Überheblichkeit. Sie haben das Kind gleich ein weiteres Mal traumatisiert. Sie sind eine Gefahr für Kinder, über deren Schicksal Sie schwerwiegende Entscheidungen treffen.“

Auch schlafende, selbst komatöse Personen bekommen auf verschiedenen Ebenen mit, was mit ihnen und um sie herum geschieht. Jeder vernünftige Neurologe könnte das bestätigen, dazu bedarf es nicht mal eines renommierten Hirnforschers.

Das Trauma durch Missbrauch wird nie nur durch die eigentliche Tat verursacht, sondern das Verhalten der Umgebung und von Vertrauenspersonen ist entscheidend für die weitere Entwicklung eines Kindes nach solch einem Vorfall. Falls ein sogenannter „wissender Zeuge“ (nach der Kindheitsforscherin Alice Miller) existiert, der dem Opfer das Gefühl gibt, es nicht übersehen zu haben, erhält der Traumatisierte Bestätigung für seine oft diffusen Erinnerungen und unklaren Emotionen, mit denen er oft sein Leben lang zu kämpfen hat. In diesem Fall hat die eigene Mutter durch ihre Tat das kindliche Vertrauen für immer zerstört. Bestraft wurde sie dafür nur symbolisch. Das Mädchen wird in seinem späteren Leben aber mit der Tat konfrontiert werden, so oder so – selbst, wenn der Mantel des Schweigens darüber ausgebreitet wird und das Opfer selbst die Tat vergisst, die es angeblich nicht mitbekommen haben soll. Die Erinnerung in Form von Gefühlen bleibt erhalten. Und diese kommen oft dann an die Oberfläche, wenn man sich verliebt und eine Beziehung eingehen möchte.

„Aber es war ja alles nicht so schlimm, ich habe doch nur eine Bewährungsstrafe bekommen. Selbst der Richter hat doch gesagt, dass du gar nichts mitbekommen hast“ – das könnte die Mutter später einmal zu ihrer Rechtfertigung sagen, wenn die Tochter doch noch einmal nachfragt, wie das denn damals war. Wie mag sich das nur anfühlen, wenn man später realisiert, was die eigene Mutter mit einem getan hat? Wie ein Traum oder eher wie ein Trauma? Das einzige, was ein Trauma auflösen kann, ist Aufklärung. Das Gericht bewirkt mit seinem „Urteil“ jedoch eher das Gegenteil.

Nach verschiedenen therapeutischen Schulen ist Täterkontakt kontrainduziert, d.h. schädlich für die Gesundung, auch wenn der Richter bestreitet, dass das Kind Schaden genommen hat – er lügt, bestenfalls täuscht er sich selbst mit dieser Rechtfertigung. Aber er liefert das Kind, selbst wenn es nicht in der Obhut der Mutter aufwachsen sollte, dennoch dem Einfluss der Mutter aus. Sie wird alles dafür tun, dass die Tat vergessen wird, falls sie nicht erneut an einen solchen „Partner“ gerät, der sie vielleicht zu noch schlimmeren Taten „anstiftet.“

Sie haben richtig gesehen, ich habe Anführungszeichen benutzt – ist es wirklich so schwer vorstellbar, dass Mütter ihre Kinder auch aus eigenem Antrieb missbrauchen? Deshalb vielleicht das milde Urteil, weil die labile Frau ja unter dem Einfluss ihres Lebensgefährten stand? Sie war mehr Opfer als Täterin? Sie hat doch die Tat gemeinschaftlich begangen mit ihrem Partner – auch bei der Tat war sie seine Partnerin – Komplizin, wie man sagt, wenn von kriminellen Handlungen die Rede ist.

In unserer Justiz finden Mütter, vor allem missbrauchende Mütter, selten strenge Richter. Umgangsvereitelung und Kindesentzug betrifft in Sorgerechtsstreitigkeiten meistens die Väter. Die Kinder werden instrumentalisiert und als Waffe gegen den Ex-Partner missbraucht. Auch das ist eine Form von Kindesmissbrauch, der schwere Schäden verursachen kann. Jugendämter, Gutachter und auch die sogenannten „Helfer“ aus der Jugendhilfe stehen dabei meist in Wort und Tat zur Seite. Zurück bleiben oft vernichtete Existenzen und zerstörte Kinderseelen. Selten bringt es jemand übers Herz, einer Mutter zu nahe zu treten.

