Stutzt Marine Le Pen die EU zu Recht(s)?

Front Nationale vor den Départementswahlen in Frankreich

Sarkozy ist wieder da und will Ende März wieder ein Wörtchen mitreden, wenn Frankreichs Bürger zu den Wahlurnen gerufen werden. Doch die konservative UMP wird es ebenso schwer haben, wie Frankreichs Sozialisten mit ihrem blassen Staatspräsidenten Francois Hollande.

Der Front National und Marine Le Pen sehen selbstbewusst den Wahlen entgegen, bei den Umfragewerten liegen sie nach verschiedenen Quellen kurz hinter oder gleichauf mit den Konservativen der UMP.

Wichtiger sind für Frankreich jedoch immer noch die Präsidentschaftswahlen – sie stehen erst 2017 an. Kritiker und Anhänger sehen gleichermaßen gute Chancen für Le Pen, vor allem, wenn der Front National bei den Département Wahlen weiter zulegt.

Sollte das geschehen, ist das Ende des Euros so gut wie besiegelt. An ihren Plänen zum Ausstieg wird Le Pen festhalten.

Der Financial Times gab sie ein Interview. Keinen Zweifel lässt Le Pen auch an ihrem Vorhaben, die Masseneinwanderung zu stoppen. Frankreich müsse am Staatsprinzip des Laizismus festhalten und dem zunehmenden Einfluss des Islams entschlossen entgegentreten. Um den sozialen Frieden zu wahren, fordert sie Assimilation.

 

Brüssel hat also noch zwei Jahre Zeit, den Höhenflug von Marine le Pen zu stoppen, denn mit dem Ende des Euros steht auch das gesamte Konstrukt der EU auf dem Spiel. Aber  akutere Sorgen bereitet in diesen Tagen immer noch Griechenland.

Im Herbst wird zudem in Spanien gewählt, dort könnte das neue linke Bündnis PODEMOS bei einem Sieg den Euro schon den Todesstoß verpassen. Und auch in Italien laufen bekanntermaßen schon Vorbereitungen für ein Referendum zum Euro-Austritt.

Was die Bürger in Zeiten der Krise wählen, ist historisch hinreichend bekannt. Parteien der Mitte hatten dabei immer einen schlechten Stand.

In Griechenland ruckten die Wähler erst mal nach Links, auch in Spanien sieht es so aus. Am Ende gibt es aber bis 2017 für Marine Le Pen nicht mehr viel zurecht zu stutzen, weil die Eurozone längst kollabiert ist. 


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Marine Le Pen photo
Photo by Remi Noyon
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