Was Ratiopharm mit KZ Arzt Josef Mengele zu tun hat?

Wie man Nazibezüge konstruiert

Josef Mengele KZ AuschwitzUm es kurz zu machen: Nichts!

Aber nach der derzeit gültigen Logik im politischen Diskurs müsste eigentlich täglich die Antifa gegen den Pharmakonzern mobil machen, TV Sender sich weigern, Ratiopharm Werbespots zu zeigen, Apotheker sämtliche Medikamente aus dem Sortiment nehmen und Ärzte keine Mittel mehr von diesem Konzern verschreiben.

Warum?

Das ist einer der typischen Ratiopharm Werbespots – mit den üblichen, im Volksmund “Ratiopharm – Zwillinge” genannten Darstellerinnen. Klingelt es schon ein wenig?

Geschmacklose Vergleiche mit Bildern von den berüchtigten Zwillingsversuchen des KZ Arztes ersparen wir uns an dieser Stelle – lesen Sie lieber, was eine Überlebende solcher Versuche dazu in der Zeit schrieb.

Genau das aber würden Gegner machen, die ein Interesse daran hätten, den Ratiopharm Konzern in Misskredit zu bringen. Das ist viel effektiver, als ausschließlich Gerichte zu bemühen, wie im sogenannten “Ratiopharm Skandal” um Schmiergeldzahlungen an Ärzte.

Die Konstruktion ist denkbar einfach:

KZ Arzt Josef Mengele war Mediziner in Auschwitz und führte grausame Experimente mit Zwillingen durch.

mengele photo
Photo by justthatgoodguyjim

Dem einen Zwilling wurden dabei Medikamente, Gifte oder Bakterien injiziert bis zum Tod, der nicht behandelte Zwilling getötet und bei einer Obduktion wurden sämtliche Reaktionen dahingehend verglichen, ob es zwischen Zwillingen ein unsichtbares Band gibt, und sie auf das Leid ihrer Zwillingsgeschwister reagieren.

Ratiopharm handelt mit Medizin und wirbt für seine Produkte mit Zwillingen. Damit soll wohl veranschaulicht werden, dass die Generika genannten Präparate lizenzfreier Arzneimittel genauso gut sind, wie das Original.

Aber ist es nicht pietätlos, im Zusammenhang mit Medizin und Forschung ausgerechnet mit Zwillingen zu werben?

Immerhin befinden wir uns in Deutschland, wo jede Symbolik, die in irgendeinem Zusammenhang mit der NS Diktatur stehen könnte, ob bewusst oder unabsichtlich benutzt, für Empörung und wütende Proteste sorgt.

Zurzeit haben die Nazivergleicher  durch die Asyldebatte Hochkonjunktur.

Bei einem nicht ganz so sensiblen Thema wie dieser Debatte aber zeigt sich der ganze Wahn dieser Fraktion, die sich “Antifa” nennt, aber wohl eher im Auftrag bestimmter Institutionen handelt und dafür notfalls auch bezahlt wird.

Wie anders ist sonst das hier zu erklären? Wer sich gegen Überwachung und für Asyl für Edward Snowden ausspricht ist ein Nazi?

Bei einer Veranstaltung  im April 2014 des Bündnisses #Stopwatchingus Köln gegen den Überwachungsstaat störten mehrere Unbekannte die Veranstaltung, hielten Israel und US Flaggen in die Luft. Einem Bericht auf Linksunten-Indymedia  vermuteten die Störer hinter dem Bündnis antisemitische Akteure.

Weil als Symbol für die weltweite Überwachung eine Krake aus Pappmache zur Schau gestellt wurde, sahen sie einen Bezug zu Darstellungen aus der NS-Zeitung „Der Stürmer.“

Mitglieder der Karnevalstruppe Pappnase RotSchwarz bezichtigten sie der Bedrohung und ein Zusammenhang mit Ken Jebsen (KenFM) durfte natürlich in diesem Bericht nicht fehlen, auch wenn er weder vor Ort war, noch sonst wie mit der Anti-Überwachungsdemo zu tun hatte.

Einen deutlicheren Beweis für die Paranoia der Akteure, aber auch für den professionellen Hintergrund, der sogenannten Antifa, die sich sektenähnlicher Methoden zur Mitgliederrekrutierung bedient und nicht vor obskursten Verschwörungstheorien halt macht, um anvisierte Gegner als Rassisten oder eben selbst als “Verschwörungstheoretiker” zu diffamieren, gibt es wohl nicht.

Diese “Antifa Logik” wird derzeit von allen staatstragenden politischen Parteien und Bündissen, von DGB bis SPD und den unerträglichen TV Talkshows verwendet, um zu jede Kritik zu unterbinden.

Eine Rückkehr zur Vernunft ist auf dieser Eskalationsstufe sehr unwahrscheinlich.

Die Straßenkampfrhetorik ist hoffähig geworden und das wird auch bis zum bitteren Ende so bleiben.

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