Wenn Google Dir ein „Ü-Ei“ ins Nest legtKon-Troll-Hausen: Es ist einfach umwerfend, wie schnell das Nützliche mit dem noch viel Nützlicheren verbunden werden kann. Was haben sich die Verschwörungstheoretiker bis zum heutigen Tage schon alles anhören müssen, ob ihrer vielen kranken Phantasien. Dabei meinen es doch Konzerne, Regierungen und Überwachungsorgane aller Art immer nur gut mit den „Konsum-Enten“. Niemals würde da wer etwas ungesetzliches tun, außer vielleicht der bösartige, feindliche Geheimdienst. Hmm, dann ist es also nur noch die Frage welcher Seite, von welchem Wertesystem, man gerade angehört? Am Ausspionieren, für alle möglichen Zwecke wird das schon nichts ändern.

Verb-Rauchers Geldbeutel ist zwar groß, aber eben nicht unermesslich. Und so prügelt sich inzwischen selbst Google auf ganz anderen Schlachtfeldern, als lediglich im Bereich Suchmaschinen und Internet. Die gute alte Tante Google hat allerhand weitere Märkte ausfindig gemacht, in denen der Konzern profitorientiert mitspielen möchte. Sicherheit im Haushalt ist beispielsweise so ein Thema, denn es passt ganz wunderbar zur weltweiten Vernetzung. Von Überwachungskameras über Rauchmelder, bis hin zur Gerätesteuerung ist dann alles im schweinsohrigen Google „Ü-Ei“ enthalten. Zum Leidwesen der Kinder steht es weniger für Überraschung, als vielmehr für Überwachung. Unter dem vielsagenden Produktnamen „Nest“, legt Google nunmehr den Konsum-Enten immer mehr „Technik-Kuckucks-Eier“ ins heimische Nest. Darüber sollte man jetzt mal ein wenig geistig „brüten“.

Das Ü-Ei ist geplatzt

Und jetzt ist genau das passiert, wovor diese üblen Verschwörungstheoretiker seit gefühlten Ewigkeiten gewarnt haben. Unter den Eiern war eines, welches noch ein Mikro an Bord hatte, ohne das es irgendwo in der Beschreibung deklariert war. Googles Alarmanlage hat ein Mikrofon, von dem niemand wusste [Telepolis]. Derweil zoffen wir uns lieber mit den Chinesen und jammern über die Undurchsichtigkeit ihrer Technik, weil wir nicht wissen welche Spione die noch so in den Produkten mit verbauen, die in unendlichen Stückzahlen zu uns in die „Nester“ kommen. Offenbar gibt es weit mehr Leute die ein Interesse daran haben uns zu belauschen, als uns bislang zu vermuten erlaubt war.

So ein(e) Schweine®Ei

Vielleicht müssen wir nach diesem Vorfall nur noch etwas angestrengter mit allen verfügbaren Stinkefingern nach China oder Russland oder Gott weiß wohin zeigen, damit diese Panne unseren Renomier-Konzernen nicht gar so heftig auf den Fuß fällt. Zumindest um zielstrebig abzulenken. Aber der Trend, den die Verschwörungstheoretiker bereits seit langem in die Welt hinaus posaunen, ist kaum mehr von der Hand zu weisen. Wenn also Staaten und Konzerne versuchen auf so üble Weise die Freiheit der Menschen zu untergraben, dann wird es höchste Zeit genau die beiden Instanzen zu hinterfragen.

Wenn Google Dir ein „Ü-Ei“ ins Nest legtIm Bereich der Massenelektronik wird wohl niemand mehr den konkreten Überblick haben. Insbesondere darüber, wer bei den Kommunikationsgeräten, Sensoren, Steuerungstechnik und vielerlei mehr, noch das ein oder andere schneidige wie kommunikative „Extra“ in den Geräten mit verbaut. Selbstverständlich ohne unser Wissen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis privater und öffentlicher Raum total überwacht und verwanzt sein werden. Hier muss man bedauerlicherweise feststellen, dass die Freiheit längst abgeschafft wurde. Schaffen es die Menschen mittelfristig nicht eine Systemwende herbeizuführen, werden die persönlichen Optionen mächtig knapp. Entweder mündet es wieder in offener Sklaverei, mit dem Smartphone vor Augen und am Hals, oder aber in einem Mad Max Szenario, wenn nicht jetzt das Ruder sanft in Richtung Freiheit bewegt wird.

von Qpress

Loading...