Revision für Totraser: “Das Urteil ist zu hart” – Knast für Hatespeech und GEZ-Verweigerer?

Das ist kaum zu fassen, was so manche linksversiffte Kuschelpädagogikjournalisten über das LEBENSLÄNGLICH-Urteil für die Berliner Totraser schreiben.

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Need for Speed – Videogame – Foto by  Ferino Design

Eines dieser traurigen Beispiele gibt ein Christian Rath von der BZ ab: “Eine griffige Formel besagt: Bei der groben Fahrlässigkeit denkt der Täter: “Es wird schon gut gehen”, beim bedingten Vorsatz sagt er sich: “Na, wenn schon.” Es spricht viel dafür, dass die Berliner Raser gehofft haben, dass es schon gut gehen wird – und sei es nur aus Angst um das eigene Leben oder die Unversehrtheit der geliebten Autos. Der Bundesgerichtshof sollte das Berliner Urteil deshalb in der Revision korrigieren. Auch bei fahrlässiger Tötung sind Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren möglich.”

Was hat sich wohl der Erlebende gedacht, wie man heutzutage die Opfer so nennt? “Es wird schon gut gehen – die flicken mich im Krankenhaus wieder zusammen?” Man kann ihn nicht mehr fragen, denn er ist bei der “Fahrlässigkeit” tot geblieben, wie man früher auf dem Dorf zu sagen pflegte. Der Typ redet von einer “griffigen Formel” als ginge es um Algebra und nicht um ein ausgelöschtes Menschenleben.

Auch im Stern ergreift man Partei für die Totraser von denen einer den sogenannten “Migrationshintergrund” hat. Wir leben in einer vollkommen täterfixierten Gesellschaft. Beim Tatort dreht sich alles um die Motive des Mörders und die Jagd nach ihm, das Opfer stirbt meist zu Beginn und hat mit viel Glück drei oder vier Sätze Text vor dem Ableben. “Leiche im Krimi” ist eben nur was für Statisten oder Anfänger, die sich noch hoch schlafen müssen. Und wenn es erst um richtige Tote und richtige Täter geht, dann ist das Verständnis noch viel größer als die “heimliche” Sympathie und Faszination für Hannibal Lector oder sonstige Film-Psychopathen, die sich oft nicht minder gestörte Autoren ausgedacht haben.

Die Journalisten oder besser gesagt “Linksanwälte” aus den Medien identifizieren sich offenbar auch mehr mit den Tätern, so wie sie es mutmaßlich durch zuviel Medienkonsum gelernt und verinnerlicht haben. Was würde der Herr Rath oder einer seiner Kollegen wohl denken, wenn ich beim Lesen ihrer Artikel meinen selbstverständlich nur kurz aufflackernden Impuls, ihnen mal kräftig die Fresse zu polieren und in die Eier zu treten in einem ausführlichen Hasskommentar per Email schildern und dafür eine Klage an den Hals bekäme? Das Urteil ist zu hart?

Neulich bekam jemand für ein weitaus harmloseres Vergehen, als jemanden mit dem Auto zu ermorden, 22 Monate Gefängnis aufgebrummt – GEZ Verweigerer landeten auch schon im Knast. Da aber reibt sich die Schmierjournaille regelmäßig die Finger und zeigt Verständnis für die Justiz, schließlich geht es dabei um ihren eigenen Berufsstand …

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5 Kommentare

  1. Stockholm Syndrom nenne ich das.
    Von der völligen geistigen Umnachtung solcher Schmierenjounaille mal ganz abgesehen.
    Aber das passt zum BRD-Slum Berlin perfekt.

  2. Das Mord, Vergewaltigung, und schwere Körperverletzung hierzulande eher lasch abgehandelt
    werden und man dafür schon mal wegen GEZ-Verweigerung in den Knast kommt kann angesichts
    dieser mit der Politik verbandelten Justiz niemand wirklich wundern.
    Die exekutieren nur deren Vorgaben!
    Wie oft löste so manches Urteile bei Ottonormalverbraucher nur noch Kopfschütteln aus, so auch
    in diesem Fall.
    Haben Politik und Justiz diese Sorte von Verbrechern nicht erst durch ihre milden Urteile selbst
    gepäppelt? Musste sich nicht jeder grenzdebile Vollpfosten durch diese milde Behandlung geradezu aufgefordert fühlen seinen bisherigen Taten noch eins drauf zusetzen?
    Genauso wie jetzt Merkels Raketenforscher, die vergewaltigend und marodierend durch die Lande
    ziehen, weil sie genau wissen ihnen nichts passiert wird!