Wenn es um Gewalt in der Erziehung und sexuellen Missbrauch geht, denkt kaum einer an Frauen oder Mütter. Dabei kennt jeder die Gruselgeschichten von Prügelnonnen, ich selbst habe einige Jahre mit solchen Dienerinnen Gottes in einem Kloster gearbeitet und wenigstens in einem Fall mit dafür sorgen können, dass eine ehrwürdige Schwester aus dem Dienst entfernt wurde. Möge sie inzwischen in der Hölle schmoren, vor der sie ihren Opfern immer Angst gemacht hat. Die „Dame“ war nicht nur psychisch und physisch ihren Opfern gegenüber gewalttätig, sondern auch sexuell übergriffig.

Im therapeutischen Arbeitsfeld weiß man auch vom Tabuthema der gewalttätigen Mütter, die ihre Kinder mit allerlei Küchengegenständen grün und blau geschlagen haben und auch von den oft etwas subtileren Formen des sexuellen Missbrauchs.

Hier nur ein paar Bruchstücke aus der Praxis:

Es gibt diese Mütter, die ihren Kindern noch sehr lange in der Badewanne die Haare waschen. Und nicht nur die Haare. Manchmal vielleicht noch mehr? „Und dabei hat sie mich immer so komisch angeschaut, aber mehr war da nicht …“

Manchmal war da eben doch noch mehr. Mütter, die ihre Kinder herbei zitieren wie Hausdiener und sich von ihnen den Rücken schrubben lassen: „Die hat dann auch noch so ekelhaft gestöhnt als ob, aber das kann ja nicht sein ….“

Nach zerbrochenen Partnerschaften steigt die Gefahr, dass ein Kind als Partnerersatz emotional missbraucht wird. Meistens bleiben die Kinder in solchen Fällen bei den Müttern. Es kann Jungen wie Mädchen betreffen, da der Missbrauch, auch wenn er sich auf der sexuellen Ebene abspielt, nichts mit Sexualität zu tun hat. Gerade Mütter tarnen diesen Missbrauch als Überfürsorglichkeit.

Kommt dann doch ein neuer Partner ins Spiel, droht dem Kind, das zuvor emotional oder auch körperlich als Partnerersatz missbraucht wurde, von dieser neuen Seite Gefahr. In Stieffamilien tragen Jungen aus erster Beziehung statistisch das höchste Risiko, Gewalt durch den neuen Partner zu erfahren. Hat es bei Mädchen bereits zuvor eine Form von Missbrauch durch die Mutter gegeben und der neue Partner kommt hinzu, kann hier auch der Missbrauch in ausgeprägterer Form fortgeführt werden.

Eine Mutter, die eine gesunde Beziehung zu ihren Kindern aufgebaut hat, würde sich niemals von einem neuen Partner zu Missbrauch anstiften oder zwingen lassen. Diesen Ammenmärchen mag man bei Gericht noch Glauben schenken, die Wirklichkeit sieht anders aus.

Die Täter-Opfer-Umkehr zu Gericht hat ideologische Ursachen. Mal ist es die Multikulti-Sozialromantik, die dafür sorgt, dass Tätern mehr Verständnis entgegengebracht wird als Opfern, mal ist es das Gemisch aus Feminismus und faschistoider Überhöhung der Mutterschaft aus der Nazizeit, die den Sinn für die Realität dunkelrosa eintrübt. Mit Recht und Gerechtigkeit hat das schon lange nichts mehr zu tun. Die nächste Generation Juristen, die an linksrotgrünen Unis gendergerecht herangezüchtet wird, verspricht leider nichts Gutes, sondern wahrhaft alptraumartige Zeiten für den gesunden Menschenverstand.



