Wer stoppt Erdogan?

Osmanischer Feldzug 2.0

Photo by theglobalpanorama
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Wer soll denn diesen Mann noch stoppen?

Etwa der „Westen“, der ihm zu seiner Macht erst verholfen hat?


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Erdogan hat zu Beginn und auch im weiteren Verlauf seiner Karriere nie einen Hehl daraus gemacht, welche Absichten er verfolgt.

Einen moderaten Islam gibt es seiner Einschätzung nach nicht und dass die Demokratie „nur ein Zug ist, auf dem wir aufspringen“, um noch einmal sein Zitat eines türkischen Dichters zu bemühen, das ihn einst ins Gefängnis brachte, hat er oft genug durch sein Handeln bewiesen.

Wie soll sich die deutsche „Politik“ verhalten?

In Deutschland leben nach ungenauen Schätzungen ca. 500 – 800.000 Kurden – die Zahl der Erdogan Anhänger unter den in Deutschland lebenden Türken, die ihn auch gewählt haben, dürfte sich mindestens auf das Doppelte belaufen.  In der Vergangenheit kam es schon mehrfach zwischen Auseinandersetzungen zwischen kurdischen Gruppen und sogenannten Salafisten auf deutschen Straßen.

Wenn die Lage aber weiter eskaliert und Erdogan es schafft, die demokratischen Kräfte der Kurden in der Türkei durch Terrorismusvorwürfe wieder zu isolieren, dann wächst auch das Konfliktpotential in Deutschland nicht unerheblich.

Die Aufkündigung der Waffenruhe durch die PKK ist ein Warnsignal, was geschieht, wenn sich im Zuge weiterer Eskalation von türkischer Seite auch die gemäßigten kurdischen Gruppierungen radikalisieren?

Die politischen Aktivitäten werden sich wieder auf das Ausland verlagern, wie in den Achtziger und Neunziger Jahren. Gerade von Deutschland aus hat die PKK operiert und auch Terroranschläge organisiert.

Wie dumm sich die Bundesregierung in diesen Konflikt bereits verstrickt hat, zeigt ein Beitrag des Magazins Monitor aus dem Jahr 2014 zu Erdogans Syrien Kriegsplänen.

Wenn es demnächst zu Terroranschlägen in der Türkei kommt –  wer mag nur dahinter stecken? Der ominöse Islamische Staat?  Die PKK als Vergeltungsmaßnahme? Oder der türkische Geheimdienst? Wahrscheinlich ist wohl, dass sich alle drei Lager gegenseitig infiltriert haben.

Die Qui Bono Frage richet sich immer darauf, wer von dem Konflikt profitiert – die Antwort ist stets dieselbe – natürlich die Befürworter und Profiteure der Gewalt auf allen Seiten, sie leben schließlich von dem Konflikt. In Friedenszeiten müssten sie wahrscheinlich einer langweiligen Arbeit nachgehen und sich ihr karges Einkommen als Taxifahrer verdienen.

Wer würde eigentlich davon profitieren, wenn der Konflikt endlich gelöst werden könnte?

 



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