    Mord ist eines der schwersten Verbrechen, mit sehr harten Konsequenzen für den Täter.
    Deshalb müssen Mordmerkmale zwingend erkennbar sein. Wenn jetzt Gerichte diese Merkmale,
    je nach Bedarf quasi operativ rein deuten können, dann ist das für mich ein weiteres Indiz für den
    Verfall unseres Rechtssystems.
    Schaut man sich die juristisch Folgen des kürzlich gescheiterten NPD- Verbotsverfahren an oder
    die jüngsten Aburteilungen angeblicher NS- Verbrecher, denen keine individuelle Schuld
    nachgewiesen werden konnten und wofür extra neue „Gesetzte“ geschaffen wurden, dann fügt
    sich auch dieses Urteil nahtlos mit in dieses Bild ein.
    Diese Justiz urteilt zunehmend nach Gutsherrenart! Was kommt als nächstes?
    10 Jahre Knast für Montagsdemonstranten, dafür Generalabsolution, selbst für zukünftige
    Verbrechen, z.B. für Merkels beste Freunde? Die Politiker haben sich schon längst straffrei gestellt.
    In diesem Land wundert mich einfach gar nichts mehr!

  3. Ich möchte hier einmal einen anderen Blick geben:
    Ich fahre Moped – der Unterschied ist, daß bei einem Unfall eher ich schwerverletze als der Autofahrer. Ich fahre also hochkonzentriert. Ich denke für die Handytelefonierer im Auto mit, ich erwarte Schmutz auf der Piste oder ein fehlendes Stück Teer oder einen Stein oder eine Bodenwelle (die mich aus der Kurve heben könnte). Ich beschleunige wie diese Wagen in unter 4sek auf 100, kann aber im Zweifel ausweichen, weil ich schmal bin.
    Die Höchstgeschwindigkeit die ich jemals im Ausland fuhr ist Tacho 175km/h auf einem kurzen Stück.
    Diese Leute fahren meine Toppgeschwindigkeit in einem Auto(!), nachts(!), in der Stadt(!) und ich möchte diese Frage stellen: Hätten sie das auch auf einem Motorrad gemacht???
    Die Antwort lautet natürlich “nein, ich will ja nicht draufgehen” und deswegen ist es Mord.
    Wer sich ums eigene Leben schert und sowas macht, schert sich nicht um das der anderen. Das ist genau der Charakterzug den das Landgericht erkannte.

  4. So einfach ist das im Rechtsstaat nicht.
    “Mord” ist mit der festen Absicht, mit den notwendigen Vorbereitungen, … verbunden, jemanden zu töten.
    Diese Absicht muss man im Rechtsstaat dem Täter nachweisen. Das ist schwierig.

    Ich will da nicht missverstanden werden: Meiner Meinung nach sollte man hier eine frühere Entlassung kategorisch ausschließen und die Täter lebenslang bei schwerster Arbeit in den miesesten Knast stecken, den es gibt…

    Aber solange die Absicht, das Rennen zu fahren, um jemanden zu töten, nicht nachgewiesen ist, kann man meiner Meinung nach nicht von Mord sprechen.

    • Dachte ich auch, Hein.

      Ich möchte diese beiden Auszüge für diesen Fall hervorheben:
      “…durch hemmungslose, triebhafte Eigensucht bestimmt und deshalb besonders verwerflich, ja verächtlich ist…”
      “Als Mord gilt auch die Tötung unter Einsatz eines gemeingefährlichen Mittels. Dieses ist dadurch gekennzeichnet, dass es in der konkreten Tatsituation eine Mehrzahl von Menschen an Leib und Leben gefährden kann, weil der Täter die von ihm ausgehende Gefahr nicht beherrschen kann.”

      Auszüge aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Mord_(Deutschland)#Mordmerkmale

      Sonstige niedrige Beweggründe
      Das Mordmerkmal der sonstigen niedrigen Beweggründe ist eine Generalklausel und als solche besonderer Kritik ausgesetzt. Nach ständiger Rechtsprechung handelt es sich dabei um ein Tatmotiv, „das nach allgemeiner sittlicher Wertung auf tiefster Stufe steht, durch hemmungslose, triebhafte Eigensucht bestimmt und deshalb besonders verwerflich, ja verächtlich ist.“[46] Nach vorherrschender Auffassung soll es durch eine Gesamtbewertung der Tat und des Täters festgestellt werden.

      Welche Fallkonstellationen weiter unter die sonstigen niedrigen Beweggründe zu subsumieren sind, ist deren unbestimmter Definition entsprechend sehr umstritten.

      Fallgruppe 2 – Verwerfliche Begehungsweise
      Die zweite Fallgruppe knüpft an das äußere Erscheinungsbild der Tötung an, während die Beweggründe des Täters hier unerheblich sind. Daher werden die Mordmerkmale dieser Fallgruppe bisweilen auch als objektive Mordmerkmale bezeichnet. Sie klassifizieren eine Tötung als Mord, wenn der Täter sie „heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln“ ausgeführt hat.

      Gemeingefährliche Mittel
      Als Mord gilt auch die Tötung unter Einsatz eines gemeingefährlichen Mittels. Dieses ist dadurch gekennzeichnet, dass es in der konkreten Tatsituation eine Mehrzahl von Menschen an Leib und Leben gefährden kann, weil der Täter die von ihm ausgehende Gefahr nicht beherrschen kann.

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