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Wolfgang van de Rydt
Über Wolfgang van de Rydt 236 Artikel
Freier Journalist - Autor - Musiker

6 Kommentare

  1. Danke für diesen Artikel, ich bin völlig fassungslos über dieses Urteil. Aber das ist in unserer Gegend offensichtlich üblich. Ein junger Mann hat einige Autos in einer Tiefgarage angezündet, mit erheblichem Sachschaden, er geht 6 einhalb Jahre ins Gefängnis. Zeitgleich wurde ein Mann, der zwei Buben sexuell missbraucht hat zu 1 einhalb Jahren auf Bewährung verurteilt. Mehr Aussage über den Wert von Kindern in unserer Gesellschaft geht kaum noch…..

  2. Auf einem Bewusstseinsseminar traf ich eine Mutter und ihre Tochter.
    Die Tochter war gerade schwanger und dabei, sich von ihrem Mann zu trennen.
    Sie erklärte uns, dass sie als Kind vom Liebhaber ihrer Mutter sexuell mißbraucht worden ist und davor von einem ekligen Nachbarn (mit Wissen ihrer Mutter).

    Diese junge und attraktive Frau hatte null Interesse an Sex, sie empfand nur Abscheu und Ekel und Stress dabei. Deshalb erlaubte sie ihrem Mann auch, fremdzugehen, denn er kam bei ihr nicht auf seine Kosten.

    Mutter und Tochter waren depressiv und seelisch völlig kaputt.

    Dieser Richter hat keine Ahnung von Psychologie, keine Ahnung vom Menschsein. Er gehört hinter Gitter, die Gesellschaft muss vor solch abartigen Richtern geschützt werden.

  3. Jup, da kenne ich noch mehr Fälle aus der Praxis einer befreundeten Sozialpädagogin zum Thema mildes Strafmaß für wiederholte Vergewaltiger. Das hat System. Anderthalb Jahre dafür die Sexualität eines Menschen für immer zerstört zu haben. Und aus anderen zuverlässigen Quellen weiß ich, dass die Pädophilemafia gute Kontakte in richterliche Kreise hat, sehr gute leider … 4000,- EUR pro Jahr und pro Kind vom Staat macht es lukrativ ein Kind im Kinderheim zu betreuen. Und dort ist es sexuellen Übergriffen schutzlos ausgeliefert, während die Eltern ohne Sorgerecht noch nicht einmal wissen dürfen, wo sich ihr Kind aufhält – per richterlichem Beschluss. Und das Sorgerecht kann man heutzutage allein durch üble Nachrede verlieren. Anschwärzen reicht, tiefstes Mittelalter. Als Sachverständige werden dann vom Richter genau jene bestellt, welche an der Fremdbetreuung verdienen. Die Jugendämter können nur mit Hilfe der Justiz so vorgehen. Wie gesagt – das hat System. Ich erwähne das in dem Zusammenhang, weil es zusammengehört.

  4. Tja „Rechtsstaat“ eben! Noch dazu in einer „Herrschaft des Volkes“

    Da wird Krieg zur „Friedensmission“, die unverschämtesten Lügen zur reinen Wahrheit erklärt, Boshaftigkeit belohnt und Recht vor aller Augen mit Füssen getreten!
    Ich glaube den meisten Menschen ist nicht mal im Ansatz bewust in was für einer Welt sie eigentlich leben!

  5. Soll das wirklich heißen,daß ein Kinderschänder nahezu bzw. zur Gänze straffrei nach Hause gehen kann, wenn sich herausstellen sollte, daß das Kind ÜBERHAUPT NICHTS von der Tat mitbekomnen hat??? Wie krank ist DAS denn? Ist denn die TAT an sich nicht schon verwerflich genug, ein wehrloses, willenloses, hilfloses Kind zu schänden??? Ich bin entsetzt!…

  6. Wo bleibt die Verhaeltnismaessig und vor allem die Gerechtigkeit? Schwarzfahrer werden ins Gefaengnis gesteckt waehrend Kinderschaender beiderlei Geschlechts mit relativ milden Bewaehrungsstrafen davon kommen. Noch zur Gerechtigkeit in ueber 90% aller Faelle werden Maenner beim Umgangs und Sorgerecht benachteiligt. Mir draengt sich die dumme Frage auf ob hier eine unzulaessige Einflussnahme der Politik auf die Justiz vorliegt. Das es irgendwelche Vorgaben gibt das zu Ungunsten von Vaetern zu urteilen ist.

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