Spiegel – Mitarbeiter unter Mafia Verdacht

Francesco Sbano, Mafiamusikproduzent und Mitarbeiter des SPIEGEL, muss sich demnächst vor Gericht dafür verantworten, Mitarbeiter des Antimafiamuseums von Reggio Calabria und die Schriftstellerin Francesca Viscone mafios bedroht zu haben.

Das berichtet die in Venedig lebende deutsche Journalistin und Mafia Expertin Petra Reski  auf Facebook. Anders als beim Spiegel, ist das in der italienischen Presse durchaus ein Thema. (Il DISPACCIO)

Auf Reskis Blog erfährt man auch von einer weiteren Verhaftung von 37 Personen in Rom. (Reskis Republik) und dann auch zu dem Spiegelfreund:

Seit Jahren bemüht Sbano sich aufopferungsvoll darum, den Deutschen ein folkloristisches Bild von der Mafia zu liefern: Eine archaische Gemeinschaft, die singt, tanzt und sich hin und wieder selbst umbringt – also nichts, wovor die Deutschen sich wirklich fürchten müssen. Zuletzt bekam Sbano in Berlin im Haus der Kulturen Gelegenheit, seine Sicht der Dinge darzustellen – Anlass für “Mafia? Nein Danke!” einen Protestbrief an die Intendanz zu verfassen. (Reskis Republik)

Das wirft alles kein so gutes Licht auf den Spiegel, man könnte da auch noch einen weiteren Zusammenhang erkennen oder böswillig konstruieren. Ist man beim Spiegel mehr von echten Mafiosi angetan als von deren Kritikern? Der Artikel Spiderwoman auf Mafiajagd ist jedenfalls keine gute Presse für Reski – Sbano allerdings kann sich nicht beschweren – hier kommt er ausführlich zu Wort und wird als Mafia Biograf schön geredet:

“Was ich mache, ist saugefährlich”

Aber wer erwartet in diesen Tagen noch von deutschen Presseorganen Qualitätsjournalismus?


Bildquelle: Reggio Calabria

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Photo by Galli Luca

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