Vorauseilender Gehorsam mit Maas und Ziel bei Facebook?

von Michael Morris

Wie ich erfahren habe ließ Facebook in den letzten Tagen offenbar zahlreiche Links löschen die auf mein neues Buch „Die einen nennen es FAKE NEWS die andere Enthüllungen“ verwiesen. Es scheint sich dabei um vorauseilenden Gehorsam der Social Media Plattform zu handeln, da der Deutsche Justizminister Heiko Maas ein neues Gesetz vorbereitet, das Beiträge im Netz zensieren soll die von Seiten der herrschenden Politiker nicht erwünscht sind. Das Maas’sche „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ (NetzDG) soll darauf abzielen so genannte „Fake News“ zu verbieten. Was solche vermeintliche Falschmeldungen sein sollen bestimmt die Politik gemeinsam mit den alteingesessenen Medien denen die Wähler und Kunden in Scharen davonlaufen.

Obwohl dieses „Meinungskontrollgesetz“ noch nicht rechtskräftig ist, hat Facebook längst damit begonnen, bestimmte Inhalte prophylaktisch zu löschen, offenbar auch solche die nur den Begriff „Fake News“ im Titel tragen. Damit will die Plattform mit 1,8 Milliarden Nutzern in zahlreichen Sprachen, sich ebenso den Ärger mit der Politik als auch die angedrohten saftigen Strafen ersparen – so weit durchaus verständlich. Doch wenn künftig nicht nur die Verbreitung von „Fake News“ sondern sogar der Diskurs darüber verboten wird, dann frage ich mich, wie lange man die Illusion, von Demokratie in unserer westlichen Welt noch aufrecht erhalten kann?

Wenn „Zensur“ heute „Netzwerkdurchsetzung“ genannt wird dann fällt mir dazu spontan George Orwells Roman „1984“ ein. Auch dort hat der „Große Bruder“ die Bedeutung von Worten verdreht und durch Vereinfachung der Sprache die Bedeutung von Worten verändert. Nach und nach wurden immer mehr Worte verboten und aus dem Bewusstsein gelöscht, andere wurden pervertiert. Dadurch wurde das Denken der Menschen immer schlichter und uniformer. Orwell beschrieb auch eine „Gedankenpolizei“, welche die Gedanken der Menschen überwachte und jeden gefangen nahm, der revolutionäre oder von der Parteilinie abweichende Gedanken hegte. Heute nennt man das „Rechercheverbund“.


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Ich bin es gewohnt, dass man meine Buchtitel und Cover klaut, und daraus zitiert ohne die Quelle zu nennen. Aber das was hier passiert, hat eine neue Qualität von Falschheit und Heuchelei erreicht. Wenn die Deutsche Bundesregierung den türkischen Regierungschef auf der einen Seite hofiert und auf anderen für sein Vorgehen gegen die Presse tadelt, gleichzeitig aber selbst Zensur verordnet, dann wird die Krankheit unseres politischen Systems immer offenkundiger und schwerwiegender. Aber allein die Behauptung, das es eine Krankheit in der Politik gäbe ist natürlich schon wieder „Fake News“. Es wird nicht bei den Sozialen Medien bleiben, bald werden auch andere alternative formen der Berichterstattung von dieser Zensur betroffen sein. Wir kennen das von früher, aus diversen Diktaturen, die sich alle als „sozial“ oder „frei“ bezeichneten. Die Geschichte wiederholt sich so lange bis wir daraus lernen. Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht. Zensiert! Zens…., Z

Michael Morris

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Hanno Vollenweider
Über Hanno Vollenweider 5 Artikel
Hanno Vollenweider ist der Autor des vor kurzem erschienenen Buches „Bankster – Wohin Milch und Honig fließen“ (Amadeus Verlag ISBN: 978-3938656372) in dem er eindrücklich seine mehr als 10-jährige Erfahrung in der - wie er sagt - Welt der „legalen organisierten Kriminalität“ schildert. Vollenweider erklärt in seinem Buch eindrücklich die Tricks und Kniffe der Finanzindustrie und der für die multinationalen Großunternehmen arbeitenden Steuerspar-Mafia sowie deren Verbindungen in höchste Kreise der Politik und EU – dies alles allgemeinverständlich und mit viel Witz. Es ist das erste Buch dieser Art, in dem ein Whistleblower kein Blatt vor den Mund nimmt und über 120 Namen von Firmen, Politikern und Prominenten nennt, die sich auf Kosten der steuernzahlenden Bevölkerung bereichern. Er entlarvt Geldwäscher, komplizierte Konstrukte der organisierten Kriminalität und beschreibt die Einflussnahme von elitären Finanz-Clubs und Logen auf die europäische Gesetzgebung. Außerdem berichtet Vollenweider einem Krimi gleich, wie er in Zürich zusammen mit einem Freund eine Vermögensverwaltung gründete und so Schwarzgelder in Höhe von einer knappen Milliarde Euro wusch, gewinnbringend anlegte und in einer Nacht-und-Nebel-Aktion die bis heute verschwunden geglaubten DDR-West-Mark Millionen wieder in Umlauf brachte.

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