Pop-p-kulturmarxistischer Niedergang

Wie gehen “wir” im “Westen” eigentlich mit unserem kulturellen Erbe um? Zehn Tage nach der feierlichen Eröffnung der Elbphilharmonie “begeisterte” dort die angebliche Kultband “Einstürzende Neubauten” das Publikum. Der ach so augenzwinkernde Witz der Programmgestalter über die Bauverzögerungen kam an, wahrscheinlich betrachteten sie ihren “Gag” als schöpferischen Akt und sich selbst als Künstler und den Krach auf der Bühne nur als Nebensache. So einfach kann das sein. Vielleicht kann sich der Manager des Hauses jetzt gar nicht mehr vor guten Angeboten von anderen Konzerthäusern retten, die auch mal so einen Griff ins Klo dem zahlenden Publikum als Kultur verkaufen wollen – eine Eulenspiegelei, die höchstwahrscheinlich todernst gemeint war.

Goethe geht heute nur noch als Migrantenstadl mit Gossensprache im Kino, Shakespeare muss auf der Bühne irgendwelche Krankenschwestern in SM-Kostümen nageln und Tannhäuser in der Zwangsjacke aus seinem Erbrochenen Skulpturen formen, während im Hintergrund irgendein Mix läuft, weil die Originalmusik nicht mehr dazu passt.

Die Musen von einst sind zu Untoten geworden, in die sich die Wunderkinder von heute in Realtime vor den Augen des mitwachsenden Publikums verwandeln, damit möglichst viele ihnen nacheifern. Aus der kleinen unschuldigen Hannah Montanna wurde der Pop-Star, Popp-Star, Popo-Star Miley Cyrus. Die Musik ist aus der Retorte, der Showcharakter genauso bordsteinnuttenhaft wie schon Madonna, Lady Gaga, Beyonce und wie sie alle heißen.

Miley Cyrus – Foto by karina3094 / Flickr  (CC BY-SA 2.0)

Wer nicht ganz so offensiv auf Kindersex steht und übergroße Spielzeugautos auf der Bühne Scheiße findet, für den gibt es Hip Hop und Gangsta Rap, eine ebenso aus den Labors der Alptraumfabriken gezauberte Stilrichtung, wenn man denn in diesem Zusammenhang überhaupt von Stil reden kann. Wer den gewaltverherrlichenden und frauenverachtenden Texten dieser in Deutschland oft nur pseudo-kriminellen Protagonisten keine schädliche Wirkung zusprechen will und mit dem Killerargument über die Killerspiele kommt, die auch nicht jeden Nerd zum Amokläufer machen, verkennt, dass insbesondere junge Leute sich oft den ganzen Tag dieser Musik aussetzen. Der Beat dröhnt die Botschaften permanent ins Hirn, über die albernen Smartphonekopfhörer, die allerorten getragen werden, im Auto über Stereoanlagen, die oft teurer als das ganze Gefährt waren, abends im “Club” und zuhause flimmern die halbnackten Kindernutten und Ghetto-“Musiker” noch über den Fernseher.

Mit der Wirkung dieser Dauerberieselung, auch der unfreiwilligen Beschallung am Arbeitsplatz und im öffentlichen Raum hat sich der Musikwissenschaftler Klaus Miehling befasst und kommt zu einem erschütternden Ergebnis. Den meisten Formen der modernen Musik bescheinigt er eine destruktive Wirkung und das auch unabhängig von den Texten.

Paul Joseph Watson von Infowars hat Miehlings Bücher über Gewaltmusik wahrscheinlich nicht gelesen, sagt aber auf eine für das junge Publikum leichter verständliche Weise nicht viel anderes.

“Die Wahrheit über Popkultur, Casting-Shows und warum man besser den Fernseher aus lassen sollte”  – auf Englisch. Die üblichen Gesellschaftszersetzer aus der “Frankfurter Schule” bleiben natürlich nicht unerwähnt.

Wen wundert es bei so viel Destruktivität, dass sich Einwanderer aus anderen Kulturen mit Händen und Füßen dagegen wehren, ihre mitgebrachte kulturelle Identität gegen eine andere einzutauschen, die diesen Namen kaum noch verdient, da so vieles davon sich in Auflösung befindet? Welcher normal denkende Mensch trachtet freiwillig danach, sich zu verschlechtern, wenn er nicht durch Umerziehung dazu gebracht worden ist?

Unsere kulturellen Schätze sind nicht verloren, aber begraben unter der Flut aus den Massenmedien. Die technischen Möglichkeiten von heute sind eigentlich wie geschaffen für das Konservieren klassischer Musik und all ihre Nuancen sinnlich erlebbar und hörbar zu machen. In den Achtziger Jahren noch hätte so mancher Musikbegeisterte glatt seine Seele für eine Bose-Sound-Anlage oder High-Tech-Kopfhörer von heute gegeben. Statt Musik in ihrem gesamten Spektrum dröhnen nur niederfrequente Technobeats und Synthiebässe aus den Wunderwerken der Technik – ein gefährlicher Angriff nicht nur auf das Gehör, sondern vor allem auf das zentrale Nervensystem. Die Sounddroge betäubt und erschlägt, sie beschwingt nicht und lässt den Hörer nicht in die höheren Sphären eintauchen, die die Heimat der Musen sind. Krach, Mord und Totschlag sind diesen himmlischen Geschöpfen zuwider.

Angeblich kennen böse Menschen keine Lieder, aber das muss ein Irrtum sein. Nirgendwo wird so viel betrogen und geheuchelt wie im Showgeschäft, kein Krieg, der nicht von Marschmusik begleitet, keine Diktatur, die ohne Hymnen errichtet wird. Aber ohne den Sinn für das Schöne, für die Anmut und das Schöpferische bleibt all dieses irdische Machwerk roh, gewalttätig und seelenlos, beliebig und austauschbar – faschistoid. Die Nationalsozialisten prägten den Begriff entartete Kunst, der einem heute um die Ohren gehauen wird, wenn man es wagt, Pop-“Kultur” zu kritisieren. Es gibt keine entartete Kunst, nur Kunst oder eben keine. So sehr die Kunst auch im Auge des Betrachters liegen mag, an ihren Früchten kann man sie erkennen.

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Fantareis
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1 Kommentar

  1. Menschen folgen den Künsten und der Musik wie Fliegen dem Geruch eines großen, dampfenden Haufens oder dem einer schmackhaften Torte. Es scheint in dieser Hinsicht tatsächlich so zu sein, daß durch den Einfluss der Massenmedien und Idioten-Sendeanstalten der große, dampfende Haufen bevorzugt aufgesucht wird, aber das ist eben reine Geschmackssache und beiden Spezies gemein.
    Na denn, guten Appetit allen Freunden der zu großen Haufen verklumpten Künste.

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